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Schülerfirmen als demokratische Erfahrungsräume

Büroteam am Tisch, Draufsicht. Geschäftsmänner am Firmenschreibtisch bei einer Besprechung, die mit Laptop, Notizbuch, Kalender und Kaffee ihre Arbeit planen und Notizen machen.

Eine Schülerfirma ist weit mehr als ein wirtschaftliches Schulprojekt – sie bietet die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten, Entscheidungen im Team zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Partizipation zeigt sich hier in vielen Bereichen: von der Aufgabenverteilung über die Entwicklung nachhaltiger Ideen bis hin zum fairen Umgang miteinander. Schülerinnen und Schüler erleben, wie gemeinsames Handeln gelingt und lernen, Meinungen zu vertreten, Lösungen zu finden und verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen – wertvolle Fähigkeiten für Schule, Beruf und Gesellschaft.

Welche Kompetenzen können durch Schülerfirmen gefördert werden?

  • Schülerinnen und Schüler lernen, wirtschaftliche, soziale und ökologische Entscheidungen abzuwägen.
  • Schülerinnen und Schüler treffen selbstständig wirtschaftliche Entscheidungen und übernehmen die Verantwortung für die Folgen für sich, das Unternehmen, die Gesellschaft und Umwelt (ökonomische Mündigkeit)
  • Sie reflektieren ihr eigenes Handeln in der Gruppe und dessen Auswirkungen auf das Unternehmen und die Schulgemeinschaft. 
  • Die Schülerfirma ist eine Organisation, in der Entscheidungsprozesse partizipativ gestaltet werden.
  • Schülerinnen und Schüler wägen fortlaufend ihre ökonomischen Ziele dahingehend ab, ob sie sich mit ihren moralischen, ökologischen oder politischen Zielen vereinbaren lassen und benennen Dilemmata offen.
  • Schülerinnen und Schüler vertreten ihre Ideen argumentativ und handeln gemeinsam Lösungen aus.
  • Konflikte beim Treffen von ökonomischen Entscheidungen werden chancenorientiert angenommen und nach Abwägen gemeinsam festgelegter Kriterien lösungsorientiert bearbeitet.
  • Schülerinnen und Schüler erfahren den Wert zivilisierten Streitens, um Kompromisse finden zu können.
  • Die Mitglieder übernehmen Verantwortung für den wirtschaftlichen (Miss-)Erfolg und für soziale sowie ökologische Folgen ihres Unternehmens.
  • Sie erleben, wie ihr Engagement konkrete Auswirkungen auf die Gemeinschaft hat.
  • Die Arbeit in der Schülerfirma erfordert Vernetzung und Abstimmung in verschiedenen Unternehmensfeldern (z. B. Produktion, Marketing, Finanzen)
  • Schülerinnen und Schüler können ihre Stärken individuell einbringen und damit zum Erfolg der Schülerfirma beitragen.
  • Die Schülerfirma muss sich an rechtliche Vorgaben halten (z. B., Verträge, Verbraucherschutz).
  • Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Gerechtigkeits- und Fairnessvorstellungen.
  • Das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung wird gestärkt, wenn Schülerinnen und Schüler sich mit nachhaltigen und sozialen Konzepten zu ihren Produkten auseinandersetzen (Social Entrepreneurship).
  • Sie lernen, wirtschaftlichen Erfolg mit sozialen und ökologischen Aspekten zu verknüpfen.