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Fotoausstellung „natural diversity – Ein Hörspielprojekt mit Geflüchteten“ in der QUA-LiS NRW

18.01.2017 -

Die Fotoausstellung „natural diversity“ von Heinrich Brinkmöller-Becker mit 40 großformatigen Bildern über ein Hörspielprojekt mit Geflüchteten ist vom 17. Januar bis zum 31. März 2017 im Foyer der QUA-LiS in Soest zu besichtigen.

Bild zur Ausstelung natural diversity Die schwarz-weiß Fotografien dokumentieren den Entstehungsprozess eines Hörspiels, das die Sängerin Milli Häuser und der Schlagzeuger Uwe Kellerhoff mit 13 Geflüchteten aus Syrien, Eritrea, Algerien, Sri Lanka, dem Iran, dem Irak und dem Senegal am Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg in Kooperation mit der Musikschule Bochum durchgeführt haben. Mit selbst produzierten Geräuschen, instrumentaler Begleitung, Gesang in den jeweiligen Landessprachen und nicht zuletzt mit dem adaptierten Text setzt die Gruppe die musikalische Suite „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens in einen 15-minütigen Hörbeitrag um. Im Vordergrund des Projektes stand die Idee, mit Musik die neue Sprache zu lernen. Die Konfrontation der eigenen Stimme mit den ungewohnten Lautfolgen und Rhythmen sowie fremdartigen Betonungen bedeutete großen Mut und Überwindung für die Geflüchteten. Die Musikschule und das Weiterbildungskolleg haben in diesem nun schon zweiten Projektdurchlauf Musik und Sprachförderung zusammengebracht und die unterstützende Funktion von Musik beim Sprachelernen bewusst eingesetzt. 

In den Porträts und Gruppenfotos kann die Fröhlichkeit, die Konzentration, die Anstrengung, die Gelöstheit sowie das Miteinander der Beteiligten gelesen werden. Der Fotograf Heinrich Brinkmöller-Becker hat das einwöchige Musikprojekt im Februar 2016 begleitet und die Stimmungen des Projektes mit der Kamera festgehalten. Ihm war es dabei wichtig, die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer in ihren ungewohnten Situationen der sprachsensiblen Arbeit mit der Fotografie nicht zu irritieren bzw. zu stören und agierte entsprechend ohne künstliche Beleuchtung und Geräusche durch den Auslöser des Fotoapparates.

Seine langjährigen Erfahrungen mit Fotoarbeiten im Jazz- und Theaterbereich nutzt der Fotokünstler, um die sprechenden, musizierenden und singenden Geflüchteten in ihrer Authentizität und bei ihrer Arbeit darzustellen. Der Transfer von der akustischen Kunst zur Fotokunst gelingt dabei durch beeindruckende Porträt- und Gruppenaufnahmen. 

Der in Medienwissenschaften promovierte Pädagoge und ehemalige Schulleiter lebt und arbeitet in Bochum. Seit fast 30 Jahren stellt er seine Fotografien überwiegend in Nordrhein-Westfalen aus. Das Projekt natural diversity ist eines von zahlreichen ähnlichen und anderen Projekten im Land, die Geflüchtete motivieren und unterstützen wollen und für eine Auseinandersetzung mit Prozessen der transnationalen Vergesellschaftung stehen.

31. März 2017 wochentags zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei.

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© 2017 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 18.01.2017