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Hochschultage Berufliche Bildung 2019

Tagungsbeginn: Montag, 11.3.2019 um 13:00 Uhr

Tagungsende: Mittwoch, 13.3.2019 um 14:00 Uhr

Veranstalter: Uni Siegen

Veranstaltungsort: Campus Unteres Schloss (US)

Adresse: 57072 Siegen, Unteres Schloss 3

Anmeldeschluss: 24.2.2019

Digitale Welt - Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften

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Tagungsfest


TF
Referent/-in: -
Datum: 12.03.19 von 19:00 bis 22:30 Uhr
Ort: Hagener Str. 261, 57223 Kreuztal, Raum: Braustube

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Erleben Sie einen interessanten Abend in der Krombacher Erlebniswelt mit einem Besuch der Brauerei und anschließendem Buffet in der Braustube. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch und "Ob 'en Schwadd". Die Kosten für das Tagungsfest betragen € 59,- pro Person inkl. Getränke und Busshuttle-Service. Die Plätze sind begrenzt.

Fachtagung


Die Digitalisierung ist Realität – wie (re-)agiert die Berufsbildung im Berufsfeld Agrarwirtschaft
Referent/-in: Prof. Dr. Marcel Robischon (HU-Berlin), Prof. Dr. Roland Stähli (FH Bern, Schweiz)
Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Wie alle anderen Wirtschaftssektoren steht auch die Agrar- und Gartenbaubranche inmitten vielfältiger Veränderungen und Herausforderungen. Ein wichtiger Grund dafür ist die rapide voranschreitende Digitalisierung. Die gartenbauliche und agrarische Produktion scheint z.B. durch Technisierung oder durch Umgang mit großen Datenmengen die Möglichkeit eines besseren Optimierungsgrades erreichen zu können. Deshalb werden die zukünftigen Facharbeiter im Berufsfeld Agrarwirtschaft einen höheren Anforderungsgrad in der beruflichen Bildung erreichen müssen. Gleichzeitig kann die Digitalisierung auch ein methodisch/didaktischer Zugewinn sein, um mit der zunehmenden Heterogenität der Lernenden umzugehen.
Wie agieren bzw. reagieren die Akteure der Berufsbildung auf damit verbundene, aktuelle und zukünftige Herausforderungen? Welche strategischen, didaktischen oder technisch-organisatorischen Konzepte gibt es, um die berufliche Aus- und Weiterbildung zukunftsgerichtet voranzubringen? Was hat sich bewährt, wo sind geeignete Lösungen noch zu erarbeiten? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Fachtagung an Hand von grundsätzlichen Erwägungen, Untersuchungsresultaten und konkreten Beispielen bearbeitet und beantwortet werden. Dabei gilt es nicht nur die Lernenden, sondern auch die Lehrpersonen, die Unterrichtskonzepte und die Bildungsinstitutionen in den Blick zu nehmen. Die Fachtagung «Agrarwirtschaft» soll zum Austausch, aber auch zu konkreten, kleineren und grösseren Veränderungsschritten anregen.


Arbeitslehre im Wandel von Arbeit und Bildung 4.0
Referent/-in: Prof’in Dr. Marianne Friese (Universität Gießen)
Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Bezugspunkte beruflicher Bildung: Tradition - Innovation - Transformation
Referent/-in: Prof. Dr. Johannes Meyser (TU Berlin), Prof. Dr. Werner Kuhlmeier (Universität Hamburg), Marcel Schweder
Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Die Prozesse beruflicher Arbeit in Industrie und Handwerk werden zunehmend digital begleitet und gesteuert. Wie sich dies im Einzelnen in den Berufsfeldern Bau-, Holz-, Farbtechnik und Raumgestaltung auswirkt, ist genauer zu untersuchen. Building Information Modeling (BIM), Radio-Frequency Identification (RFID), Internet der Dinge, Industrie 4.0, Einsatz von Laptops und Smartphones, von Computersoftware und Apps zur Vorbereitung und Steuerung der Arbeit, zum Abruf von Maschinen und Material sowie zur Beratung der Kunden verändern die Arbeit. Was bedeutet das für die Berufe unserer Fachrichtungen? Welche Kompetenzen sind im Umgang mit digitalen Werkzeugen gefragt? Wie sollte die Berufsbildung inhaltlich und didaktisch darauf reagieren und wie kann sie gestaltend darauf einwirken? Was sollte in der Ausbildung erhalten bleiben und was muss sich verändern? Diese und weitere Fragen sollen diskutiert werden.
Es scheint zudem für das berufliche Lernen einen deutlichen Nachholbedarf bezüglich der Integration digitaler Mittel und Verfahren zu geben. Der Einsatz elektronischer Medien, von Anwendungen und Geräten, von virtueller und erweiterter Realität (virtual und augmented reality VR/AR), von Simulationen etc. zur Ausweitung der Lernmöglichkeiten muss dabei von Auszubildenden aber auch vom Berufsbildungspersonal gelernt und beherrscht werden. Technische Weiterentwicklungen und sinkende Anschaffungskosten der Endgeräte eröffnen zwar immer weitere Einsatzmöglichkeiten und das Potenzial, um damit auch das praxis- und arbeitsplatzbezogene Lernen in der Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Teilweise sind aber digitale Barrieren zu überwinden, um organisatorisch und materiell die entsprechenden Bildungseinrichtungen auszustatten und kontinuierlich zu betreuen.
Die Umgestaltung gelingt nur, wenn die Rahmenbedingungen erfüllt sind, wenn es didaktische Konzepte zur digitalen Lernunterstützung gibt und die Ausbildungs- und Lehrkräfte diese umsetzen können. Gleichzeitig müssen aus einer Berufsbildungsperspektive heraus aber auch mögliche Risiken und Gefahren, die mit diesen Entwicklungen für die arbeitenden Individuen verbunden sein können, erkannt und benannt werden. Digitalisierung muss gestaltet werden; die Befähigung dazu ist eine Aufgabe der Bildung. Die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Transformation in eine zukunftsfähige, nachhaltige Gesellschaft gilt es zu nutzen. Diese Entwicklung findet im Spannungsfeld von Tradition und Innovation statt. Es geht um die Weitergabe von Wissen und von Erfahrungen, aber auch um das Hervorbringen neuer Lösungen und Entwicklungen, die bis vor kurzem noch nicht abzusehen waren.
Mit der Fachtagung Bau, Holz, Farbe und Raumgestaltung soll thematisiert werden, wie sich berufliche Arbeit aber auch Lehren und Lernen verändern, welche Kompetenzen zukünftig gefordert sind und wie Ausbildungs- und Lehrkräfte qualifiziert werden müssen, um Auszubildende auf die Anforderungen einer zunehmenden Digitalisierung der Arbeit und des Lernens vorzubereiten. Die in den Fachrichtungen Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung aktuellen Fragestellungen sollen untersucht werden, um daraus Rückschlüsse und Konsequenzen für die Aus- und Weiterbildung in Betrieben, berufsbildenden Schulen und überbetrieblichen Berufsbildungsstätten ableiten zu können.


Reduzierte Ausbildungsgänge in einer digitalen Transformationsgesellschaft – ein Widerspruch?
Referent/-in: Prof'in Dr. Ulrike Buchmann (Universität Siegen), Prof'in Dr. Ursula Bylinski (Fachhochschule Münster)
Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Subjekt-Curriculum-Disziplin-Institution Reduzierte Ausbildungsgänge in einer digitalen Transformationsgesellschaft – ein Widerspruch?

Die politischen und rechtlichen Bedingungen und die gesellschaftlichen Diskussionen verändern sich im Kontext der Digitalisierungsdebatte, gleichwohl ist die gesellschaftliche Teilnahme für rund ein Drittel der nachwachsenden Alterskohorten weiterhin ungesichert. Die Bedeutung von Ausbildung wird im bildungspolitischen Diskurs zur Inklusion insofern zu Recht als „Schlüsselthema“ diskutiert.
Obwohl eine wissenschaftlich-kategoriale Klärung des Inklusionsbegriffs nach wie vor aussteht und sein berufsbildungswissenschaftlicher Bedeutungsgehalt durchaus unterschiedlich wahrgenommen wird, gilt als unstrittig, dass zur Ermöglichung gesellschaftlicher Teilnahme in der digitalen Welt spätestens jetzt das mit der beruflichen Bildung traditionell verbundene enge Ziel Integration erweitert und auf das Niveau der Zielkategorie Inklusion angehoben werden müsste. Das Inklusionsziel geht über die Integration von Individuen in bestehende Systemstrukturen hinaus und fordert vielmehr Veränderungen bzw. Alternativen, die die Entwicklungsvoraussetzungen und -bedürfnisse (auch von bisher ausgeschlossenen) Gruppen angemessen berücksichtigen und gleichzeitig den veränderten gesellschaftlichen Anforderungen im Rahmen fortschreitender Digitalisierung Rechnung tragen. Somit sind die Strukturen und innovativen Entwicklungen im Berufsbildungssystem direkt an der regulativen Idee Inklusion zu orientieren. In allen Handlungsfeldern und auf allen Systemebenen braucht es dafür Veränderungen, auch einen fachlichen Diskurs über Qualifikationsanforderungen und adäquate curriculare Konzepte. Wesentliche Teile sind die Curricula, deren professioneller Konstruktion deshalb große Bedeutung für die Zielerreichung bei zu messen ist.
Aktuelle Studien bspw. des IAB (2018) betätigen, dass die Substituierungsmöglichkeiten durch digitale Technik mit steigendem Anforderungsniveau sinken und Unterschiede zwischen den Anforderungsniveaus noch deutlicher geworden sind; davon am stärksten betroffen sind die sogenannten Helferberufen.
Die damit einhergehende grundlegende berufsbildungswissenschaftliche Frage nach der angemessenen Curriculumkonstruktion bzw. professionellen Bildungsganggestaltung wird im Rahmen der Fachtagung exemplarisch unter Bezugnahme auf die regelmäßig diskutierten so genannten Sonderausbildungsberufe (§ 66 BBiG) und den zweijährigen Ausbildungsgänge von Vertreter*innen der Berufsbildungswissenschaft, der Berufsforschung, der Berufsbildungspolitik und Berufsbildungspraxis erörtert.


Berufliche Rehabilitation in Transformationsgesellschaften - Chancen und Risiken Digitalen Wandels
Referent/-in: Prof. Dr. Roland Stein (Universität Würzburg), Prof’in Dr. Mathilde Niehaus (Universität Köln), Laura Jakob (Universität Köln), Hans-Walter Kranert (Universität Würzburg)
Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Die Fachtagung will sich den Fragen nach Chancen und Risiken des digitalen Wandels vor dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitswelt und Bildungslandschaft mit dem Fokus auf Inklusion für Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen stellen: Welche Implikationen haben Digitalisierungsprozesse mit Blick auf die Teilhabe an Berufsbildung und Erwerbstätigkeit Jugendlicher und Erwachsener mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen? Welche Herausforderungen und Möglichkeiten ergeben sich hieraus für Akteure im Praxisfeld inklusiver Bildung, beruflicher Rehabilitation und Arbeit? Eröffnen neue Technologien Barrierefreiheit, niedrigschwellige Hilfsmittel, webbasierte Informations- und Unterstützungsangebote oder präventive Maßnahmen optimierter Arbeitsplatzgestaltung? Erfahrungen und erste Antworten aus der Praxis und Forschung werden auf der Fachtagung gemeinsam erörtert.


Digitalisierung, Bewegung und Lernen - Pädagogisch-didaktische Herausforderungen und Aufgaben für den Berufsschulsport
Referent/-in: Fred Brauweiler, Prof. Dr. Peter Elflein, Paul Klingen, Dr.‘in Regine Lehberger, Vera Schüller (alle BAG Sport und berufliche Bildung e.V.)
Datum: 11.03.19 von 12:30 bis 17:00 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
Ort: Siegen, Raum: NN

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Die Fachtagung „Sport und berufliche Bildung“ (FT 06) will im Zusammenspiel mit dem interaktiven Workshop (WS 06) – Ateliercharakter - unter pädagogisch-didaktischen Gesichtspunkten dazu anregen und inspirieren, sich mit dem Einsatz digitaler Instrumente medienkritisch auseinanderzusetzen.
Der Sportunterricht an beruflichen Schulen ist mehrperspektivisch. Kompetenz- und gesundheitsorientiert, ausgerichtet auf Partizipation und Kooperation, kann er einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen leisten, zu einem günstigen Schulklima beitragen und motivieren, Bewegung, Spiel und Sport kritisch reflektierend in die weitere Lebensgestaltung mit einzubeziehen.
Bereits seit einigen Jahren beeinflusst die Digitalisierung die schulische, berufliche und private Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. In besonderer Weise trifft das Schülerinnen und Schüler in der beruflichen Bildung. Wegen ihrer Nähe und Einbindung in den Arbeitsprozess sind sie vom technologischen und wirtschaftlichen Wandel durch das digitale Umfeld mit seinen Instrumenten unmittelbar beansprucht und unterliegen durch die kurzen Innovationszyklen in Bezug auf die digitalen Techniken und Anwendungen einem permanenten Anpassungsdruck. Die digitalen Medien bestimmen im zunehmenden Maße auch die privaten Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler und können zur Veränderung ihrer Sport- und Bewegungsaktivitäten führen. Zwei Beispiele:

(1) Digitale Bewegungsspiele erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit Der wichtigste Online-Game Trend 2018: E-Sports.
(2) Im Bereich der Bewegungs- und Belastungssteuerung sowie des Lernens werden digitale Medien verstärkt bei der Optimierung von Prozessen genutzt.

Allerdings sind auch Kehrseiten zu beobachten: Bezogen auf einen ausgiebigen Medienkonsum kann es zu einer Einschränkung von realen Erfahrungen und Erlebnissen mit Bewegung, Körpererfahrung, Spiel, Sport und der Natur führen. Zudem besteht die Gefahr, dass ein unreflektierter Umgang mit digitalen Angeboten zu einem Verlust der Selbstbestimmungsfähigkeit führt.
Diesen damit verbundenen Herausforderungen Rechnung tragend, hat die nordrheinwestfälische Landesregierung einen „Medienpass“ zur Digitalisierung auf den Weg gebracht. Unter der Zielsetzung „Medienkompetenz als Bildungsaufgabe“ soll er die Grundlage für die Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Prozessen in allen Fächern bilden. Demnach ergeben sich durch die Digitalisierung sowohl in Theorie und Praxis als auch in der Sportlehrerausbildung für berufliche Schulen Herausforderungen, viele Fragen und Aufgaben.
Folgende Fragen mögen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Inspiration sein:

  • Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Bewegung, Spiel und Sport bei Schülerinnen und Schülern an den beruflichen Schulen?
  • In welchen Kompetenzbereichen und Bewegungskontexten können digitale Medien sinnstiftend eingesetzt werden?
  • Wie kann der kritische Umgang mit neuen Medien auch im Sportunterricht thematisiert werden?
  • Inwieweit hat sich die Aus- und Weiterbildung von Sportlehrkräften auf den digitalen Wandel eingestellt?

  • Diese und weitere Fragen können im Rahmen der Fachtagung und des Workshops erörtert werden.


    Digitalisierung mit Arbeit und Berufsbildung nachhaltig gestalten.
    Referent/-in: Prof. Dr. Thomas Vollmer, Dipl.-Ing. OStD Ulrich Schwenger (beide BAG Elektro-, Informations-, Metall- und Fahrzeugtechnik e.V.)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die Bundesarbeitsgemeinschaften ElektroMetall greifen mit ihrem Tagungsthema „Digitalisierung mit Arbeit und Berufsbildung nachhaltig gestalten“ das Rahmenthema „Digitale Welt ‐ Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften“ auf, weil die Entwicklungen der Digitalisierung die Arbeitsprozesse der elektro- und informationstechnischen ebenso wie die metall- und fahrzeugtechnischen Berufe durchdringen. Die Informationstechnologien verursachen schon seit längerem Veränderungsprozesse, die sich aber in jüngster Zeit mit einer bisher nicht erwarteten Dynamik entfalten. Damit sind Chancen und Risiken verbunden, auf die die Berufsbildung reagieren muss, um die Beschäftigten zu befähigen, ihren Beitrag zu leisten für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Zukunftsgestaltung, die von einer radikalen Abkehr von konventionellen Energie-, Produktions- und Dienstleistungsformen gekennzeichnet sein wird. Kern einer „Großen Transformation“ ist die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft, also die Abkehr von der Nutzung fossiler Rohstoffe, und die faire Teilhabe in einer globalisierten Wirtschaft. Ohne Digitalisierung kann das nicht gelingen, da nur durch sie die Steigerung der Ressourceneffizienz und damit die Erhaltung der Lebensgrundlagen auf dem heutigen Stand möglich sein wird. Andererseits ist drauf zu achten, dass die Digitalisierung sozialverträglich gestaltet wird hinsichtlich der Beschäftigungsperspektiven und Arbeitsinhalte. Mit diesem Spannungsfeld ist die gewerblich-technische Berufsbildung besonders konfrontiert, weil die Beschäftigten dieser Fachrichtungen sowohl mit der Implementation digitaler Technologien in die Arbeitswelt befasst sind, als auch die Weiterentwicklung der Produktions- und Dienstleistungsprozesse zu einer zentralen Aufgabe wird.

    Die Fachtagungen Elektrotechnik / Informationstechnik und Metalltechnik / Fahrzeugtechnik bieten ein Forum, in denen Ideen zur Bewältigung dieser Herausforderungen diskutiert und Perspektiven der Beruflichen Bildung aufgezeigt werden. Einführend wird die Fachtagung mit zwei Plenumsvorträgen eröffnet, an die sich parallele Arbeitskreise anschließen, in denen zu spezifischen Aspekten des Rahmenthemas Beiträge zur Diskussion gestellt werden.


    Digitalisierung mit Arbeit und Berufsbildung nachhaltig gestalten.
    Referent/-in: Prof. Dr. Thomas Vollmer, Dipl.-Ing. OStD Ulrich Schwenger (beide BAG Elektro-, Informations-, Metall- und Fahrzeugtechnik e.V.)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die Bundesarbeitsgemeinschaften ElektroMetall greifen mit ihrem Tagungsthema „Digitalisierung mit Arbeit und Berufsbildung nachhaltig gestalten“ das Rahmenthema „Digitale Welt ‐ Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften“ auf, weil die Entwicklungen der Digitalisierung die Arbeitsprozesse der elektro- und informationstechnischen ebenso wie die metall- und fahrzeugtechnischen Berufe durchdringen. Die Informationstechnologien verursachen schon seit längerem Veränderungsprozesse, die sich aber in jüngster Zeit mit einer bisher nicht erwarteten Dynamik entfalten. Damit sind Chancen und Risiken verbunden, auf die die Berufsbildung reagieren muss, um die Beschäftigten zu befähigen, ihren Beitrag zu leisten für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Zukunftsgestaltung, die von einer radikalen Abkehr von konventionellen Energie-, Produktions- und Dienstleistungsformen gekennzeichnet sein wird. Kern einer „Großen Transformation“ ist die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft, also die Abkehr von der Nutzung fossiler Rohstoffe, und die faire Teilhabe in einer globalisierten Wirtschaft. Ohne Digitalisierung kann das nicht gelingen, da nur durch sie die Steigerung der Ressourceneffizienz und damit die Erhaltung der Lebensgrundlagen auf dem heutigen Stand möglich sein wird. Andererseits ist drauf zu achten, dass die Digitalisierung sozialverträglich gestaltet wird hinsichtlich der Beschäftigungsperspektiven und Arbeitsinhalte. Mit diesem Spannungsfeld ist die gewerblich-technische Berufsbildung besonders konfrontiert, weil die Beschäftigten dieser Fachrichtungen sowohl mit der Implementation digitaler Technologien in die Arbeitswelt befasst sind, als auch die Weiterentwicklung der Produktions- und Dienstleistungsprozesse zu einer zentralen Aufgabe wird.

    Die Fachtagungen Elektrotechnik / Informationstechnik und Metalltechnik / Fahrzeugtechnik bieten ein Forum, in denen Ideen zur Bewältigung dieser Herausforderungen diskutiert und Perspektiven der Beruflichen Bildung aufgezeigt werden. Einführend wird die Fachtagung mit zwei Plenumsvorträgen eröffnet, an die sich parallele Arbeitskreise anschließen, in denen zu spezifischen Aspekten des Rahmenthemas Beiträge zur Diskussion gestellt werden.


    Berufliche Bildung in den Gesundheitsberufen unter dem Einfluss zunehmender Digitalisierung
    Referent/-in: Prof’in Dr. Ulrike Weyland (WWU Münster), Prof'in Dr. Marisa Kaufhold (FH Bielefeld)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Berufliche Bildung in den Gesundheitsberufen unter dem Einfluss zunehmender Digitalisierung - Gestaltungsansätze und Herausforderungen>br>
    Das hier aufzugreifende Rahmenthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 „Digitalisierung“ wird in der Fachtagung Gesundheit unter dem spezifischen Blickwinkel von „Gesundheit 4.0“ und den damit einhergehenden Konsequenzen für die Gesundheitsberufe und deren Bildungspersonal beleuchtet. Denn ähnlich wie in anderen Berufen führt auch im Gesundheitsbereich die Digitalisierung zu tiefgreifenden Veränderungsprozessen im Arbeits- und Berufsalltag der Gesundheitsberufe. Insbesondere die elektronisch gestützte Dokumentation, die technische Assistenz, die Möglichkeiten der Robotik sowie Telecare und Telemedizin verändern Arbeitskontexte im Gesundheitswesen. Hieraus resultieren hohe Anforderungen an die im Gesundheitsbereich tätigen Personen, die bislang nur vereinzelt im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildung aufgegriffen werden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen geht es in der Fachtagung darum, die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen, Chancen und Herausforderungen für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung und deren Bildungspersonal zu diskutieren. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die Auseinandersetzung mit den von der Digitalisierung betroffenen Aufgabenbereichen und daraus resultierenden Veränderungen im Arbeitskontext sowie damit verbundenen Anforderungen an die Beschäftigten in einzelnen Gesundheitsberufen.

    Neben der Berufspraxis verändert die Digitalisierung auch die berufliche Bildungspraxis, denn die Forderung nach innovativen, digital gestützten Lehr-Lernmedien bestimmt zunehmend den Diskurs um die Gestaltung beruflicher Lehr-Lernprozesse. Damit ist auch das berufliche Bildungspersonal adressiert. Hinsichtlich der zu diskutierenden Veränderungen in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung stellt die Präsentation und kritische Analyse möglicher digitaler Gestaltungsansätze beruflicher Lehr-Lernsettings einen weiteren Schwerpunkt der Fachtagung dar. Dies schließt eine professionalisierungsbezogene Betrachtung der schulischen und betrieblichen Akteure mit ein. Denn diese stehen in der Verantwortung und zugleich vor der Herausforderung, die curricular-didaktischen Prozesse hinsichtlich eines innovativen Einsatzes digitaler Medien zielgruppenorientiert sowie zeitgemäß, aber ebenso kritisch-reflexiv zu gestalten, d.h. im Sinne einer zu prüfenden Ausbalancierung analoger und digitaler Lehr-Lernprozesse und Lernbegleitung.

    Am ersten Tag der Fachtagung richtet sich der Fokus auf die mit der Digitalisierung in den Gesundheitsberufen einhergehenden Veränderungen für die Arbeits- und Berufswelt. Nach einem einführenden, rahmenden Beitrag zur ziel- und gegenstandsbezogenen Verortung von Digitalisierung im Gesundheitsbereich werden in den weiteren Beiträgen einzelne Aspekte zu den veränderten Anforderungen und Konsequenzen für die im Gesundheitsbereich tätigen Personen beleuchtet und (projektbezogene) Gestaltungsansätze vorgestellt. Das Spektrum der Beiträge berücksichtigt sowohl wissenschafts- als auch praxisbezogene Diskurse und schließt Akteure aus Wissenschaft sowie Berufsbildungspraxis mit ein.

    Am zweiten Tag der Fachtagung werden die besonderen Herausforderungen für die berufliche Bildung der Gesundheitsberufe und deren Bildungspersonal unter dem Blickwinkel einer innovativen, digital gestützten Gestaltung beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung thematisiert und diskutiert. Neben der Darbietung theoretischer Überlegungen zur Gestaltung entsprechender Lehr-/Lernarrangements vermitteln konkrete Umsetzungsbeispiele einen Einblick in einzelne Gestaltungsmöglichkeiten. Analog zum ersten Tag der Fachtagung wird die inhaltliche Darbietung von Beiträgen aus Wissenschaft und Berufsbildungspraxis gerahmt.


    Digitaler Medieneinsatz mit Mehrwert – aktuelle und künftige Handlungsfelder in der beruflichen Fachrichtung E&H
    Referent/-in: Prof.'in i.V. Dr. Alexandra Brutzer (Universität Kassel), Prof'in Julia Kastrup (FH Münster) , Prof. Dr. Michael Martin (Hochschule Osnabrück), Marie Nölle-Krug (FH Münster),
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Digitaler Medieneinsatz mit Mehrwert – aktuelle und künftige Handlungsfelder in der beruflichen Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft

    Die 20. Hochschultage Berufliche Bildung stehen unter dem Rahmenthema „Digitale Welt ‐ Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften“ mit dem Ziel, Akteuren der Berufsbildungsforschung aus Wissenschaft, Schulen, Unternehmen und Administrationen die Möglichkeit zu bieten, aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Digitalisierung zu diskutieren.
    Die Auswirkungen der Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 werden im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Folgerungen, Anforderungen und Herausforderungen für Konzepte und Curricula in der beruflichen Bildung bereits breit diskutiert. Auch für das Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft stellt sich die Frage, wie die Digitalisierung Strukturen, Prozesse und Handlungsfelder verändert – gerade auch im Hinblick auf den Dienstleistungsbegriff, der in diesen Berufen besonders bedeutsam ist. Dementsprechend zielt die Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Berufsbildung in der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft e.V. auf Fragestellungen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Berufe im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft und die Kompetenzentwicklung bzw. Veränderung der Anforderung in beruflichen Schulen, Betrieben und Hochschulen ab. Damit gehen auch Fragestellungen rund um den Einsatz neuer Technologien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und im Berufsalltag der Domäne Ernährung und Hauswirtschaft (E&H) einher. Es werden sowohl Aspekte zum Lernen mit den als auch über die digitale(n) Medien beleuchtet. Im Fokus des fachlichen Austausches stehen dabei u.a. folgende Aspekte:

  • Industrie 4.0, Dienstleistung 4.0, Ausbildung 4.0 und Berufliche Schulen 4.0 – Nur ein terminus technicus oder echtes Potential (auch) für E&H?
  • Fortschritt des digitalen Transformationsprozesses: Ersetzen, Erweitern, Reorganisieren, Neugestalten* – Wie ist der „Stand der Dinge“ für E&H?
  • Welche Auswirkungen hat der digitale Transformationsprozess auf die Berufe sowie auf Handlungsfelder, Arbeits- und Geschäftsprozesse im Berufsfeld E&H?
  • Welche Kompetenzen gilt es im Kontext digitaler Transformationsprozesse bei Auszubildenden, Mitarbeiter/innen und angehenden Lehrkräften im Berufsfeld bzw. in der beruflichen Fachrichtung E&H zu fördern bzw. zu entwickeln?
  • Welchen Mehrwert und welche Herausforderungen bieten digitale Präsentationsmedien, Werkzeuge, Software und Tools für Lernende und Lehrende in der beruflichen Fachrichtung und im Berufsfeld E&H?

  • Körperhandwerk im digitalen Wandel
    Referent/-in: Prof'in Dr. Alexandra Karentzos, Sylvia Weyrauch (alle TU Darmstadt)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Friseur- und Kosmetikdienstleistungen als handwerkliche Tätigkeiten am Körper scheinen auf den ersten Blick nicht in Zusammenhang mit Digitalisierung zu stehen. Geht man doch bei diesen handwerklichen Praktiken an Haut und Haar vom unmittelbaren menschlichen Kontakt aus. Vidal Sassoon hebt allerdings hervor, dass das Haareschneiden als modularer Aufbau von Schnitttechniken verstanden werden kann, wobei er sich an den Ideen des Bauhauses orientiert. Das Bauhaus war als Kunstschule zu Beginn des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Impulsgeber der Moderne und brachte Kunst und Handwerk zusammen. Dabei stand insbesondere im Design und in der Architektur das Verhältnis von Handwerk und Massenproduktion im Zentrum. Sassoon bezieht sich auf diese Ausgangspunkte: Zum einen versteht er Friseurhandwerk als eine angewandte Kunst, in der sich Kunst und Handwerk verbinden. Zum anderen zeigt er auf, dass die Grundlage der Massenfertigung ein Prototyp ist, der erst in einer Verbindung von kreativem Prozess und der Analyse von Techniken entsteht: „Mein Traum war das Haar im Reich der Geometrie: Quadrate, Dreiecke, Rechtecke und Rhomben“, so Sassoon. Kreativität wird in eine mathematische Struktur übersetzt.

    Daran anknüpfend ließe sich fragen, inwiefern sich gerade eine solche modulare Herangehensweise der Mathematisierung von Schnitttechniken für verschiedene Formen der Digitalisierung anwenden ließe. Die Fachtagung möchte der Frage nachgehen, wie eine „moderne Synthese“ (Alfred H. Barr) von Handwerk und Digitalisierung aussehen kann. Die vielfältigen Probleme der Digitalisierung, die auf Handwerk, Industrie und Bildungseinrichtungen zukommen, sollen kritisch betrachtet werden. Es stellen sich Herausforderungen wie Datenschutz, software-gestütztes Lernen, ungetestete pädagogische Konzepte und kommerzielle Interessen. Die Tagung soll verschiedene Akteure und Akteurinnen aus dem Feld zusammenführen: von den Organisationsformen des Handwerks über die Industrie bis hin zu Bildungsinstitutionen.

    Verschiedene Felder der Digitalisierung im Friseur_innenberuf sollen untersucht werden:

  • Soziale Medien und Fotografie zentral für Körperrepräsentationen (z.B. Instagram)
  • Verschränkung von professionell und privat in Video-Tutorials von Influencer_innen
  • Werbung in sozialen Medien (Firmen auf facebook und Instagram)
  • Friseursalons: digitales Kassenbuch und Kundenkartei
  • Frisurenapps, virtuelles Haarstudio
  • Hairstylefinder, Frisurenberatung wird auf den privaten Bereich übertragen

  • Dabei ergeben sich zahlreiche Überschneidungen zur Digitalisierung in der Kosmetikindustrie (Web-Seminare und Firmen-Apps), aber auch zur Digitalisierung im Ausbildungswesen („Berichtsheft-App“, das elektronische Führen des Ausbildungsnachweises) oder zur Digitalisierung in der Lehrer_innenbildung an der Universität und im Studienseminar (moodle und mahara, fachdidaktische Perspektiven der Digitalisierung, Blogs) sowie zur Digitalisierung in der Berufsausbildung (Software-gestütztes Lernen, Digitale Unterrichtsmedien und Lehrwerke).


    Lernen und Arbeiten in einer zunehmend digitalisierten Lebenswelt
    Referent/-in: Prof. Dr. Axel Buether (Bergische Universität Wuppertal), Dr. Henning Klaffke (TU Hamburg), Fridhelm Büchele (Bergische Universität Wuppertal)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die Diskussionen im Rahmen der Digitalisierungsdebatten innerhalb der pädagogischen Ausbildung nehmen einen sehr komplexen Raum ein, der oft undifferenziert mit Begrifflichkeiten, Zielvorstellungen und pädagogischen Qualitäten umgeht. Digitalen Medien werden häufig zu große pädagogische Potenziale zugeschrieben. Ein kompetenter Umgang mit moderneren digitalen Medien fehlt sehr häufig, eine didaktische Implementierung ist nur selten gegeben.

    Unbestritten ist, dass in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft der Bedarf existiert, das digitale Geschehen zu begreifen und zu vermitteln und damit wirkliche Medienkompetenz zu erzeugen. Hierzu gehören das Verstehen von Big Data, das Wissen um Daten-Unsicherheiten, das Wissen um die realistischen Leistungen von Algorithmen und das Verstehen der Funktionsweise von Bots, aber auch psychische Risiken, die sich bei übermäßiger Anwendung digitaler Techniken einstellen können. Die Fachtagung Medientechnik und Mediendesign widmet sich daher folgenden Themenschwerpunkten:

    Vorbereitung auf die digitale Welt: Ein Themenschwerpunkt der hier aufgeführten Überlegungen umfasst die Entwicklung von curricular abgesicherten neuen Lerninhalten mit diesem Thema. Wie können Lehr- Lernformate aussehen, die sich diesem Thema annehmen und wie können diese authentisch und exemplarisch aufbereitet werden, damit diese auch übertragbar sind.
    Methoden zur Einschätzung der Einsetzbarkeit aktueller und zukünftiger technologischer Entwicklungen in Lehr- Lernprozessen: Eine weitere Herausforderung besteht in dem Verstehen technischer Entwicklungen und ihrer Funktionsweise, nicht unbedingt spezifisch nur für digitale Entwicklungen. Innerhalb der pädagogischen Diskussion vermengen sich heute sehr häufig technische Herausforderungen mit lerneffizienten Möglichkeiten der Anwendung dieser Techniken. Deshalb sei bereits hier darauf hingewiesen, dass eine strikte Trennung von der Vermittlung gegenwärtiger und zukünftig sich entwickelnder Techniken auf der einen Seite und den durch diese Instrumente (die nicht immer digital sein müssen und sind) gewonnenen Mehrwert in einer effizienteren Lernstoffvermittlung, also die Bewertung pädagogischer Instrumente sinnvoll erscheint. Gerade in der Planung von Lernphasen ist das Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen bestimmter digitaler Medien von hoher Bedeutung. Daher ist eine technische Vermittlung eine notwendige Voraussetzung, den Umgang mit einer möglicherweise recht komplexen Technik zu begreifen und in optimaler Form einsetzen zu können. Dieser Prozess leidet aber unter der sehr rasanten Entwicklung neuer Techniken und der Werbewirksamkeit großer Unternehmen bezüglich ihrer Produkte (auch wenn diese keinen großen Mehrwert in Lernprozessen darstellen). Eine sachliche Bewertung der Potenziale digitaler Medien setzt aber das Wissen um die Technik und Funktionsweise dieser Medien voraus. Nutzen digitaler Medien: Innerhalb der pädagogischen Diskussionen fungieren digitale Medien zuerst einmal als Instrumente, die mehr oder weniger gut geeignet sind, bestimmte Sachthemen zu veranschaulichen, zu erklären und begreifbar zu machen. Gerade hier ist bei der Entwicklung innerhalb der Medienlandschaft ein einfacher Blick vonnöten, dass für die Lernsituation, Zielgruppe und Thema relevante Medium zu wählen. Metastudien zeigen, dass digitale Medien hier gegenüber herkömmlichen Medien nicht unbedingt besser abschneiden. Dieser Zustand ist sicherlich auch der Situation geschuldet, dass eine fehlende technische Kompetenz die Möglichkeiten des medialen Einsatzes nicht in vollem Umfang ausschöpft. Interaktive Lernprozesse mit Redundanzen gab es schon vor der Phase des digitalen Hypes. Die Digitalisierung erlaubt hier nur sehr viel häufiger entsprechende Schleifen der Lernkontrolle und Interaktivität.

    Best Practice aus den Projekten zur Lehrerbildung hinsichtlich des Einsatzes digitaler Medien: In diesem Themenblock können Konzepte und Ansätze zur Lehrerbildung, sowohl in der grundständigen Lehre als auch in der Fort- und Weiterbildung thematisiert werden. Zentral hierbei ist die Frage, wie die Universitäten in der Lehrerbildung diese Konzepte bereits umsetzen und anwenden. Welche Herausforderungen ergeben sich für die Lehrerbildung und wie kann diesen begegnet werden: Wo bekommen Lehrkräfte unabhängige und praxistaugliche Information zum Einsatz und Nutzen digitaler Medien?
    Relevanz von „Industrie 4.0“ Wissen für die berufliche Bildung: Liest man in den Medien vom Fachkräftemangel sind damit unterschiedliche Phänomene angesprochen. Die Arbeit verändert sich stark durch die Digitalisierung, Berufsgrenzen verschwimmen und kollaborative Formen des Lernens und Arbeitens etablieren sich in der Lebens- und Arbeitswelt. Es werden stärker die sozialen und Selbstkompetenzen angesprochen, wenn man den Wandel durch die Digitalisierung mitgestalten möchte. Die Vermittlung von Fachwissen erfolgt zunehmend selbstgesteuert und es herrscht dabei eine neue Form der Offenheit und des Teilens von Lernmaterialien (OER). Neue Arbeitsweisen erfordern zudem neue Formen der didaktischen Aufbereitung von Lehr- und vor allem Lernmaterialien. Bei ausgewählten Themen zur Industrie 4.0 (z.B. browsergestützte Applikationen zur Ansteuerung von Maschinen, VR und AR Anwendungen etc.) kann hier ebenfalls aufgezeigt werden, welchen Herausforderungen und neue Aufgabengebiete sich hier auch für die klassischen Medienberufe ergeben.

    Themenblöcke Titel:

  • Vorbereitung auf eine digitale Arbeitswelt
  • Technische Entwicklungen digitaler Medien
  • Nutzen digitaler Medien
  • Best Practice aus den Projekten zur Lehrerbildung hinsichtlich des Einsatzes digitaler Medien
  • Relevanz von „Industrie 4.0“ Wissen für die berufliche Bildung

  • Digitalisierung in der beruflichen und hochschulischen Bildung der Pflegeberufe - Potenziale und Herausforderungen
    Referent/-in: Prof’in Dr. Roswitha Ertl-Schmuck (TU Dresden), Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann (HS Hannover)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Zur Weitentwicklung und zur Attraktivitätssteigerung von berufsbildenden und hoch schulischen Bildungsangeboten werden in der Digitalisierung aktuell (erneut) besondere Potentiale für Lern‐ und Lehrprogramme erkannt. Unter einer didaktischen Perspektive bietet die Digitalisierung zunehmend kreativere Möglichkeiten, digitale Lernformate in der beruflichen Bildung und in der Hochschullehre zu nutzen und dadurch digitale Kompetenzen beruflich Lernender und Studierender im Sinne lebenslangen Lernens zu entwickeln und zu fördern. Die Entwicklung digitaler Kompetenz ist in der pflegeberuflichen Aus-, Fort‐ und Weiterbildung ebenso wie in hochschulischen Bildungskontexten und angeboten (in Zertifikatskursen, konsekutiven Bachelor und Master-Studiengängen, sowie in den Weiterbildungsangeboten von Hochschulen) künftig noch stärker zu berücksichtigen. Entscheidend dabei erscheinen Abstimmungsprozesse unter allen interessierten Akteuren berufsbildender und hochschulischer Bildungsangebote und Studienprogramme, um diese curricular weiterzuentwickeln und hierzu ggfs. auch entsprechende Kooperationen unterschiedlicher Bildungsanbieter aufzubauen. Durch zielgruppenspezifische Blended- Learning‐Konzepte können Lernprozesse sich beruflich weiterqualifizierender Zielgruppen, wie auch von BA- und MA-Studierender in Präsenzphasen und insbesondere auch in Selbstlernphasen voraussichtlich besser unterstützt werden, was gerade angesichts räumlich und zeitlich zunehmend flexibler zu gestaltender beruflicher Bildungsangebote und auch für berufsbegleitend Studienprogramme besonders zukunftsträchtig erscheint.

    Darüber hinaus sind die fortschreitenden digitalen Technologien im Gesundheitssektor und im pflegerischen Handeln in den Blick zu nehmen. Hier ergeben sich Herausforderungen und Spannungsfelder zwischen Mensch und Technik, die in Bildungsprozessen der Pflege besonders von Bedeutung sind, denn der unmittelbare Kontakt zwischen Pflegenden und Zupflegenden im Sinne einer face-to-face und body‐to‐body‐Beziehung ist für das Pflegehandeln unerlässlich (Remmers 2000; Kamin 2013; Hellige, Meilwes, Seidel, 2018).

    Damit verbunden bzw. Voraussetzung ist eine Förderung digitaler Kompetenzen bei den Lehrenden und ein Diskurs über den Technologieeinsatz in der Pflege, um berufliche und hochschulische Bildungsformate zu erarbeiten und zu diskutieren. Dabei sind jedoch nicht nur Potenziale, sondern auch Implikationen (ökonomische, ethische und pädagogische Perspektiven) der Digitalisierung innerhalb der beruflichen und hochschulischen Bildung, aber auch im Hinblick auf eine weitere Digitalisierung der unterschiedlichen Handlungsfelder des Pflegesektors und des Gesundheitswesens insgesamt diskursiv in der Fachtagung Pflege zu reflektieren.


    Politische Bildung an beruflichen Schulen im Kontext einer digitalisierten Arbeitswelt
    Referent/-in: Prof‘in Dr. Anja Besand (TU Dresden), Dr. Martin Kenner (Universität Stuttgart)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Anforderungen der politischen Bildung an beruflichen Schulen resultieren aus einem komplexen Spannungsfeld, das sowohl von gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, insbesondere aber von wirtschaftlichen Interessen und technischen Trends hervorgerufen wird. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und den daraus resultierenden Veränderungen der Arbeitsbedingungen erhält dieses Spannungsfeld einen weiteren Anforderungsimpuls. Neben zentralen individuellen Herausforderungen wie der Realisierung einer „Work-Life-Balance“ infolge zeit- und ortsunabhängiger Vernetzung stellt sich angesichts der Zurückdrängung personenbezogener Leistungen im Arbeitsprozess insbesondere die Frage, welche Möglichkeiten der Partizipation und Mitbestimmung im betrieblichen Kontext von Industrie 4.0 noch verbleiben - oder gar ihre Bestimmung verlieren?
    Aus verschiedenen Perspektiven versucht sich die Fachtagung Politik diesen Fragen zu nähern und Antworten darauf zu finden. Die Rolle der politischen Bildung an beruflichen Schulen und ihr Potenzial, mit sinnvollen Anregungen Jugendliche auf die digitalisierte Arbeitswelt vorzubereiten, soll dabei deutlich werden. Die Fachtagung wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.


    Human und aufgeklärt - der Beitrag des Religionsunterrichts zur Bildung in digitalen Welten
    Referent/-in: Prof. Dr. Andreas Obermann (Universität Bonn), Dr. Ferdinand Herget (RPZ Bayern)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Digitale Technologien sind ein Hilfsmittel im Schulunterricht. Die Fachtagung "Religion" will nach den digitalen Optionen fragen, die schon gegenwärtig im schulischen Einsatz sind oder in Kürze realisiert werden sollen (z. B. in NRW die neue IT-Arbeitsplattform "LOGINEO NRW", durch die über eine Cloud Daten von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften gespeichert und verarbeitet werden können). Dabei sollen neben den pädagogischen Möglichkeiten insbesondere auch die gesellschaftlichen wie auch die individuellen Risiken mit beleuchten werden, die die Digitalisierung mit sich bringt. Vor dem Hintergrund einer detaillierten Sichtung dieser schulischen Digitalität sollen pädagogische Wege erörtert werden, wie z. B. angesichts neuer Erfahrungsdimensionen durch virtuelle Welten heute Lernprozesse zu initiieren sind, durch die Schülerinnen und Schüler einen medienbewussten Umgang mit neuen Medien erlernen können, um diese Kompetenzen auch in veränderte Arbeits- und Produktionsprozesse in der Industrie 4.0 (und im Büro 4.0) einbringen zu können.


    Digitalisierung zwischen Hype und didaktischen Mehrwert
    Referent/-in: Prof. Dr. Ulrich Uhlendorff, Dr.'in Anke Karber, Dr.'in phil. Nina Göddertz, StR'in Stefanie Spanu (alle TU Dortmund)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Digitalisierung zwischen Hype und didaktischen Mehrwert: Digitale Lehr-Lern-Formate sozialpädagogischer Qualifizierung in Hochschule und beruflicher Bildung

    Neue Medien sind aus der modernen Berufs- und Alltagswelt kaum mehr wegzudenken. Auch die Sozialpädagogik sieht sich daher mit Fragen und Herausforderungen auf gesellschaftlicher, organisatorischer sowie professioneller Ebene konfrontiert und ist gefordert Chancen und Risiken der Nutzung digitaler Medien zu prüfen und abzuwägen. Auf der einen Seite stehen neue Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten im Fokus, auf der anderen Seite die einhergehenden Risiken wie Mobbing, Sucht- und Ablenkungspotentiale (vgl. Cleppien/Lerche 2010).

    In der Fachtagung steht daher die kritische und sensible Auseinandersetzung mit der Mediennutzung in zwei Perspektiven im Vordergrund: Zum einen die Herausforderungen in den sozialpädagogischen Handlungsfeldern wie bspw. im Kontext der Medienbildung und Medienerziehung; zum anderen die Chancen mediengestützter Lehr-Lernformate in den Qualifizierungswegen der Sozialpädagogik, wie bspw. die videobasierte Fallarbeit in der Lehrer*innenbildung.
    Wir laden Sie ein, gemeinsam neue Denkrichtungen und Bewältigungsstrategien kritisch zu diskutieren und freuen uns auf Ihre aktiven Beiträge für eine fachwissenschaftliche wie berufsfelddidaktische Diskussion!


    Digitalisierung in der beruflichen Sprachbildung – Neue Medien und Sprachförderung
    Referent/-in: Prof. Dr. Christian Efing (Bergische Universität Wuppertal)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Neue Medien sind in den vergangenen Jahren längst zu einem beliebten Instrument der Aus- und Weiterbildung geworden, und dies gilt auch für den Bereich der Sprachförderung und Sprachbildung für verschiedenste Zielgruppen – allerdings offenbar weniger für den berufsschulischen als für den außerschulischen und betrieblichen Bereich. Dies zeigen etwa aktuelle berufsbezogene Anwendungen für den Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache wie die App „Ein Tag Deutsch in der Pflege“ (https://www.ein-tag-deutsch.de/) oder die Jasne-Plattform mit Lernmodulen für den Bereich „Fremdsprachen in konkreten beruflichen Kontexten“ (http://www.jasne.org). Die Angewandte Linguistik und die Sprach- und Mediendidaktik interessieren sich für Neue Medien in der Aus- und Weiterbildung aus mindestens zwei grundsätzlich unterschiedlichen Perspektiven:

    1) Wie werden Förderangebote für verschiedenste Wissensbereiche und Kompetenzen sprachlich und medial aufbereitet und präsentiert, wie werden Sprache und (interaktive) Medienpotenziale hier also zu didaktischen Zwecken eingesetzt und inwiefern lassen sich aus linguistischer und sprachdidaktischer Sicht und auf Basis empirischer Analysen Konstruktions- oder Optimierungsvorschläge für solche neu-medialen Angebote machen (vgl. z.B. Kiefer/Efing/Szerszeń 2016)? Hier geht es also um eine kriteriengestützte linguistische sowie sprach- und mediendidaktische Analyse vorliegender Anwendungen.

    2) Wie werden neue Medien eingesetzt, um sprachlich-kommunikative Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung zu fördern (vgl. z.B. Roche 2018, Efing/Szerszeń 2018)? Hier geht es fokussiert um die Fragen und Analysen vorliegender Anwendung konkret zur Sprachförderung: Wie (methodisch, Aufgabenformate usw.) werden welche sprachlich-kommunikativen Kompetenzen und Wissensbereiche gefördert?

    Die Fachtagung möchte gerne Vorträge zu beiden Themen präsentieren und nimmt dabei nicht nur Ergebnisse vorliegender empirischer Analysen in den Blick, sondern auch theoretische Überlegungen etwa zu Kriterienrastern für die Analyse, zur Konstruktion digitaler berufsbezogener Sprachförder- oder Sprachdiagnostikprogramme, zur theoretischen Auslotung des Potenzials verschiedener Angebote neuer Medien (Internetplattformen, Webinare, Podcasts, Blogs, Vlogs, mobile learning, Serious Games usw.) für eine handlungsorientierte Sprachförderung, für sprachsensiblen Fachunterricht u.v.m.


    Digitale Welt: Kaufmännische Bildung und Arbeit in Industrie und Handel
    Referent/-in: Prof. Dr. Karl Wilbers (FAU Erlangen-Nürnberg)
    Datum: 11.03.19 von 13:00 bis 16:30 Uhr, Fortsetzung am: 12.03.19 von 9:00 bis 11:30 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Kaufmännische Bildung und Arbeit in Industrie und Handel -Was bedeutet das für die Kompetenzanforderungen in der Ausbildung in Handel und Industrie? -

    Die Fachtagung nimmt das Thema „Digitale Welt – Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften“ der 20. Hochschultage Berufliche Bildung auf. Bildung und Arbeit in der digitalen Welt transformiert die berufliche Ausbildung in vielerlei Hinsicht. Erforderlich sind Änderungen in der Unterrichtsmethodik, in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und Ausbilderinnen und Ausbildern, der Ausstattung, der Organisation beruflicher Bildung, der Kooperation – aber auch der Kompetenzanforderungen.
    Die Kompetenzanforderungen in der beruflichen Ausbildung, die sich nur teilweise in Ausbildungsordnungen und Lehrplänen niederschlagen, sind ein zentraler Bezugspunkt der Arbeit in Ausbildungsbetrieben und beruflichen Schulen. Für die Erörterung der Kompetenzanforderungen in der digitalen Welt stehen allgemeine Kompetenzmodelle zur Verfügung, allen voran das Modell „Kompetenzen in der digitalen Welt“ der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“.

    Die Fachtagung will jedoch über die allgemeinen Kompetenzmodelle zu einer Branchenbetrachtung übergehen. Dabei geht darum, exemplarisch für die Berufe „Industriekaufmann/-frau“ und „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ bzw. „Verkäufer/Verkäuferin“ ein gemeinsames Verständnis für zukünftige berufliche Anforderungen zu entwickelt und in Kompetenzerwartungen zu überführen.
    Die Diskussion startet dabei jeweils mit einem wissenschaftlich-konzeptionellen Beitrag, der auf die für die Berufsausbildung relevanten Veränderungen des Tätigkeitsfeldes von Industrie- bzw. Einzelhandelskaufleuten abhebt. Dem schließen sich kurze Statements der Sozialpartner an. Anschließend diskutiert diese Gruppe mit einem Vertreter bzw. einer Vertreterin der Schule die Erkenntnisse.

    Workshop


    WS 01
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Selma Venco (UNICAMP, Brasilien), Jan Breuer (Uni Siegen)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Confronting the challenges of Social Transformations nowadays, this workshop aims to focus on the implications of Society, Employment and Policy in a Digital World, taking an international perspective: Germany – Brazil. Presenting and comparing current social, political and labour market challenges of both countries, the participants discuss the main influences and the challenges to create sustainable educational settings in different social and political contexts. This is achieved by framing educational settings according to current social, political and labour market challenges such as:

  • International political trends, including the ‘General Agreement on Trades in Services’ (GATS, 1995) – that implemented the New Public Management internationally – and delivering on the 2030 Agenda for Sustainable Development (2015) as a re-fixation/-formulation of international and interdisciplinary cooperation;
  • The implementation of the 2030 Agenda in contexts of Social Inequality and Tendencies towards Conservatism;
  • Social trends derived from current discussions on Digitalisation and Technology, Inclusion and Diversity, etc. ;
  • (De) Industrialization, Industry 4.0 and Gig Economy: perspectives on labor relations and vocational education programs.

  • This will clarify the objectives for sustainable educational settings (SES). Those objectives should enable everybody to participate in society. Social inclusion and Social Participation, Employment and the ability to respond to Social Transformations, such as Digitalisation and Technology, are the main aspects to discuss, facing sustainability in educational settings. Pointing out the importance of sustainability in educational settings, the attendees discuss and reflect critically on the addressed aspects. Responding to a digital world, the workshop provides a debate about the international and interdisciplinary cooperation between the University of Siegen and the Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP) in Campinas, São Paulo, Brazil. By doing so, the workshop can be considered as an international and interdisciplinary exchange of researchers, teachers, trainers, students and trainees, discussing challenges of social transformations towards a digital world.


    WS 02
    Referent/-in: Prof. Dr. Andreas Diettrich (Universität Rostock), Prof. Dr. Martin Fischer (KIT), Dr. Matthias Kohl (f-BB Nürnberg)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Kernelement des dualen Ausbildungssystems in Deutschland ist das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernorte, insbesondere aber von Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben. Die Kooperation der Lernorte (gem. § 2 BBiG) gilt als wesentlicher Bestandteil der Qualität beruflicher Ausbildung (ProQuali 2011, Rauner/Piening 2017). Die Bedeutung der Lernortkooperation (LoK) geht soweit, dass sie sich förderlich oder ggf. hinderlich auf die Identifikation der Auszubildenden mit ihrem Beruf auswirkt (vgl. ebd. 25). Hier entscheidet sich, ob die Theorie-Praxis-Verschränkung der Berufsausbildung ge- oder misslingt. Die Kooperation und Abstimmung zwischen den Akteuren der Berufsausbildung ist wesentlicher Erfolgsfaktor und „Voraussetzung für die Steigerung der Leistungsfähigkeit des dualen Systems“ (KMK 1997, 8). Bisherige Forschungen zeigen jedoch, dass die LoK hinter den Erwartungen zurückbleibt und überwiegend „kontinuierlich-probleminduzierte Kooperationskontakte“ (Walden 1999, 138ff) aufweist. Ferner sind Kooperationsbemühungen auf den dritten Lernort, z. B. überbetriebliche Ausbildungsstätten (ÜBS) auszuweiten (‚triales System‘), die in manchen Berufen und Regionen Deutschlands längst zur tragenden, Innovationen induzierenden Säule des Ausbildungssystems geworden sind (vgl. BIBB 2017). Die Digitalisierung bietet hier ein besonderes Gestaltungspotenzial für die Berufsbildung, um die LoK im Sinne eines Zwei-Ebenen-Ansatzes (vgl. u. a. Brüggen/Bröckling/Wagner 2017) auf inhaltlicher und auch auf organisatorisch-kommunikativer Ebene zu erweitern, zu vertiefen und systematischer zu verankern. Die inhaltliche Ebene fokussiert Kooperationen in Bezug auf die Digitalisierung als Bildungsgegenstand sowie Lerninhalt. Auf der organisatorisch-kommunikativen Ebene geht es um den Einsatz digitaler Medien als technisches (Bildungs-)Werkzeug und Kommunikationsplattform.
    Eine zentrale Rolle in diesem Gestaltungs- und Transformationsprozess kommt dem Bildungspersonal an den zwei bzw. drei Lernorten zu: Aktuelle konzeptionelle und auch empirische Forschungsarbeiten belegen zwar Funktionserweiterungen für das Bildungspersonal (Diettrich 2013) respektive veränderte Handlungsstrukturen (Brünner 2014), allerdings liegen Erfahrungen und Forschungsergebnisse hinsichtlich einer stärkeren Nutzung digitaler Medien und Konsequenzen für die Professionalisierung des Bildungspersonals kaum vor.
    Im Rahmen des Workshops werden exemplarische Ergebnisse und Produkte aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten insbesondere zu außerschulischem Bildungspersonal vorgestellt und diskutiert, die auf den beiden Ebenen angesiedelt sind und somit auf den Zusammenhang zwischen LoK, Digitalisierung und Professionalisierung fokussieren. Im Fokus stehen Projekte

  • zur Gestaltung digitaler, arbeitsprozessorientierter Lernkonzepte für die lernortübergreifende Ausbildung v.a. in technischen Berufen,
  • zu Gelingensbedingungen von Lernortkooperationen im Kontext der Digitalisierung,
  • zu Arbeits-/Handlungskontexten und Professionsverständnis pädagogischen Fachpersonals in der beruflichen Weiterbildung und
  • zur Organisations- und Personalentwicklung in außerschulischen Bildungseinrichtungen vor dem Hintergrund der digitalen Transformation.

  • Auf dieser Basis werden mit den Teilnehmenden des Workshops u.a. folgende Fragen diskutiert:
    1. Welche Herausforderungen ergeben sich für unterschiedliche Akteure auf Basis digitaler Technologien und Lernortkooperationen in der Berufsbildung? Welche Branchen und Betriebe sind besonders betroffen?
    2. Welche Kompetenzen brauchen Lehrkräfte, Ausbilder/-innen und Begleiter sowie Auszubildende im Kontext der Digitalisierung?
    3. Welche Gestaltungsmöglichkeiten zur Optimierung von Lernortkooperationen und das Lernen mit und über digitale Medien sind denkbar?
    Im Workshop soll durch Kombination von interaktiven Formaten und Kurzvorträgen versucht werden, unterschiedliche Perspektiven bzw. wissenschaftliche und Praxisinteressen konzeptionell zu verbinden.


    WS 03
    Referent/-in: Prof. Dr. Uwe Elsholz (FU Hagen), Barbara Knauf (TU Hamburg-Harburg)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Der Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung wird von der öffentlichen Hand mit einer Vielzahl von Fördermaßnahmen finanziell unterstützt. Angesichts der Breite der Förderung erscheint die tatsächliche Wirkung jedoch eher bescheiden.
    Ein wesentlicher Grund dafür scheint zu sein, dass sich der Einsatz – und auch die Projektförderung – vielfach zu stark an kurzfristigen technologischen Moden orientiert. So wird einerseits vielfach nicht ausreichend auf lerntheoretische Grundlagen rekurriert (vgl. Elsholz 2014) und andererseits die realen Bedingungen der Berufsbildungspraxis und ihrer Akteure nicht ausreichend einbezogen. Anstelle nachhaltiger Lehr-Lern-Konzepte mit Fokus auf die Lernenden entsteht so lediglich eine Vielzahl an Artefakten. Die Berufsbildungsforschung stellt hierzu allerdings auch keine hinreichenden Modelle oder theoretischen Konzepte zur Verfügung, auf die sich Projektakteure, Antragsteller oder Auswahlgremien beziehen könnten.
    Im Workshop werden nun verschiedene Ansätze und Modelle zum Einsatz digitaler Medien aus berufspädagogischer und aus mediendidaktischer Perspektive versammelt, die Hinweise auf Gelingensbedingungen geben. Zudem werden exemplarische Beiträge für den konkreten Einsatz digitaler Medien aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten vorgestellt, deren (lern-)theoretische Fundierung ebenso diskutiert wird wie deren praktische Gelingensbedingungen. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang auch das Theorie-Praxis-Verhältnis. Alle Beitragenden bekommen verbindliche Leitfragen, an denen die Beiträge auszurichten sind und die die Diskussion leiten. Im zweiten Teil des Workshops soll von allen Workshopakteuren gemeinsam das gesichtete Feld geordnet werden, um weitere Forschungsaufgaben sowie Bedarfe der Praxis nach wissenschaftlich fundierter Unterstützung auszuloten. Hierzu wird auf alternative methodische Formen der Wissensproduktion zurückgegriffen, so dass der erste Teil des Workshops etwas stärker traditionell ist und der zweite eher experimentell.


    WS 04
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Gabriele Molzberger (Uni Wuppertal), Dr.'in Daniela Ahrens (Uni Bremen)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die marktförmige Weiterbildungsorganisation und normative Programmatiken der Selbststeuerung und des selbstorganisierten Lernens haben seit den 1990er Jahren dafür gesorgt, dass Fragen der Kompetenzentwicklung und der beruflichen Entwicklung in die Verantwortung des Einzelnen gelegt wurden. Angeheizt durch die Diskussionen um Digitalisierung und Arbeiten 4.0 erfährt die Weiterbildung erneut öffentliche Aufmerksamkeit. Der Anspruch betrieblicher Weiterbildung darf sich dabei nicht auf eine Anpassungsqualifikation an technologische Umbrüche reduzieren, will sie nicht ihren emanzipatorischen Auftrag verlieren. Die Weiterbildung ist herausgefordert, die Wechselwirkungen zwischen den technologischen Veränderungen und deren Implikationen für die Arbeitsorganisation aufzugreifen und Verbindungen zum Bildungssystem herzustellen.
    Wie sich das Verhältnis von betrieblicher Bildungsarbeit und beruflicher Weiterbildung in digitalisierten Arbeitswelten gestaltet bzw. zukünftig gestalten lässt, ist ein zentrales Problem, welches im Workshop diskutiert werden soll. Dabei wird es auch darum gehen, am Beispiel verschiedener Branchen entsprechende Bestandsaufnahmen zu den neuen Problemstellungen zu leisten. Der aktuelle Technologisierungsschub birgt Chancen und Risiken für eine zukunftsfähige Weiterbildung. Diese steht historisch in Verbindung mit dem Prinzip der Beruflichkeit als soziale Organisationsform von Arbeit und der Herausbildung sowie Stabilisierung kollektiver Identitäten. Der Workshop setzt hier an und wendet sich den unterschiedlichen Gestaltungsperspektiven von Weiterbildung und betrieblicher Bildungsarbeit zu und lotet folgende Fragen aus:

  • Welche Veränderungen in den Tätigkeits- und Beschäftigungsprofile lassen sich für einzelne Branchen derzeit treffen?
  • Wie lassen sich die Wechselwirkungen betrieblicher Strukturwirkungen und individueller Lernhandlungen so zusammenführen, dass Lernmöglichkeiten und -potenziale realisiert werden jenseits reiner Anpassungsqualifikationen „on demand“?
  • Welche Voraussetzungen sachlicher, personaler und konzeptueller Art müssen gegeben sein, damit Beschäftigte in der Erweiterung und Vertiefung von beruflichen Fähigkeiten und Kenntnissen sowie in ihrem Vermögen mit „Anderen“ zusammenzuarbeiten unterstützt werden?
  • Und: Worauf zielt eine humane Digitalisierung und welche Bedeutung hat das normative Konzept der Solidarität für die Weiterbildung?

  • Das Workshopkonzept vereinigt unterschiedliche disziplinäre und institutionelle Perspektiven und bezieht gesellschaftsanalytische wie weiterbildungstheoretische, empirische wie systematische, modellbildende wie evaluierende, rekonstruierende wie prognostizierende Zugänge ein.


    WS 05
    Referent/-in: Dr.'in Claudia Zaviska, Dr. Michael Dörsam, Kim-Maureen Wiesner, Christian Srbeny (alle BIBB)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Gesellschaftliche Transformationsprozesse stellen neue Anforderungen an die Berufsbildungsforschung und berufliche (Aus - und Weiter-)Bildungspraxis. Gefragt ist eine stärkere Theorie-Praxis-Verzahnung, um den beschleunigten Entwicklungsdynamiken in der „Arbeitswelt von morgen“, u. a. aufgrund der Digitalisierung, gerecht werden zu können.
    Aufbauend auf einem im Juni 2017 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführten Expertenworkshop zum Thema „Gestaltungsorientierte Forschung“ (siehe Dokumentation des Workshops auf der BIBB-Seite sowie dazugehörige Publikation in der bwp@) sollen in dem experimentell angelegten Workshop auf den Hochschultagen Berufliche Bildung 2019 gestaltungsorientierte, ko-produktive sowie dialogische Forschungsansätze erlebt und reflektiert werden. Zunächst werden auf Grundlage des genannten BIBB-Workshops und aktueller (Modell-)Programme potenzielle „Gestaltungs- und Forschungsfelder“ aufgezeigt. Nach einer interaktiven Einführung (Vernissage) in Methoden und Ansätze gestaltungsorientierter Forschung werden Rollenkonstellationen und Selbstverständnisse in zwei prototypischen Szenarien im Raum durch Menschen visualisiert (systemische Visualisierung). Dabei sollen unklare, widersprüchliche Muster (z. B. Praxis als Untersuchungsobjekt der Wissenschaft) aufgedeckt und Optionen für eine gelingende trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit aufgezeigt werden. Im zweiten Teil des Workshops werden – aufbauend auf den methodischen Zugängen und Rollenkonstellationen – Konzepte für gestaltungsorientierte Forschungsdesigns in Kleingruppen erarbeitetet (FabLab) und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit bzw. Evidenz eingeschätzt (Marktplatz).
    Ziel des Workshops ist die Gewinnung und Aktivierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für diesen auf Transformation abzielenden Forschungsansatz, der in der klassischen universitären Lehre bisher häufig zu kurz kommt. Insbesondere im Bereich der beruflichen (Weiter-)Bildung gewinnen inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze/-setting aufgrund der hohen Komplexität der Untersuchungsfelder an Relevanz. Im Workshop stehen zunächst die Sammlung und Zusammenführung von (laufenden) Forschungsfragen, -zugängen und -themen sowie Erfahrungen mit gestaltungsorientierten Forschungsprozessen (aus unterschiedlichen Perspektiven/Rollen) im Fokus. In einem weiteren Schritt sollen Synergien erschlossen und (aktuelle sowie fiktive) Konzepte gestaltungsorientierter Forschung (weiter-)entwickelt sowie hinsichtlich ihrer Qualitätssicherung (bzw. methodologischer Grenzen) kritisch reflektiert werden.
    Zielgruppe sind (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Praxisvertreter*innen und Lehrkräfte. Vorkenntnisse und -erfahrungen mit dem Ansatz der gestaltungsorientierten Forschung sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich.


    WS 06
    Referent/-in: Fred Brauweiler, Prof. Dr. Peter Elflein, Paul Klingen, Dr.‘in Regine Lehberger, Vera Schüller (alle BAG Sport und berufliche Bildung e.V.)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 8:30 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Dieser interaktive und interdisziplinäre Workshop beinhaltet vier Themenschwerpunkte: Mittels Atelierarbeiten sollen Möglichkeiten erörtert und praktische Erfahrungen gesammelt werden, wie mit digitalen Werkzeugen u.a. auch mit VR Brillen (Virtual Reality) der (Sport-) Unterricht (neu) gestaltet werden kann und welche Rolle der (Sport-)Lehrkraft im Berufsbildungsprozess der Schülerinnen und Schüler zukommt. Inwieweit humanoide Roboter als „Assistenz-Kollegen“ gewinnbringend in der Berufs- und Arbeitswelt eingesetzt werden können, darüber soll zum Abschluss des Workshops auf der Grundlage des Forschungsprojekts „Pepper“ diskutiert werden.


    WS 07
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Marianne Friese (JLU Gießen), Dr.'in Heidemarie Kelleter (Diözesan-Caritasverband Köln)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Im gegenwärtigen Diskurs um Digitalisierung kommt dem Segment der personenbezogenen Dienstleistungsberufe (Care Work) in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Soziale Arbeit und Erziehung sowie Hauswirtschaft und Ernährung zwar nur geringe Bedeutung zu. Gründe liegen darin, dass sich die Debatte um „Industrie 4.0“ vorrangig auf gewerblich-technische Facharbeit und Organisation der industriellen Produktion bezieht. Vernachlässigt ist dabei jedoch die Tatsache, dass das vermehrte Eindringen digitaler Arbeitsprozesse in Sozial und Gesundheitsberufen längst begonnen hat.
    Vor diesem Hintergrund zeichnen sich für die berufliche Bildung im Care-Sektor komplexe Anforderungen ab. Sie reichen von Fragen der Digitalisierung und technischen Entwicklung in Pflege-, Sozial- und Gesundheitsberufen, über Fragen der Auswirkungen von Arbeit 4.0 auf die Beschäftigungssituation bis hin zu Fragen der Neujustierung von Ausbildungsformaten und Geschäftsmodellen sowie Professionsentwicklung. Mit diesen Fragen sind für den Care-Sektor Risiken und Chancen der Zukunftsgestaltung berührt.
    Der Workshop Care Work 4.0 greift die skizzierten Problemlagen der beruflichen Aus- und Weiterbildung für Care-Berufe in den Feldern Gesundheit und Pflege, Soziale Arbeit und Erziehung sowie Hauswirtschaft und Ernährung auf.


    WS 08
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Nicole Naeve-Stoß, Dr. Benno Göckede, Laura Büker (alle Uni Köln)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Im August 2018 startet die Ausbildung im neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce und damit eine kaufmännische Ausbildung, in der deutlicher als bisher die besonderen Herausforderungen und Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung auch am Lernort der berufsbildenden Schulen/Berufskollegs in der unterrichtlichen Umsetzung berücksichtigt werden müssen. Denn: Kaufleute im E-Commerce sind „Fachkräfte für die Digitalisierung von Geschäftsmodellen“ (BIBB 2018) in Unternehmen – unterschiedlichster Größen, aus den unterschiedlichsten Branchen – und demnach in ihrem beruflichen Umfeld mit den permanenten Veränderungen und den neuesten Entwicklungen durch die Digitalisierung konfrontiert. Damit steht dieser Bildungsgang exemplarisch für Transformationsprozesse, die alle Bildungsgänge des Berufskollegs – insbesondere der Fachklassen des dualen Systems – in jeweils spezifischer Ausprägung betreffen.
    All das heißt für Unterricht aber auch: Alles bleibt anders oder nichts bleibt wie es war, alles ist im Fluss. Das könnte unruhig machen: Lehrerinnen und Lehrer, die ständig ihren Unterricht weiterentwickeln müssen; Lehrerbildner, egal ob erste, zweite oder dritte Phase, die Studierende, Referendare oder Berufseinsteiger gezielt auf eine „agile“ – also eine dynamische, flexible, vernetzte, kooperative, antizipierende – Unterrichtsentwicklung vorbereiten müssen. Aber, Unruhe ist auch produktiv. Sie hilft, sich nie sicher zu sein, alles immer wieder in Frage zu stellen, immer wieder zu prüfen, was man macht und warum. All das ist Lehrerinnen und Lehrern ja durchaus vertraut und genau das wäre ja die überall geforderte (selbst-)kritisch experimentelle Haltung, die dazu beiträgt, dass Schule und Unterricht weiterentwickelt werden. Demzufolge liegt in dieser Herausforderung – die sich exemplarisch an der Curriculum- und Unterrichtsentwicklung für den Kaufmann/die Kauffrau im E-Commerce zeigt – viel Vertrautes im und Charakteristisches für den Lehrerberuf, aber eben auch die besondere Chance, Schul- und Unterrichtsentwicklung anders anzugehen, neu zu denken. Und in diesem Zusammenhang auch die Kooperation der Lernorte (in der Lehrerbildung, aber auch in der dualen Ausbildung) zu überdenken und innovativ zu gestalten.
    Aber, was genau heißt das für die Arbeit und für das didaktische Handeln von Lehrerinnen und Lehrern? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Lehrerbildung? Genau diesen Fragen wollen wir uns im Workshop nähern, indem wir – im Zusammenwirken der Expertisen aus den unterschiedlichen Bereichen (Universität, Schule, Zentren für Lehrerbildung, Bezirksregierung, u. s. f.) – konzeptionelle Ideen für die Implementation einer „agilen“ Schul- und Unterrichtsentwicklung am Beispiel des Kaufmanns/der Kauffrau im E-Commerce entwickeln und Konsequenzen für die Lehrerbildung diskutieren. Im Kern geht es also um folgende Fragestellungen:

  • Wie könnte eine „agile“ Unterrichtsentwicklung an berufsbildenden Schulen implementiert werden?
  • Wie könnte eine Kooperation zwischen Unternehmen und berufsbildenden Schulen gestaltet werden, um eine „agile“ – und damit auch realitätsnahe – Unterrichtsentwicklung zu fördern?
  • Welche Konzepte braucht es in der Lehrerbildung, um die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer zur Bewältigung der Entwicklungsherausforderungen im Beruf zu befähigen? Und welche Rolle könnte dabei die Kooperation der Lernorte spielen?

  • WS 09
    Referent/-in: Prof. Dr. Ralph Dreher (Uni Siegen), Prof. Dr. Volkmar Herkner (Uni Flensburg)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    1996 wurde das Lernfeldkonzept erstmals durch die KMK beschrieben – und damit sowie in den folgenden, immer wieder überarbeiteten Handreichungen der KMK sowie der die Fokussierung vorantreibenden Rahmenvereinbarung über die Berufsschule von 2015 eine berufsbildungspolitische Manifestierung zugunsten der Handlungsorientierung vollzogen.
    Gleichwohl muss konstatiert werden, dass dieses Top-Down die berufliche Bildung bestimmende Konzept bis heute nicht die Wirkung entfaltet hat, die sich deren Akteure erhofften. Seitdem ist die berufliche Didaktik verstärkt gespalten in ihrer Auffassung, ob Handlung Wissen erzeugt oder nicht Wissen Handlung erst ermöglicht oder ob das Fach mit seiner Systematik nicht beherrscht werden muss, um den Arbeitsprozess zu gestalten bzw. der Arbeitsprozess nicht die eigentliche Fachlichkeit darstellt. Im Zuge der Digitalisierung wird „das Fachliche“ angesichts zunehmender Interdisziplinarität von beruflichen Aufgaben jedoch ebenso diffuser wie die Möglichkeit, berufstypische Arbeitsprozesse als didaktische Basis bei sich immer schneller wandelnden Arbeitsaufgaben zu erfassen. Die zunehmende Automatisierung nicht nur von Handlingprozessen, sondern auch von Entscheidungen widerspricht dem Prinzip des Arbeitsprozesses als fest umrissenen Lösungsalgorithmus („best case“) für eine klar definierte Arbeitsaufgabe. Zukünftige Arbeitsaufgaben werden einen inhaltlich eher singulären Charakter bekommen, Strategien zu ihrer Bewältigung werden indifferent. Zugleich wird der Gestaltungsanspruch auf einer Metaebene aus mentaler Vernetzung (von Fachwissen mit Problemlösealgorithmen), sozialer Vernetzung (kollaborativer Lösungsprozess), simulativer Entscheidungsfindung und kommunikativer Prozessvisualisierung (Offenlegung für Anwender, Leitungsebene und Kunden) zunehmen.
    Für die Berufsbildungstheorie und -praxis ist – mit Blick auf die das Lernfeldkonzept determinierende Idee, Handlung als Kern von Arbeitsprozess zu betrachten– relativ einseitig die Förderung von Kompetenzen in den Mittelpunkt gerückt. Berufliche Lernprozesse drohen so einem neuen, ggf. sogar dequalifizierenden Utilitarismus ausgesetzt zu werden, weshalb die Orientierung an Kompetenzen gerade angesichts der Ideologisierung des Kompetenzbegriffs vorurteilsfrei zu überprüfen ist. Provokativ und damit als Ausgangspunkt für den Workshop formuliert: Wird die berufliche Didaktik und mit ihr die Berufspädagogik ihrer gesellschaftlichen Funktion gerecht, wenn sie sich weiterhin die Konzeptdualität zwischen Fach- und Handlungssystematik als Gegenpositionen über ein differenzierendes Verständnis von Kompetenz abarbeitet? Oder aber sollte hier nicht eine Synthese dieser berufsdidaktischen Grundpositionen vor dem Hintergrund der Frage angestrebt werden: Wie kann die Befähigung gefördert werden, damit Menschen in beruflicher wie außerberuflicher Sphäre die Effekte von Digitalisierung wie die Entgrenzung von Arbeit bei Aufgabe, Zeit und Funktion, die Abstraktion von Facharbeit oder aber die Realität eines zunehmend globalen Arbeitsmarktes nicht passiv er-leben, sondern aktiv mitgestalten können?
    Mit dem Workshop soll dazu angeregt werden, ausgehend von einer Bestandsaufnahme zu diskutieren, ob eine Entwicklungsperspektive vorstellbar ist, die es ermöglicht, eine gemeinsame Positionierung anzustreben. Eine solche (Neu-)Positionierung aus der berufsfachlichen Entwicklung heraus sollte dann zum Bildungsziel haben, dispositiv durch Partizipation auf die vorab genannten Herausforderungen der erhöhten Fremdbestimmung durch eine vernetzte Welt mit virtueller Sozialisation vorzubereiten. Die beruflichen Didaktiken wiederum müssen dann aus ihrer Fachspezifik heraus neue Konzepte zur Inhaltsbestimmung (Was ist künftig das „Gegenständliche“ als Ausgangspunkt?) und zur Unterrichtsgestaltung (Ist die „vollständige Handlung“ für den Unterrichtsverlauf wesentlichstes Element?) entwickeln – was dann letztlich die Frage aufwirft, ob ein für alle Berufsfelder gleichermaßen gültiges Didaktik-Konzept für berufliche Bildung wirklich passgenau ist.
    In dem Workshop sollen diese Aspekte und Fragen möglichst vorurteilsfrei diskutiert werden. Deshalb sind Vertreterinnen und Vertreter aller Denkansätze zu einer offenen Diskussion herzlich eingeladen.


    WS 10
    Referent/-in: Prof. Dr. Dietmar Heisler (Uni Paderborn), Prof. Dr. Jörg Meier (Hochschule Merseburg)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Immer wieder wurden „neue Medien“ in Gesellschaften eingeführt und haben Einfluss auf den Alltag der Menschen und das soziale Miteinander genommen. Auch die aktuellen Veränderungen im Zuge der Digitalisierung erfassen alle Bereiche menschlichen Lebens und insbesondere die Berufs- und Arbeitswelt. Darin liegen Chancen und Risiken. Die größten Risiken werden in der Substitution menschlicher Arbeit gesehen. Es wird angenommen, dass davon in erster Linie Einfacharbeitsplätze und stark standardisierte Produktionsprozesse betroffen sind. Diese Sorgen gingen bereits mit früheren industriellen Automatisierungsprozessen einher: Zunächst richteten sich die Bedenken auf eine Enthumanisierung der Arbeit und später auf den Wegfall menschlicher Arbeitsplätze. Damit ging immer auch Fragen nach der Zukunft menschlicher Arbeit, nach den künftigen Möglichkeiten des Einkommenserwerbs und der sozialen Sicherung einher.
    Gerade im Rückblick auf frühere gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse wird deutlich, dass mit diesen Veränderungen immer auch ein Wandel der Arbeit einherging: Auf der einen Seite kam es zum Wegfall von Arbeitsplätzen und zur Freisetzung menschlicher Arbeitskraft, andererseits sind neue Arbeitsplätze mit neuen Qualifikationsprofilen und Anforderung entstanden. Hier stellte sich immer auch die Frage nach der Bedeutung von beruflicher Bildung, die eine dauerhafte Integration in Arbeit und Beruf, Einkommenserwerb und soziale Sicherheit gewährleistete. Hier setzten bspw. in den 1970er Jahren die Diskussionen zu Schlüsselqualifikationen (Mertens) und später zur Kompetenzorientierung an. Bildung, Ausbildung, Weiterbildung und Lebensbegleitendes Lernen stell(t)en zunehmend zentrale Voraussetzungen für die Bewältigung dieses Wandels dar.
    Diese Veränderungen der Arbeitswelt bleiben für den gelingenden Übergang Jugendlicher in eine Berufsausbildung nicht ohne Folgen. Nach wie vor gibt es junge Menschen, denen dieser Übergang ohne Unterstützung und Begleitung nicht gelingt. Wieder zeigt auch der aktuelle Berufsbildungsbericht deutlich, dass die Zahl unversorgter Jugendlicher unverändert hoch ist. Hier werden viele offene Fragen und Unschärfen im Hinblick auf eine gelingende berufliche Integration von jungen Menschen mit sozialen Benachteiligungen deutlich. Vor allem stellt sich die Frage, ob es durch den Wandel von Arbeit, durch den Anstieg beruflicher Anforderung zur Verschärfung von Benachteiligung und Exklusion kommt. Entstehen hier neue Segmentierungen in der Berufs- und Arbeitswelt? Welche Konsequenzen zeitigt, aber auch: welche Chancen bietet damit Digitalisierung für eine gelingende Integration?
    Daraus lassen sich weiter(gehend)e Fragestellungen formulieren, die für diesen Workshop handlungsleitend sein sollen und die sich auf drei (Handlungs-)Ebenen erörtern lassen: der Blick richtet sich auf die Jugendlichen als AdressatInnen der Angebote, die pädagogischen Akteure und auf den Wandel der Förderstruktur:

  • Wie finden junge, sozial benachteiligte Menschen angesichts der Digitalisierung der Arbeitswelt den Einstieg in Arbeit, Ausbildung und Beruf? Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für die Berufswahl(kompetenz)?
  • Haben junge benachteiligte Menschen ein zusätzliches und erhebliches Risiko? Findet die soziale Spaltung und Desintegration eine Zuspitzung in der „digitalen Spaltung“? Reproduktion sozialer Ungleichheiten online oder Partizipation und Teilhabe in der Digitalisierung?
  • Welche Konsequenzen haben Substituierbarkeitspotentiale in bestimmten Berufen und Branchen und die sich abzeichnenden grundlegenden Veränderungen des Arbeitsmarkts u.a. hinsichtlich der Berufsstruktur sowie der Qualifikationsanforderungen und von Kompetenzprofilen?
  • Welcher Kompetenzen bedürfen Jugendliche, um in diesen virtuellen und realen „digitalisierten“ Welten zukünftig tätig sein zu können? Welche Kompetenzen werden zukünftig für eine Ausbildung benötigt?
  • Welche didaktischen Potenziale besitzt Digitalisierung für die Ausbildung von Jugendlichen, u.a. im Hinblick auf Unterstützung von Lernprozessen und die Erhöhung von Lernmotivation?
  • Welche Relevanz haben die digitalen Medien als Schlüsselqualifikation und als Kulturtechnik im Kontext einer vorberuflichen sowie beruflichen Mediensozialisation?

  • Diese Fragen sollen aufgrund von Fachvorträgen (Impulsvorträge), in anschließenden Thementischen diskutiert werden. In den Beiträgen sollen etablierte WissenschaftlerInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen ihre Forschungsarbeiten präsentieren.


    WS 11
    Referent/-in: Dr. Christian Vogel, Martyna Biedrzycka-Schmidberger (alle BIBB)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Lebensbegleitendes Lernen ist angesichts weitreichender Transformationen in der Arbeitswelt eine zentrale Voraussetzung für die Anpassung und den Ausbau von Kompetenzen im Erwerbsleben. Da sich im Zuge der Digitalisierung berufliche Anforderungen und Tätigkeiten erheblich verändern, gewinnt die berufliche Weiterbildung – so die zentrale Annahme – an Bedeutung und sollte gleichermaßen als Ressource eines gelingenden Transformationsprozesses bewertet werden.
    Was so oder so ähnlich inzwischen als verbaler (bildungs-)politischer Mainstream formuliert wird, muss letztlich auf regionaler Ebene eine Form der konkreten konzeptionellen Ausgestaltung finden. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern und in welchem Durchdringungsgrad Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Regionen tatsächlich bereits digitale Produktions- und Dienstleistungsprozesse umsetzen und vor diesem Hintergrund neue Qualifikations- und Kompetenzanforderungen an ihr Personal formulieren. Anschließend daran ist zu beleuchten, inwiefern Akteure der beruflichen und akademischen Bildung mit ihren Angeboten darauf reagieren.
    Vor diesem Hintergrund wird der vorgeschlagene Workshop ein Forum bieten, die Thematik anhand von vier exemplarischen Regionen aus verschiedenen Perspektiven näher zu beleuchten. Ziel des Workshops ist es, im Sinne eines explorativen Werkstattgespräches den aktuellen Stand digitaler Transformationsprozesse und die damit verbundenen Anforderungen an regionale Bildungsakteure präzisieren zu können. Dazu werden einerseits unterschiedliche Branchen (z.B. Hochleistungsverbundwerkstoffe, ET/IT) und regionale Zusammenhänge (z.B. wirtschaftsstarke Metropolregionen im Vergleich zu strukturschwachen Regionen) vergleichend in den Blick genommen. Gleichzeitig sollen unterschiedliche Bildungsbereiche, -formate und Akteurskonstellationen (z.B. Berufliche Weiterbildung an Hochschulen, Erwachsenenbildung, Zusatzqualifikationen als Schnittstelle beruflicher Aus- und Weiterbildung) sowie die Anforderungen an das Bildungspersonal im Kontext von Digitalisierung diskutiert werden. Im Fokus steht dabei, inwiefern die Kooperation und Kommunikation zwischen unterschiedlichen Bildungsakteuren organisiert, gestaltet und ggf. institutionalisiert ist.
    Methodisch wird nach kurzen Impulsreferaten im Rahmen von Fishbowl-Diskussionsrunden zunächst mit ausgewählten Expertinnen und Experten der Beispielregionen zu diesen Fragen diskutiert. Die Diskussionsrunde wird anschließend daran für alle anderen Teilnehmenden des Forums geöffnet, um weitere Fragen bzw. Aspekte in die Debatte einzubringen. Im letzten Teil sind im Rahmen einer Innovationswerkstatt die Teilnehmenden des Workshops aufgefordert, auf Basis selbstgewählter Beispiele eigene Konzepte regionale Bildungskooperationen zu entwerfen.
    Die Werkstattgespräche werden als Podcasts aufgezeichnet und sollen im Nachgang als Dokumentation zum Download zur Verfügung gestellt werden.


    WS 12
    Referent/-in: Dr. Florian Berding, Dr. Christian Steib, Andreas Slopinski (alle Uni Oldenburg), Susanne Miesera (TU München)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

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    Dieser Workshop setzt sich aus zwei Teilen zusammen (Teil 1: Microlearning in der beruflichen Bildung mit Hilfe von Lern- und Erklärvideos findet am Dienstagnachmittag statt; Teil 2: Digitalisierung der Lehrerbildung. Einsatz von Lehrvideos in der Lehrerbildung findet am Mittwochvormittag statt). Es können beide Teile einzeln oder gemeinsam besucht werden.
    Teil 1 Microlearning in der beruflichen Bildung mit Hilfe von Lern- und Erklärvideos
    Spätestens mit den Leitschriften Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft des BMBF (2016, S. 2 ff.) und Bildung in der digitalen Welt der KMK (2016, S. 9 ff., 19 ff.) ist das zeitgemäße (berufliche) Lernen und Arbeiten mit und über digitale Medien (Stichworte: Microlearning und Learning on demand) in den Fokuspunkt beruflicher Bildungsarbeit gerückt. Da die Digitalisierung jedoch erst in den letzten Jahren so exponentiell an Geschwindigkeit und Bedeutung hinzugewonnen hat, konnten digitale Medien bislang nur zurückhaltend in die Aus- und Weiterbildung der in der beruflichen Bildung tätigen Ausbilder/-innen und Lehrer/-innen integriert werden. Daher verwundert es nicht, dass bislang auf Seiten des betrieblichen, schulischen und hochschulischen (Aus-)Bildungspersonals eine große Unsicherheit besteht, wie die digitalen Medien zielführend, d. h. gegenüber den analogen Medien einen Mehr- wert generierend, Eingang in den jeweiligen Betriebs- und Schulalltag finden können.
    Am Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg werden Lern- und Erklärvideos bereits seit geraumer Zeit zusammen mit Betrieben und Schulen entwickelt und erfolgreich in Forschung und Lehre eingesetzt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden dem geplanten Workshop zugrunde gelegt. Über den reinen fachlichen Input hinaus, erhalten die Teilnehmenden im geplanten Workshop auch die Möglichkeit, eigene Erfahrungen sowie Feedback hinsichtlich der Konzeption von themenspezifischen Lern- und Erklärvideos zu sammeln.
    Der geplante Workshop richtet sich an interessierte Personen aus Unternehmen, Schule und Wissenschaft. Er ist auf eine Dauer von 180 Minuten konzipiert und in zwei Blöcke unter- gliedert. Im ersten Block, welcher ca. 60 Minuten umfasst, werden den Teilnehmenden durch drei kurze Impulsreferate fachliche Inhalte zu den Themen: (1) Microlearning in der beruflichen Bildung; (2) Lernen mit Lern- und Erklärvideos im Unternehmen, am Beispiel des nach- haltigen Wirtschaftens sowie (3) Lernen mit Lern- und Erklärvideos in der Schule, am Beispiel des Rechnungswesenunterrichts; aufbereitet (jeweils ca. 10 Minuten) und diese immer direkt im Anschluss mit den Teilnehmenden diskutiert (ebenfalls jeweils ca. 10 Minuten). Daran schließt sich eine kurze Pause (im Umfang von ca. 15 Minuten) an, um den vorangegangenen fachlichen Input verarbeiten zu können. Im zweiten Block, welcher ca. 105 Minuten um- schließt, wird ebenfalls mit einem kurzen Impulsreferat (ca. 15 Minuten) gestartet, welcher sich mit einer Einführung in die Konstruktion eigener Lern- und Erklärvideos befasst. Hierin stehen insbesondere die Konstruktionskriterien qualitativ hochwertiger Lern- und Erklärvideos sowie eine Anleitung zur eigenen Erstellung eben solcher Lern- und Erklärvideos im Mittelpunkt. Daran anschließend können die Teilnehmenden in Kleingruppenarbeit (jeweils 4 – 5 Personen) auf der Grundlage einiger von der Workshopleitung zur Verfügung gestellter Storyboards eigene Erfahrungen im Umgang mit der zuvor gezeigten Animationssoftware sammeln, indem sie selbstständig zu diesen Storyboards passende Videosequenzen erstellen (ca. 60 Minuten). Dazu wäre es wünschenswert, dass die Teilnehmenden entweder ihren eigenen Laptop oder einen bereitgestellten Laptop nutzen können (vermutlich werden ungefähr fünf Laptops benötigt). Der geplante Workshop wird mit der Präsentation der von den Teilnehmenden erstellten Videosequenzen abgeschlossen (ca. 30 Minuten).
    Teil 2: Digitalisierung der Lehrerbildung. Einsatz von Lehrvideos in der Lehrerbildung
    Dieser Beitrag zeigt die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Videos in der Lehrerbildung. Der Fokus liegt im Einsatz von Unterrichtsvideos und der Erstellung von Lehrfilmen durch Studierende. Es werden der Forschungsstand zum Einsatz von Unterrichtsvideos in der Lehrerbildung, das Design einer Lehrveranstaltung und eine Unterrichtssequenz mit Schülervideos aufgezeigt. Die Teilnehmer werden in einem Lernzirkel Beispiele erstellter Videos kennen lernen und selbst Lehrvideos erstellen. Lehrkräfte benötigen zusätzliche Kompetenzen, um der Komplexität von Unterrichtssituationen zielgerichtet zu begegnen. Auf die damit einhergehenden Herausforderungen für Lehrkräfte muss die Lehrerbildung vorbereiten. Der Einsatz und die Reflexion von Unterrichtsvideos in Lehrveranstaltungen unterstützt den Kompetenzerwerb der angehenden Lehrkräfte. Unterrichtsvideos verbessern den Praxisbezug von Lehrveranstaltungen. Im Gegensatz zu Unterrichtshospitationen sind sie dauerhaft und geben die Möglichkeit, den Unterricht aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu reflektieren. Darüber hinaus können Unterrichtsvideos für den aktiven Austausch und die damit verbundene Analyse genutzt werden. Die vorgestellte fächerübergreifend eingerichtete Blended-Learning Lehrveranstaltung verknüpft Fachdidaktik und pädagogisches Handeln in heterogenen Klassen. Das Kernstück des Konzepts der Lehrveranstaltung sieht die Analyse von Unterrichtssequenzen und das Arbeiten mit Lehrfilmen vor. Im Rahmen eines forschenden Lernprozesses setzen sich die Studierenden mit individuellen Fragestellungen und Fallkonstruktionen auseinander und reflektieren die erstellen Lehrfilme.


    WS 13
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Astrid Seltrecht, Prof. Dr. Robert Jahn (alle Uni Magdeburg), Prof. Dr. Mathias Götzl (Uni Rostock)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die Entwicklungen in der Beruflichen Bildung und in der Lehrerbildung allgemein stellen auch die (hochschuldidaktisch) tätigen Praktiker*innen in der Ausbildung von Lehrenden für Berufsbildende Schulen vor neue Anforderungen. Insbesondere die Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung eröffnen neue hochschuldidaktische Perspektiven. Daneben ist auch zu reflektieren, wie aktuelle und zentrale Themen- und Problembereiche, wie z.B. Migration, Inklusion, Nachhaltigkeit sowie Fragen in hochschuldidaktischen Settings thematisiert werden können. Schließlich stehen Konzepte, die das Forschende Lernen oder den Theorie-Praxis-Transfer konzeptualisieren, im Fokus bei der Aus- gestaltung lehrerbildender Studiengänge.
    Der geplante Workshop mit dem Titel „Neue hochschuldidaktische Konzepte und Ansätze in der Ausbildung von Lehrkräften an Berufsbildenden Schulen“ soll als Austausch- und Kommunikationsforum für die in der Lehrer*innenausbildung tätigen (hochschuldidaktischen) Praktiker*innen dienen. Der Workshop zielt darauf ab, Konzepte, Ansätze, Ideen und Best-Practice-Beispiele für neue, „innovative“ Lehr-Lern-Formate in der Ausbildung von Lehrkräften an Berufsbildenden Schulen vorzustellen und zu diskutieren. Im Rahmen des Workshops sollen insbesondere die Transferpotentiale in andere Hochschulen und andere Domänen fokussiert werden. Zur Systematisierung der Beiträge dienen uns zwei Dimensionen. Auf der einen Seite steht eine thematisch-inhaltliche Dimension, die sich an zentralen, aktuellen Themen und Problemfeldern der Lehrer*innenbildung orientiert. Hierzu zählen insbesondere:

  • Konzepte, die die Möglichkeiten und Potentiale der Digitalisierung in der Lehrer*innenausbildung erproben und evaluieren (z. B. E-Portfolio-Arbeit, Blogs, Digitale Lehre in der Berufspädagogik, Digitalisierungsansätze in der Berufseingangsphase),
  • Konzepte, die die Möglichkeiten der Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehrer*innenausbil- dung erproben und evaluieren (z. B. Universitätsschulen, Studentische Tagungen, Service Learning),
  • Konzepte, die die Möglichkeiten der Gestaltung von Formaten reflexiven, forschenden Lernens
  • u.a. im Rahmen von schulpraktischen Studienphasen erproben und evaluieren (z. B. Themen- zentrierte Interaktion, Kasuistik),
  • Konzepte, die die hochschuldidaktischen Möglichkeiten des Umgangs mit Nachhaltigkeit und Migration erproben und evaluieren (z. B. Lernen durch Engagement, Poetry-Slams)

  • . Die zweite Dimension erstreckt sich entlang verschiedener Domänen. Vorgestellt werden sowohl
  • Beiträge aus der Berufspädagogik und Wirtschaftspädagogik als auch
  • Beiträge aus den verschiedenen beruflichen Fachdidaktiken (u.a. Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Pflege).

  • WS 14
    Referent/-in: Prof. Dr. Richard Huisinga (GAFB e.V./Uni Siegen)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die berufliche Erstausbildung erfolgt in der Bundesrepublik Deutschland überwiegend im System der gleichzeitigen Ausbildung in der Berufsschule und im Betrieb (Duales System). Beim Dualen System handelt es sich um ein öffentlich-rechtlich geordnetes Gefüge vielschichtiger Dualitäten: zwei Lernorte (Schule und Betrieb), zwei Schulträger (Kommune und Land), zwei Gesetzgeber (Bund und Länder), zwei Sozialpartner (Arbeitgeber und Gewerkschaften), stets je zwei didaktische Prinzipien (Lehrgang und Produktion, Fachtheorie und Fachpraxis, berufliche und allgemeine Lerninhalte).
    Der Prozess der Technisierung, er schließt Digitalisierung ein, greift nun von der sich verändernden Produktionsstruktur aus auf diesen Bildungsbereich über. Er muss neu geordnet werden, was durch eine Neuordnung der Ausbildungsberufe, ihrer Bezeichnungen, Berufsbilder, Prüfungsvorschriften und zeitlichen Ausbildungsgliederung geschieht. Es gehört zur gesicherten Auffassung, dass Jugendliche in der Ausbildung etwas über Datensysteme, Codierungen, Mikroelektronik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Sensortechnik, Robotertechnik etc. lernen müssen. Curricular gedacht, handelt es sich hierbei jedoch um nichts Weltbewegendes. Zwar müssen Lehr- und Ausbildungspläne revidiert und Übergangsfristen eingerichtet werden. Unter Umständen sind die Ausbilder und Lehrer nachzuschulen. Aber eine umfassende Neuordnung der Berufe allein der geänderten fachlichen Inhalte wegen ist nicht plausibel. Jeder Jurist, jeder Arzt, so lässt sich zeigen, muss sich mit den laufenden Novellierungen von Gesetzen oder der Wirksamkeit neuer Medikamente direkt auseinandersetzen können, ohne dass zugleich das gesamte Ausbildungssystem davon betroffen wäre. Der systembezogene Zusammenhang von Technisierung und beruflicher Erstausbildung als Neuordnung muss demnach einen anderen, zumindest weiteren Bezugspunkt haben als den der neuen Lerninhalte. Er liegt in den veränderten Produktions- und Reproduktionsbedingungen sowie deren Strukturen - also Arbeit - selbst. An diesem Punkt setzt der Workshop ein und erörtert den Zusammenhang speziell von Digitalisierung und Berufsbildung im Spiegel sich erweiternder Ressort-Zuständigkeiten der Politik und fokussiert Arbeit als integrative kulturelle Kategorie sowie daran den Diskurs über internationale Perspektiven von beruflicher Ausbildung.


    WS 15
    Referent/-in: Prof.'in Dr. Andrea Burda-Zoyke (Uni Kiel), Prof.'in Dr. Manuela Niethammer (TU Dresden)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Mit Inklusion und dem Umgang mit Heterogenität wird in der beruflichen Bildung kein gänzlich neues Thema angesprochen (Kremer et al., 2015; Bylinski & Rützel, 2016). Gleichwohl gilt die Verankerung in den Regelstrukturen und u.a. in den Strukturen der Lehrerausbildung für die beruflichen Schulen als defizitär (Bylinski et al., 2018; Zoyke, 2016). Mit digitalen Medien werden gemeinhin besondere Lehr-Lern-Potenziale verbunden. Die Arbeitsgemeinschaft „Inklusion und Umgang mit Heterogenität in der beruflichen Bildung“, deren Projekte über die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ gefördert werden, verfolgt u.a. die Fragen, ob und wie digitale Medien für die inklusionsbezogene Lehrkräfteausbildung genutzt und in den Regelstrukturen verankert werden können. An den beteiligten Standorten werden insbesondere Formen von video- und textbasierten Vignetten entwickelt, implementiert und evaluiert. Fallvignetten werden in der hochschulischen Lehre allgemein wie auch in der Lehrerbildung als „Stimuli“ eingesetzt, um fachliches, fachdidaktisches und allgemein pädagogisches Wissen fallbezogen und praxisorientiert zu erschließen, zu verknüpfen und implizites Wissen zu reflektieren. Neben dem Zweck der Förderung werden Vignetten in der (berufs- und wirtschaftspädagogischen) Lehrerbildungsforschung auch zur Messung der Kompetenzentwicklung eingesetzt (Seifried & Wuttke, 2017; Sherin & van Es, 2009). „(Video-)Vignetten stellen [..] meist reale, verdichtete Unterrichtsvideographien oder fiktionale, realitätsnahe Szenarien dar und fordern den Beobachter dazu auf, wissens- und erfahrungsbasiert stellvertretend für die Protagonisten der Vignettenhandlung zu agieren“ (Seifried & Wuttke, 2017, S. 306). Damit werden besondere Potenziale verbunden, beispielsweise hinsichtlich Realitätsbezug bei gleichzeitiger Möglichkeit der Komplexitätsreduktion und kontrollierter Wiederholbarkeit von Situationen (Seifried & Wuttke, 2017).
    Im Workshop stehen neben allgemeinen Fragen zum Einsatz von digitalen Medien in der Lehrerbildung folgende Fragen im Mittelpunkt:

    1. Welche Fälle sind zur Förderung oder Erfassung inklusionsbezogener Kompetenzen notwendig bzw. geeignet? Wie können diese generiert werden? Welche Kompetenzanforderungen stellen diese an die angehenden Lehrkräfte? Wie sind die Fälle in text- oder videobasierten Vignetten möglichst effektvoll darzustellen?
    2. Wie kann Fallarbeit (z.B. video- oder textbasierte Vignetten) in Konzeptionierung, Entwicklung und Implementation von inklusionsbezogenen Lehrangeboten möglichst effektvoll erfolgen? Welchen Einfluss hat die didaktisch-organisatorische Gestaltung der Lehrangebote allgemein sowie der Fälle und deren Integration in die Lehrveranstaltungen im Speziellen auf die Kompetenzentwicklung der Studierenden? Inwiefern kann dies digital unterstützt werden?
    3. Wie kann vignettenbasierte Fallarbeit sinnvoll in hochschulische Curricula verankert werden, um den inklusionsbezogenen Kompetenzerwerb der Studierenden adäquat zu unterstützen?
    4. Wie können Vignetten im Rahmen der Evaluation inklusionsbezogener Lehrangebote und der Messung der Entwicklung inklusionsbezogener Kompetenzen der Studierenden eingesetzt werden?

    Nach einer Einführung in den Themenkomplex sowie neben Impulsen der beteiligten Projektstandorte erfolgen im Workshop Arbeits- und Diskussionsphasen zu den oben angeführten Fragestellungen. Dabei geht es auch um eine kritische Diskussion der Potenzialen und Grenzen digitaler Unterstützung sowie um alternative Ansätze. Zudem werden mangels ausreichender Befunde Forschungsdesiderate herausgearbeitet. Der Workshop wird insbesondere durch den wissenschaftlichen Nachwuchs gestaltet. Beteiligte Projektstandorte:
    Uni Bamberg (Karin Heinrichs & Hannes Reinke)
    TU Dortmund (Anne Busian, Thomas Schröder, Anke Karber, Beatriz Matafora & Uwe Uhlendorff)
    TU Dresden (Manuela Niethammer & Tobias Geisler)
    Uni Kiel (Andrea Burda-Zoyke & Janine Joost)
    Uni Stuttgart (Bernd Zinn, Matthias Wyrwal, Reinhold Nickolaus, Belinda Vogt & Cordula Petsch)


    WS 16
    Referent/-in: Uwe Gelkermann (Universitätsschule BK Olpe)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Das Berufskolleg des Kreises Olpe kooperiert als „Universitäts- und Forschungsschule der Universität Siegen“ seit vielen Jahren mit der AG Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Siegen. Der Kreis Olpe, die Uni Siegen und das BKO sind Mitglieder der regelmäßig tagenden Steuerungsgruppe, die als Entwicklungs-, Entscheidungs-, Berichts- und Evaluationsinstrument dieser Zusammenarbeit wirkt. Darüber hinaus realisiert sich die Zusammenarbeit über vielfältige Forschungskooperationen insbesondere im Kontext experimenteller Feldforschung.
    Dieser Workshop ist als Einblick in die Zusammenarbeit der Akteure konzipiert. Dabei stehen Potentialorientierung, Digitalisierung und Internationalisierung stellvertretend für viele weitere, der in der Vergangenheit thematisierten Felder beruflicher Bildung.

    Workshop Teil 1: Potentialorientierung als Paradigma der Leistungsbeurteilung
    Potentiale sichtbar zu machen ist angesichts von zunehmender Vielfalt der Personen und Bedarfe im Kontext beruflicher Bildung eine Notwendigkeit. Auf dem Weg dorthin sind zunächst vertraute Paradigmen der Leistungsbeurteilung hinsichtlich ihrer Potenzialorientierung zu hinterfragen, bevor Möglichkeiten entworfen werden Leistungsbeurteilung so zu gestalten, dass unterschiedliche (Lern-) Produkte und -ergebnisse, deren Entstehung und Darstellung aus unterschiedlichen Perspektiven, die Sicht auf Potenziale eröffnen. Betroffene und auch Dritte gewinnen transparente Informationen, die für aktuelle und zukünftige Weichenstellung bedeutsam sind.

    Digitale Unterrichtseinheiten – ein Praxisansatz
    Am Beispiel einer Unterrichtssequenz können Schülerinnen und Schüler die Erstellung von Webportalen als Dimension beruflicher Bildung entdecken. Digitales Lernen in Form zunehmend „selbstgesteuerter“ Lernprozesse Einzelner in und mit der Gruppe sowie als Gruppe kann durch den Einsatz agiler Methoden und Techniken gezielt unterstützt werden. Weitgehend offen gestaltete Unterrichtseinheiten bieten Lehrenden und Lernenden erforderlichen Freiraum und fördernde Strukturen zugleich. Parallel können für ausgewählte Lernbereiche gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Indikatoren der Leistungsbewertung „entwickelt“ und für alle Akteure des Lernprozesses transparent werden. Der Workshop gibt Einblicke in dazu ausgewählte Unterrichtssequenzen.

    Workshop Teil 2 (experimentell): Innovative Zugänge zu digital natives mit Fluchterfahrung
    Ausgewählte Einblicke in das gemeinsame regionale Forschungsprojekt „TalentSpace 4.0 – Entwicklung und Erprobung einer potenzialbasierten Berufswahlorientierung für Geflüchtete in der Region“ der Forschungs- und Universitätsschule BKO und der AG’s Berufs- und Wirtschaftspädagogik und Kunst der Universität Siegen sowie der Jugendkunstschule kunsthaus alte Mühle e.V..
    Die Forschungsgruppe kooperierte auch mit dem regionalen Projekt „Learnspaces“ der AG Wirtschaftsinformatik und Soziale Medien, indem eine Workshopreihe mit soziotechnischen Lerninhalten für Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte an die Grundstruktur von MakerSpaces anknüpfte sowie dem Fab Lab der AG Computergestützte Gruppenarbeit und Soziale Medien der Universität Siegen.
    Teil 2 des Workshop auf den HTBB wird im Fab Lab der Universität Siegen ausgetragen und bietet somit auch Gelegenheit zur praktisch-experimentellen Arbeit.


    WS 17
    Referent/-in: Prof. Dr. Michael Lenhart (Uni Siegen)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die virtuelle Durchplanung von baulichen Strukturen wird durch den Einsatz der Building Information Modeling Methodik (BIM) zusehends effizienter. Hierbei steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller am Bauprozess Beteiligten im Vordergrund mit dem Ziel ein Integriertes dreidimensionales Modell zu schaffen, das in sich konsistent durchgestaltet ist. Ebenso sollen Zeit und Kostenparameter mit aufgenommen werden, um eine höhere Planungssicherheit zu erreichen.

    Diese Virtualisierung der Bauprozesse durchdringt die gesamte Baubranche, beginnend beim Entwurfsprozess, der digitalen Erfassung unserer Umgebung und der dazugehörigen baulichen Anlagen bis hin zur baukonstruktiven Umsetzung mit allen Detail‐ und Materialfragen. Unter dem Aspekt ‚first virtual then real‘ wird somit der Versuch gestartet all diese Belange zunächst virtuell abzubilden. Dies bedeutet ein hohes Maß an planerischer Kompetenz und, durch die notwendigerweise verteilten Wissensaspekte, ein höheres kooperatives Miteinander. So kommt dem gemeinsamen Arbeiten in Laboren und Werkstätten eine neue Bedeutung zu. Exemplarisch werden
    im Workshop unterschiedliche Sichtweisen des kooperativen, digitalen architektonischen Entwurfs und der Baupraxis aufgezeigt.

    Workshop (Reality Capture and VR) :
    • Reality Capture (3D Laser Scan, Image Based Rendering)
    • Point Cloud / Polygon Modeling / Parametric Objects
    • Building Information Modeling
    • Interactive Design Concepts
    • Game Engines and Interactive Design
    • Concepts in Virtual and Augmented Reality environment


    WS 18
    Referent/-in: Prof. Dr. Christian Efing (Bergische Universität Wuppertal), Dr.'in Aileen Balkenhol, Luitgard Hendrix (alle QUA-LiS NRW)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Im Rahmen des Workshops werden die Möglichkeiten und Ausgestaltungsansätze zur Sprachförderung (rezeptiv und produktiv) in allen Fächern des Berufskollegs thematisiert. Durch theoretische Phasen sowie die Erarbeitung und Reflexion von Praxisbeispielen in Form handlungsnahen Wissens können eigene Lernsettings sprachsensibel bzw. sprachbildend geplant und gestaltet werden.
    Ziel des Workshops ist es, Arbeitsaufträge und Unterstützungsmöglichkeiten für heterogene Lerngruppen zu entwickeln, zu diskutieren und auszutauschen. Zu diesem Zweck werden fachbereichs- bzw. bildungsgangspezifische Lernsituationen und Unterrichtsmaterialien im Hinblick auf Möglichkeiten zur sprachsensiblen Förderung analysiert und überarbeitet.
    Der Fokus liegt hierbei einerseits auf der Vereinfachung von (Fach-)Texten und Aufgabenstellungen sowie auf der Erstellung von Unterstützungsmaterial für binnendifferenzierten Unterricht und im zweiten Teil auf verschiedenen Aspekten des Schreibens.
    Einerseits auf der Multimodalität/Multikodalität von Fachtexten und der Funktion der jeweiligen Darstellungsform für den Leser/das Textverständnis, die durch Umschreiben von (Fach-)Texten erschlossen und reflektiert wird. Diese Transferleistung wird in beiden Richtungen linear <-> multimodal vollzogen und ist in einigen Bundesländern unter dem Stichwort „materialgestütztes Schreiben“ ein Prüfungsformat in unterschiedlichen Abschlussprüfungen.
    Für den Workshop werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Alle Kolleginnen und Kollegen insbesondere auch ohne sprachliche Fakultas sind herzlich willkommen.


    WS 19
    Referent/-in: Prof. Dr. Werner Kuhlmeier, Prof. Dr. Thomas Vollmer (beide Universität Hamburg) Rolf Feichtenbeiner, Robert Hantsch (beide Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Die Arbeitswelt und damit auch die Berufsbildung sind konfrontiert mit dem Megatrend Digitalisie-rung und der Herausforderung nachhaltiger Gesellschaftstransformation. Die Informationstechnologien bewirken schon seit Jahren in allen Berufen Veränderungsprozesse, in jüngster Zeit entfalten diese sich aber mit einer bisher nicht erwarteten Dynamik mit Folgen für Arbeitsstrukturen und Beschäftigung. Damit eng verbunden sind die weitere Globalisierung der Wirtschaft und Chancen für neue Geschäftsmodelle, aber auch zunehmend Anforderungen an Umweltschutz, Ressourceneffizienz und menschengerechte Arbeitsbedingungen in den Lieferketten. Es geht darum, die weitere gesellschaftliche Entwicklung auch durch eine veränderte Wirtschaft und einen verantwortlichen Konsum nachhaltigkeitsorientiert mitzugestalten. Und es ist erforderlich, die Beschäftigten hierfür zu befähigen. Die Berufsbildung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, indem sie die nötigen Kompetenzen, Werte und Erfahrungen fördert. Als lebensbegleitender Prozess ist sie ein wichtiger Baustein in der Bildungsbiographie und der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Vor dem Hintergrund, dass ca. neun von zehn Berufsbildungsexperten aktuell einen Nachbesserungsbedarf bei der Vermittlung gesellschaftlicher Werte und Normen in der Ausbildung sehen , kommt einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBnE) eine besondere Bedeutung zu. Der aktuelle BIBB-Förderschwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019“, in dem nun mit dem Start der dritten Förderlinie 18 Modellversuche aus Mitteln des BMBF gefördert werden, hat das Ziel, Konzepte zur nachhaltigkeitsorientierten Kompetenzentwicklung in der kaufmännischen Berufsbildung und domänenspezifischen Nachhaltigkeitskompetenzen in Lebensmittelhandwerk und -Industrie zu erarbeiten, Führungs- und Berufsbildungspersonals zu nachhaltigem Denken und Handeln zu befähigen und nachhaltige Lernorte zu gestalten.
    Im ersten Teil des Workshops (Dienstag, 12. März 2019 nachmittags) werden Ergebnisse und Pro-dukte der sechs Modellversuche der Förderlinie I „Entwicklung von domänenspezifischen Nachhal-tigkeitskompetenzen in kaufmännischen Berufen“ vorgestellt. Dazu zählen neue Lerneinheiten und didaktische Materialien für die nachhaltigkeitsorientierte kaufmännische Ausbildung sowie Konzeptionen für die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals, die auch zur Erprobung bereitgestellt werden. Außerdem werden Möglichkeiten einer strukturellen Verankerung in alle Berufsfelder erörtert.
    Am Folgetag präsentieren die sechs Modellversuche der Förderlinie II „Nachhaltige Lernorte gestalten“ ihre erarbeiteten Konzepte. Gemeinsam mit den Teilnehmenden soll der rote Faden einer Geschichte (Storyline-Methode) aufgenommen und verfolgt werden, bei der es um die gegenwärtigen Herausforderungen geht, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) strukturell in den Lernorten der beruflichen Bildung zu verankern. Der Workshop teilt sich in einen informativen und partizipativen Teil. Im informativen Teil wird der Themenbereich „Nachhaltige Lernorte gestalten“ des o. g. BIBB-Förderschwerpunkts vorgestellt sowie einzelne Projektansätze und Ergebnisse beschrieben. Im partizipativen Teil stehen die Mitarbeit, Erfahrung und Kreativität der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Hier wird im moderierten Kleingruppen aktiv gearbeitet.


    WS 20
    Referent/-in: Oliver Suchy (DGB), Dr. Dieter Dohmen (FiBS), Ansgar Klinger (GEW)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Koblenzer Str. 121, Siegen, Raum: IHK Siegen

    Weitere Informationen

    Im Workshop beschreibt zunächst der Politologe Oliver Suchy, Leiter des Projekts „Arbeit der Zukunft“ beim DGB-Bundesvorstand, die Trends der Veränderung, Vernetzung und Verdichtung von Arbeitsstrukturen und Arbeitsbeziehungen, der Entwicklung neuer Berufe und Qualifikationsprofile, der neuen Arbeitsformen sowie die mit der Digitalisierung einhergehende Bedeutung von Plattformen. Die konkreten Zielsetzungen des DGB, im Sinne guter Arbeit die Arbeitsorganisation, Bildung und Qualifizierung sowie den Technologieeinsatz im Rahmen von Mitbestimmung und Tarifbindung unter Wahrung des Datenschutzes und angemessener Flexibilität zu gestalten, ergeben sich daraufhin als klare Schlussfolgerung. Wie die hierzu nötige Selbstbestimmung (Arbeitszeiten, Ziele), der erforderliche Kulturwandel (Mitbestimmung, Qualifizierung) sowie die gebotene Nachhaltigkeit (Gesundheit) sowie der Datenschutz und eine entsprechende Regulierung der Machtstrukturen realisiert werden können, ist weiterer Gegenstand der Betrachtung.
    Anschließend stellen die GEW-Vertreter/innen Ralf Becker, Ansgar Klinger, Roswitha Lauber und Klemens Lüchtefeld die von der Bildungsgewerkschaft speziell für die berufliche Bildung und die Lehrkräfte an beruflichen Schulen in den Fachgremien erarbeiteten Positionen und Mindeststandards für gelingendes Lernen im Einzelnen zur Disposition, die vor dem Hintergrund der Erfahrungen und Einschätzungen der Workshopteilnehmer/innen kritisch reflektiert werden.
    In einem weiterführenden Part soll eine auch in Zeichen der Digitalisierung zentrale Frage gestellt werden: Wer soll das erforderliche berufliche Lehren „abdecken“, wie hoch ist in den sechzehn Bundesländern jeweils der bis 2030 erkennbare konkrete Bedarf an Lehrkräften? Die Antwort wird der Leiter des von der GEW mit einer entsprechenden Analyse beauftragten Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie, Dr. Dieter Dohmen im Detail geben, bevor anschließend die Konsequenzen für die verantwortlichen Länder im Workshop abgeleitet werden.


    WS 21
    Referent/-in: Stephanie Wulff (Berufskolleg Ostvest Datteln)
    Datum: 12.03.19 von 14:30 bis 18:00 Uhr, Fortsetzung am: 13.03.19 von 9:00 bis 12:00 Uhr
    Ort: Siegen, Raum: NN

    Weitere Informationen

    Das Berufskolleg Ostvest in Datteln hat schon frühzeitig in neue Technologien im Rahmen „Industrie 4.0“ investiert. Im Zuge der Sanierung des Werkstattgebäudes der Schule wurden neue Lehrmittel, Modelle und Systeme in der Elektro-, Metall- und KFZ-Technik angeschafft. „Industrie 4.0“ und die damit verbundene Digitalisierung bietet neue Potentiale, aber auch Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler.
    Eine der neuen Herausforderungen stellt eine zukunftsorientierte und praxisnahe Ausbildungsumgebung dar, die moderne Lern- und Lehrmethoden berücksichtigt. Um die von Industrie und Handwerk geforderten Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, sollten abseits von Lehr- und Arbeitsbuch Lehrmittel, wie Experimentierboards und Modelle, praxisnahe Modelle und Systeme für Projektarbeit und Simulations- und Visualisierungssoftware eingesetzt werden.
    Im Workshop wird auf Lehrmittel aus verschiedenen Themengebieten der Elektrotechnik eingegangen. An vier Stationen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops Experimentierboards, Modelle und Messsysteme sowohl unter fachlichen als auch unter didaktischen Aspekten kennenlernen und kleine Problemstellungen selbstständig damit bearbeiten.
    Die erste Station beschäftigt sich mit dem Thema Regelungstechnik. Um die Grund- lagen der Regelungstechnik anschaubar vermitteln zu können, werden Experimentierboards und Simulationsprogramme vorgestellt und im Kontext einer Unterrichtseinheit verwendet. Das Thema der zweiten Station ist die Mikrocontrollertechnik. Es wird eine komplexe Unterrichtsreihe, durchgeführt mit einem Arduino-Mikrocontroller, vorgestellt. Im Rahmen des Workshops findet auch die praktische Umsetzung einer Unterrichtseinheit statt. Dort wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern exemplarisch eine Teilaufgabenstellung bearbeitet. Die dritte Station umfasst das Thema Gebäudesystemtechnik KNX/EIB. Hier können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Experimentierkoffern kleine Installationsschaltungen aufbauen, mittels ETS 5 programmieren und anschließend testen. Station 4 befasst sich mit der Messtechnik. Analoge und digitale Signale zu messen, darzustellen, zu dokumentieren, auszuwerten und zu beurteilen, gehört zu den Aufgaben in den heutigen Elektroberufen. Hier- zu werden heute Messmöglichkeiten mit der Darstellung auf PC-Bildschirmen genutzt.
    Die Teilnehmer des Workshops haben somit selber die Möglichkeit, die Digitalisierung in der Elektrotechnik zu erfahren.

    Begrüßungsveranstaltung


    BV
    Referent/-in: Siehe unter "Weitere Informationen"
    Datum: 12.03.19 von 12:00 bis 14:00 Uhr
    Ort: Grabenstraße 27, 57072 Siegen, Raum: Ev. Martinikirche

    Weitere Informationen

    Agenda

  • Musikalisches Intro
    Prof. Martin Herchenröder (Studio für Neue Musik)
  • Begrüßung
    Prof.'in Dr. Ulrike Buchmann (Veranstalterin HTBB) und Markus Tesche (Geschäftsführer HTBB 2019 QUA-LiS NRW)
  • Grußworte des Rektors
    Prof. Dr. Holger Burckhart (Rektor der Universität Siegen)
  • Keynote
    Elke Büdenbender (Frau des Bundespräsidenten)
  • Grußworte der Schirmherrin
    Yvonne Gebauer (Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW)
  • Musikalisches Intermezzo
    Prof. Martin Herchenröder (Studio für Neue Musik)
  • Begrüßung AGBB
    Prof. Dr. Dieter Münk (Vorstand AGBB/Universität Duisburg-Essen)
  • Begrüßung Veranstalterin
    Prof.'in Dr. Ulrike Buchmann (Veranstalterin HTBB)
  • Musikalischer Abschluss
    Prof. Martin Herchenröder (Studio für Neue Musik)

  • Die Plätze sind begrenzt.
    Wir weisen darauf hin, dass zum Einlass zur Begrüßungsveranstaltung eine Ausweispflicht besteht. Bitte halten Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass bereit. Alle angemeldeten Personen werden zu einem späteren Zeitpunkt über den Ablauf des Einlasses informiert.

    Abschlussveranstaltung


    AV
    Referent/-in: Prof. Dr. Niko Paech, Dr. Katharina Dutz
    Datum: 13.03.19 von 12:30 bis 14:00 Uhr
    Ort: Grabenstraße 27, 57072 Siegen, Raum: Ev. Martinikirche

    Weitere Informationen

  • Keynote:
  • Prof. Dr. Niko Paech (Plurale Ökonomik, Uni Siegen) und Dr.'in Katharina Dutz (Technische Bildung, Uni Oldenburg)
  • Podiumsdiskussion
  • Übergabe an den/die Ausrichter/in der HTBB 2021

  • Die Plätze sind begrenzt.


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    © 2018 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 18.10.2017