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Netzwerkarbeit: Hinweise - weiterführende Informationen - Materialien

Steigender Pfeil auf einer Treppe auf blauem Hintergrund.

Das Angebot orientiert sich an exemplarischen Fragestellungen, welche erfahrungsgemäß bereits im Vorfeld der Vernetzung von Schulen auftreten und alle Beteiligten bei der Umsetzung begleiten. Praxisnah werden Einblicke in konzeptionelle Grundlagen, Rahmenbedingungen und Erfahrungen zu gemeinsamen Entwicklungsarbeiten von Akteuren in der schulischen Netzwerkarbeit gegeben.

Zu jeder Fragestellung erfolgen zunächst knappe Hinweise, denen sich weiterführende Informationen und eine Auswahl an Materialien anschließen. Auf diese Materialien wird in den Hinweisen und Informationen verwiesen, so dass sie dort entsprechend verortet werden können.

In Netzwerken besteht die Möglichkeit‚ `über den Tellerrand zu schauen´. Konkrete Konzepte der Schulen können ausgetauscht und auf die Eignung für die eigene Schule überprüft werden. Dabei profitieren die Teilnehmenden eines Netzwerks häufig von gegenseitigen Anregungen und unterschiedlichen Perspektiven. Oder es können für neue Entwicklungsvorhaben gemeinsam Konzepte unter Nutzung von hilfreichen Methoden zur Projektplanung- und -steuerung entwickelt und erprobt werden. Ressourcen werden so geteilt und eingespart.

Gemeinsam entwickelte Vorhaben werden im eigenen schulischen Kontext erprobt und evaluiert (→ "Wie und wann sollte eine Evaluation eingeplant werden?"), um schrittweise zu passgenauen und guten Ergebnissen zu kommen. Netzwerke leisten langfristig einen Beitrag für eine nachhaltige Schulentwicklung, erhöhen die Qualität und nehmen Arbeit ab.

Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen. (Kurt Tucholsky) - Und dennoch muss nicht jede Schule für sich das Rad neu erfinden!

Materialien

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Die Antwort lautet ‚Ja’, wenn

  • das Vorhaben Potenzial hat, grundlegend die Schulentwicklung zu beeinflussen,
  • es darum geht, bedeutsame Veränderungsprozesse zu bewältigen - insbesondere, wenn dies die Mitwirkung vieler Personen und Institutionen (wie beispielsweise Schulträger, Bildungspartner, Bildungsbüros) erfordert,
  • eine gute Chance besteht, dass es Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Netzwerk gibt, die bei der Umsetzung des Vorhabens unterstützen, und
  • sich das Vorhaben für eine kritische Auseinandersetzung im Austausch mit anderen Schulen eignet.

Um zu einer Entscheidung hinsichtlich der Teilnahme an einem Netzwerkprojekt zu gelangen, bietet sich eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten an, die im Folgenden exemplarisch beschrieben werden.

Materialien

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Für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit ist die Zusammenstellung der Netzwerke und die Wahl der Netzwerkpartnerinnen und -partner ganz entscheidend. Die Auswahl der Schulen ist abhängig von der mit der Netzwerkarbeit verbundenen Zielsetzung. Für die Auswahl können Kriterien wie die Wahl der beteiligten Schulformen oder bereits vorhandene Kooperationen von Schulen zugrunde gelegt werden (Otto, Sendzik, Järvinen, Berkemeyer & Bos, 2015, S. 39), aber auch Rahmenbedingungen wie die lokale Nähe oder ein ähnlicher Themenwunsch (ebd., S. 68).

Eine räumliche Nähe der beteiligten Schulen im Netzwerk erleichtert Absprachen und gegenseitige Hospitationen. Bundesweit arbeitende Netzwerke lassen gut den Blick über den Tellerrand vor dem Hintergrund unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen zu.

Gemeinsamkeiten oder Unterschiede im sozialen Umfeld der Schulen können für die Zusammensetzung von Netzwerken ebenfalls eine Rolle spielen (Jungermann, Pfänder & Berkemeyer, 2018, S. 61).

Bezogen auf den Themenwunsch können sich Schulen mit ähnlicher fachlicher, organisatorischer oder allgemein pädagogischer Grundausrichtung und Zielsetzung gut miteinander vernetzen.

Materialien

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Eine Schule, die sich an einem Netzwerkprojekt beteiligt, entsendet in der Regel nur wenige Personen in das Netzwerk. Sie entwickeln über einen zumeist begrenzten Zeitraum ein Konzept, das anschließend oder parallel an der Schule implementiert werden soll.

Die erfolgreiche Umsetzung der entwickelten Innovation in der Praxis der einzelnen Netzwerkschule stellt eine Herausforderung und ein entscheidendes Kriterium zur Beurteilung des Nutzens von Netzwerkarbeit dar. Wenn Netzwerkprojekte scheitern, dann liegt das häufig daran, dass diese Umsetzung nicht gelingt.

Um die Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung zu systematisieren, bietet sich der Blick auf die sogenannte Trias der Schulentwicklung an, da im Idealfall Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung Hand in Hand gehen - und zwar am besten schon vor dem Beginn der Netzwerkarbeit.

Materialien

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Die Frage nach dem Gelingen von Netzwerkarbeit lässt sich nur mit Blick auf das Ziel eines jeweiligen Netzwerks beantworten:

  • Sollen in einem Netzwerk die Teilnehmenden in fachlicher oder überfachlicher Hinsicht qualifiziert werden (Qualifizierungsnetzwerk)?
  • Soll ein Austausch organisiert werden (Austauschnetzwerk)?
  • Wird beabsichtigt, ein Konzept in Teams zu entwickeln und in den beteiligten Schulen zu implementieren (Entwicklungsnetzwerk)?

Grundsätzlich ist gerade für den Implementationserfolg entscheidend, ob die in den Netzwerken entwickelten innovativen Materialien nützlich und bedeutsam für die jeweilige Praxis sind und damit zu einer breiten Anwendung gebracht werden können (Berkemeyer & van Holt, 2015, S. 70).

Bezogen auf den jeweiligen Typus eines Netzwerks werden im Folgenden mögliche Gelingensbedingungen skizziert und für den Typus eines Entwicklungsnetzwerks weiter ausdifferenziert.

Das Zusatzmaterial (→ Materialien) beschreibt ausführlicher Gelingensbedingungen auf den Ebenen der Netzwerkarchitektur, der Netzwerkkultur, des Netzwerkmanagements und der Verknüpfung der Netzwerkarbeit mit der Arbeit an den Einzelschulen.

Materialien

  • Berkemeyer, N. & van Holt, N. (2015). Zwischen Netzwerk und Einzelschule – Transfer- und Implementationsprozesse im Projekt Schulen im Team. In N. Berkemeyer, W. Bos, H. Järvinen, V. Manitius & N. van Holt (Hrsg.), Netzwerkbasierte Unterrichtsentwicklung (S. 69 - 118). Münster: Waxmann.

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Nachhaltige Schulentwicklung gelingt insbesondere mit der Unterstützung durch die Schulleitung. Schulleitungen werden deshalb als "Motoren der Schulentwicklung" betrachtet.

Die Schulleitung sollte daher in irgendeiner Form in die Netzwerkarbeit eingebunden sein, regelmäßig Informationen erhalten und Verantwortlichkeiten klären.

Hier sind vielfältige Formen denkbar und wünschenswert.

Im Folgenden werden daher exemplarische Fragestellungen für die Schulleitung angeboten, welche Handlungsfelder zur Unterstützung der Netzwerkarbeit eröffnen.

Materialien

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Im Kontext der Arbeit von Netzwerken fallen vielfältige Aufgaben an: das Verfassen von Einladungen, die Planung, Durchführung und Nachbereitung der Treffen oder die Anfertigung von Protokollen sind einige davon. Diese Aufgaben können durch eine Netzwerkleitung übernommen werden.

In einem reinen Austauschnetzwerk ist der Verzicht auf die Besetzung einer solchen Rolle sicher eher denkbar als in einem Entwicklungsnetzwerk (→ "Wann gelingt Netzwerkarbeit?").

Im Folgenden werden die Aufgabenfelder für die Netzwerkleitung genauer beschrieben.

Materialien

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Wer in einem Netzwerk mitarbeiten möchte, schätzt häufig den `Blick über den Tellerrand´ und die Möglichkeit, sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen auszutauschen, um so die eigenen Kompetenzen, Kenntnisse und Perspektiven zu erweitern. Die Entscheidung darüber, welche Personen einer Schule an einem Netzwerk teilnehmen, hat neben solchen persönlichen Motivationen und Merkmalen auch systemische Komponenten zu berücksichtigen. Wichtig ist beispielsweise, ob die Personen über das Mandat und die Möglichkeiten verfügen, die Inhalte der Netzwerkarbeit in die eigene Schule zu transportieren und dort nachhaltig zu verankern.

Grundsätzlich kommen alle schulischen Akteure für die Mitarbeit in einem Netzwerk in Frage. Die weiterführenden Informationen nehmen Akteure in den Blick vor dem Hintergrund, welche Funktionen im Netzwerk vertreten sein sollen, welche Haltungen hilfreich sind und von welchen Persönlichkeiten das Netzwerk lebt.

Materialien

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Netzwerktreffen sind die zentralen Knotenpunkte der Netzwerkarbeit. Sie werden von einer vorher festgelegten Person oder Kleingruppe strukturiert, organisiert und moderiert.

Netzwerke können unterschiedlich organisiert sein. Unabhängig davon sollten folgende grundlegende Aspekte bei der Organisation bedacht werden:

  • Zielsetzung des Netzwerkes (→ "Bietet sich für die Bearbeitung unseres Vorhabens ein Netzwerk an?")
  • Häufigkeit und Rahmen der Netzwerktreffen
  • Schrittigkeit / Einzelziele der Netzwerktreffen und dazu passende Arbeitsmethoden
  • Rolle der Moderierenden/Organisierenden (→ "Brauchen Netzwerke eine Leitung?")
  • Zur Verfügung stehende Ressourcen

“Es empfiehlt sich, die Netzwerktreffen auf der Grundlage eines definierten Verlaufs und mit definierten Instrumenten abzuwickeln. Vor dem Hintergrund zahlreicher Akteure wird dadurch die Qualität gesichert.” (Schweder, 2011, S.11).

Materialien

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Wird Evaluation als Qualitätskontrolle zur Verbesserung von Schule und Unterricht verstanden, so sollten sich Personen, welche im Rahmen von Netzwerkarbeit schulische Entwicklungsvorhaben gestalten, zu verschiedenen Zeitpunkten mit den Wirkungen der entwickelten Ansätze auseinandersetzen – idealerweise zeitnah zu den zu prüfenden Arbeitsschritten:

  • Eine Bestandsaufnahme zu Beginn klärt Voraussetzungen für die Planung,
  • Zwischenevaluationen eignen sich zur Prüfung der Zielerreichung und eröffnen fundierte Nachsteuerungspotentiale,
  • eine Abschlussevaluation gibt Auskunft über den Gesamterfolg der Maßnahmen.

 Dabei sind Evaluationen prinzipiell auf zwei Ebenen der Netzwerkarbeit sinnvoll:

  • Sie können Auskunft über die Entwicklungsvorhaben der Einzelschulen geben und
  • sie können die Arbeit im ganzen Netzwerk analysieren (Zufriedenheit der Teilnehmenden, konkreter Nutzen, ...).

Im Folgenden wird der Schwerpunkt auf Evaluationen in den Einzelschulen gelegt. Es wird dargestellt, welche Ziele mit einer Evaluation verfolgt werden, wie eine Evaluation geplant, durchgeführt und analysiert werden kann, wobei insbesondere ein Blick auf geeignete Evaluationsinstrumente geworfen wird.

Materialien

Ergebnisse als Umfrage-Check-Up aus dem Projekt Lernpotenziale (Externer Link auf PDF)

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Netzwerkarbeit ist dann nachhaltig, wenn Arbeitsergebnisse regelmäßig dokumentiert und gesichert werden. Die Dokumentation der Netzwerkarbeit bietet eine Standortbestimmung beispielsweise für Schulen, Projektverantwortliche, Partner im Projekt oder Bildungsadministration – und damit die Chance zur Reflexion und Nachsteuerung der Netzwerkarbeit.

Weil Netzwerkarbeit prozessorientiert ist, bietet sich eine Dokumentation auch im Prozess, beispielsweise mithilfe eines fortlaufend geführten Projektplans, an. So können Elemente der Planung, Arbeitsschritte und der Verlauf der Netzwerkarbeit sowie wichtige Zwischenergebnisse abgebildet werden.

Weitere Formate der Dokumentation und Sicherung der Arbeitsergebnisse im Kontext der Netzwerkarbeit sind Protokolle und Berichte, Lerntagebücher, Fotodokumentationen, Flyer, Mind Maps oder auch digitale Formate wie Film- oder Sprachaufzeichnungen (Jungermann, Pfänder & Berkemeyer, 2018, S. 82). Für eine nachhaltige Sicherung der Dokumente bieten sich auch digitale Plattformen an, auf die alle Beteiligten jederzeit zugreifen können. Es gibt verschiedene Bereiche, für die eine Dokumentation sinnvoll ist. Diese werden im Folgenden dargestellt.

Materialien

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In Netzwerken lernen die beteiligten Schulen miteinander und voneinander, insbesondere auch durch den Besuch eines Schulteams an einer anderen gastgebenden Schule. Diese Gastgeberschule kann im gleichen regionalen Netzwerk sein, in einem anderen Netzwerk des Projektes (netzwerkübergreifend) – oder sie nimmt gar nicht am Projekt teil. Der Gewinn für die hospitierende Schule ist dabei, unmittelbare Anregungen und Impulse zu ausgewählten Aspekten der Schulentwicklung von der Gastgeberschule durch persönliche Teilnahme zu erhalten und für die Planung und Gestaltung eigener Entwicklungsvorhaben zu nutzen. Die Gastgeberschule bekommt Rückmeldungen und Einschätzungen zu den präsentierten Aspekten durch die Besucher.

Gegenseitige Hospitationen können für den eigenen Schulentwicklungsprozess gewinnbringend genutzt werden, indem neue Eindrücke gewonnen und bisherige Lernerfahrungen im Sinne eines Wissenstransfers ausgetauscht werden (Stade & Hoffmann-Michel, 2009, S. 5).

Konzepte oder Konzeptbausteine werden präsentiert, um diese kennenzulernen, Übertragungsmöglichkeiten auszuloten und Feedback zu geben und auch zu erhalten.

Materialien

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Entwicklungsnetzwerke enden, wenn die Teilnehmenden alle Meilensteine im Netzwerkprojekt bearbeitet und möglichst die Ziele ihres Entwicklungsvorhabens erreicht haben.

Zu diesem Zeitpunkt kann jedoch durchaus beschlossen werden, die Netzwerkarbeit mit einem anderen Entwicklungsvorhaben fortzuführen oder mit einer veränderten Zielsetzung – beispielsweise dem dauerhaften Austausch – neu zu starten.

Hierbei können die Teilnehmenden konstant bleiben oder wechseln.

Wird eine Netzwerkarbeit beendet, sollte dies mit einer Rückschau auf den Prozess und der Würdigung der geleisteten Arbeit und der erzielten Ergebnisse erfolgen.

Materialien

Erklärvideo

Projektmanagement: Smarte Ziele (Externer Link)

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