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Geschlechterreflektierende Übungen und Methoden

In dieser Rubrik gibt es eine Auswahl an Methoden und Übungen zur Reflexion von Geschlecht, die sich für verschiedene Unterrichtsfächer und außerunterrichtliche Bereiche eignen. Diese Seite befindet sich noch im Aufbau und wird kontinuierlich ergänzt und erweitert.

Eine wichtige Frage bei der Auswahl und Durchführung von geschlechterreflektierenden Methoden und Übungen ist, ob durch die Thematisierung von Geschlecht Stereotypen und Festschreibungen nicht verstärkt werden. Unter Umständen ist für die Sichtbarmachung von Geschlechterverhältnissen, Geschlechterbildern und Ungleichheiten eine vorübergehende Dramatisierung von Geschlecht notwendig.

Auf diese Dramatisierung von Geschlecht sollte jedoch immer eine Entdramatisierung folgen, damit pädagogische Arbeit nicht zur Verstärkung von geschlechtsbezogenen Stereotypen und ggf. sogar Diskriminierungen beiträgt. In ihrem Beitrag Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung (PDF, 2 MB) beschreibt Katharina Debus diesen Zusammenhang.

Dies ist eine Einstiegsübung für alle pädagogischen Fachkräfte: Man positioniert sich zu verschiedenen Statements zur Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit in der Schule und kommt in einen ersten Austausch miteinander.

Die Schülerinnen und Schüler erstellen Collagen zu ihren Zukunftsvorstellungen und Lebensentwürfen. Anhand der Ergebnisse kommen sie über Gender ins Gespräch.

Das Außerirdische MOX befragt Kinder zu ihren Lebensumständen und Geschlechterbildern.

Anhand einer Textvorlage werden Schülerinnen und Schüler zur Reflexion von genderbezogenen Verhaltensweisen und Normierungen im eigenen Alltag angeregt.

Durch eine Versteigerung von Lebenswünschen, die die Schülerinnen und Schüler selbst formuliert haben, werden Zuschreibungen und Erwartungen reflektiert.

Schülerinnen und Schüler ordnen sich einem Statement zum Verhältnis von Jungen und Mädchen zu und tauschen sich über ihre Positionen aus.

Weitere Anregungen finden sich in verschiedenen Methodensammlungen wie beispielsweise

Neben einer kurzen Zusammenstellung der theoretischen Grundlagen liefert diese Sammlung viele Methoden und Übungen zur Geschlechterreflexion im Unterricht. Außerdem gibt es Anregung zur Selbstreflexion der Lehrkraft und weiterführende Tipps zu Filmen, Literatur und Unterrichtsmaterialien. (Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz, 2013)

Der Methodenordner bietet theoretische Hintergründe zu geschlechterreflektierender Bildungsarbeit, wobei auch Prinzipien, Haltungen und Widersprüche beschrieben werden. Das umfangreiche praxisorientierte Methodenkapitel liefert vielfältige Anregungen für den schulischen wie außerschulischen Arbeitsalltag. Der Methodenordner kann beim DGB Südniedersachsen für eine Schutzgebühr bestellt werden. (Autor_innenkollektiv, DGB Jugend, 2011)

Lehrkräfte und angehende Lehrkräfte finden hier Material zum Erwerb praxisbezogener Genderkompetenz. Kernstück der Werkmappe sind konkrete Trainingsprogramme. Ziel dieser Programme ist es, die Diskrepanz zwischen theoretischem Genderwissen und fehlender Umsetzung in der Praxis zu überwinden. Die Werkmappe kann im Buchhandel käuflich erworben werden. (Elisabeth Grünewald-Huber & Anne Gunten, 2009)