Jahrgangsstufen 7-10: Beruf und Arbeitswelt – Berufliche Orientierung vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
„Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“ - Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
– Darstellung einer Planung mit Impulsen zur Binnendifferenzierung / zum zieldifferenten Lernen (Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) – Jahrgangsstufen 7-10)Sie finden hier die exemplarische Planung einer Lernaufgabezum Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt. Diese Lernaufgabe zum Inhaltsfeld 12 „Beruf und Arbeitswelt“ entsprechend des Kernlehrplans für das Fach Wirtschaft-Politik an der Gesamtschule/Sekundarschule besteht aus drei Modulen und einer Hinführung in das Thema.
Die Planung ist mit Impulsen zur Binnendifferenzierung bzw. zum zieldifferenten Lernen versehen, so dass dieses Angebot sowohl in Klassen des Gemeinsamen Lernens als auch in der Förderschule eingesetzt werden kann.
Die Planungshinweise zur Arbeit mit einer Lernaufgabe umfassen konkrete Hinweise zur Planung und Ausgestaltung des Themas in einer Lerngruppe im Rahmen des Gemeinsamen Lernens mit Schülerinnen und Schülern, die in zieldifferenten Bildungsgängen unterrichtet werden.
Es werden verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten und Impulse zur Gestaltung zieldifferenten Lernens dargestellt. Die Lernaufgabe stellt ein Gerüst dar, das im Sinne eines binnendifferenzierten Unterrichts an die jeweilige Lerngruppe und deren Vorwissen und Lernstand angepasst werden kann.
Diese Planung ist in allen anderen Schulformen der Sekundarstufe I und der Förderschule mit entsprechenden Adaptionen einsetzbar.
Jahrgangsstufen 7-10: Beruf und Arbeitswelt – Berufliche Orientierung vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
„Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“ - Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Eine Lernaufgabe bestehend aus drei Modulen mit Impulsen zur Binnendifferenzierung / zum zieldifferenten Lernen (Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) – Jahrgangsstufen 7-10)
Zielsetzung
Die berufliche Orientierung ist ein zentrales Ziel aller allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, mögliche Zukunftsperspektiven zu vergegenwärtigen und sie zu einer selbstbestimmten beruflichen Lebensgestaltung zu befähigen.
„In der sozioökonomischen Bildung wird Berufsorientierung daher auch nicht als Steuerungs- und Anpassungstechnologie verstanden, sondern sie stellt die Bedürfnisse der Lernenden, ihre Entwicklungsmöglichkeiten und ihre Persönlichkeitsbildung in den Mittelpunkt. Sie möchte den Lernenden soziale und gesellschaftliche Orientierung geben und sie ermutigen, ihre Berufswünsche zu verfolgen.“ (Zurstrassen 2019, S. 140).
Durch die Betrachtung der Schülerin bzw. des Schülers als Subjekt mit seinen eigenen, ganz individuellen Stärken, Wünschen und Fähigkeiten können durch den Abgleich mit den Wünschen und Ansprüchen der Arbeitgeberseite politische, ökonomische und gesellschaftliche Strukturen deutlich gemacht und kritisch reflektiert werden.
Diese Intentionen finden sich wieder in den Zielsetzungen einer ökonomischen Bildung, wie sie Birgit Weber in ihrer Darstellung zur Fragestellung „Was Jugendliche über Wirtschaft wissen and können sollen. Ergebnisse einer flächendeckenden Curriculumanalyse der Sekundarstufe I (2019)“ kategorisiert hat. Dabei können bei dem vorliegenden Lernvorhaben nicht nur Einstellungen und Haltungen mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert werden, das Angebot bietet auch die Möglichkeit, sozioökonomisches Grundwissen, das in den unter B aufgelisteten Feldern verortet ist (Arbeit-Beruf-Unternehmen), aufzugreifen (siehe Abbildung). Solch ein Wissen wird somit nicht als ein auswendig zu lernendes verstanden, sondern „ist aus der Perspektive der Subjekte entlang relevanter sozioökonomisch geprägter Lebenssituationen zu ermitteln, in denen sie individuelle Entscheidungen treffen müssen (…)“. (Weber 2019, S. 41).In der Übersicht von Weber stehen im Bereich B: Arbeit – Beruf – Unternehmen im Kompetenzbereich B 1a Individuelle Berufs- und Lebensperspektiven entwickeln und Berufswahlprozess planen im Vordergrund.
Im Modul 1 wird dieser Bereich angesteuert. Zugleich trägt dieses Modul der in Nordrhein-Westfalen an den Schulen etablierten Maßnahmen der beruflichen Orientierung dahingehend Rechnung, dass die angestrebten Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler unmittelbar für eine Potenzialanalyse oder individuelle Beratungssettings genutzt werden können.
Im Modul 2 werden neben dem genannten Feld B 1a die Bereiche B1b Begründete und informierte erste Berufswahlentscheidung treffen und Bewerbungsprozess angemessen gestalten; B2 Äußere Einflüsse auf die Berufswahl erkennen und Handlungsspielräume erweitern angesprochen. Abhängig von individuellen Lernvoraussetzungen, didaktischen Zielsetzungen oder schulischen Vorgaben, kann die Planung auf weitere inhaltliche Felder ausgedehnt werden.
Unter der Perspektive, dass berufliche Orientierung eine kontinuierliche Entwicklungsaufgabe ist, wird im Modul 3 der Wandel in der Arbeitswelt als ein wichtiger Punkt im Berufsplanungsprozess thematisiert. Durch ein Verständnis hinsichtlich dieses Wandels und seiner Auswirkungen können die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen dieses Wandels gesamtgesellschaftlich und individuell beurteilen und werden in die Lage versetzt, diesen auch mitzugestalten. (vgl. Weber.2019) [Anmerkung: alle Zitate sind entnommen aus dem Buch Engartner, T. et al. (eds.) (2019). Was ist gute ökonomische Bildung? Leitfaden für den soziökonomischen Unterricht. Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag]

Die folgende Planung einer komplexen Lernaufgabe, die als Gerüst zu verstehen ist, die an die jeweilige spezielle Lerngruppe und deren Vorwissen und Lernstand angepasst werden muss, beruht auf dem Bestreben, verschiedene Kompetenzbereiche durch mehrere differenzierte, inhaltlich aufeinander aufbauende Aufgaben in ein möglichst authentisches Unterrichtssetting zu integrieren. Die Unterrichtsplanung erfolgt auf der Grundlage der Lernvoraussetzungen der Lerngruppe von der Lernaufgabe aus. Die Gliederung in einzelne Module greift bedeutsame, auf den Kernlehrplan bezogene Inhalte auf. Entsprechend der Anforderungen, die die Lernaufgabe stellt, sind Aufgaben bzw. Übungen vorgesehen, die allen Lernenden eine erfolgreiche Bearbeitung der Lernaufgabe ermöglichen. Einen motivierenden, möglichst authentischen Ausgangspunkt bieten die Concept Cartoons (Material Hinführung) , die eine Hinführung bzw. Einführung die Lernaufgabe ermöglichen sollen. Die beiden kontrastierenden Cartoons laden ein, über die gezeichneten Situationen, zu denen die Schülerinnen und Schüler einen Alltagsbezug herstellen können, in den Austausch über persönliche Zukunftspläne zu treten. Durch die Bearbeitung des Aufgabenspektrums, welches die Lernaufgabe in unterschiedlicher Komplexität und Anschaulichkeit eröffnet, sollen alle Schülerinnen und Schüler am Ende des Unterrichtsvorhabens die Frage: „Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“ differenziert beantworten können.
Das hier gewählte Modell zur Planung einer komplexen Lernaufgabe wurde in der QUA-LiS NRW für die Planung eines inklusiven Englischunterrichts entwickelt. Für die Planung eines inklusiven Geschichts- und Kunstunterrichts wurde es jeweils fachspezifisch adaptiert. Ebenso hier für den inklusiven Unterricht im Fach Wirtschaft-Politik. In diesem Verständnis ist die Lernaufgabe als ein zu erreichendes Ziel, als ein Endprodukt des gesamten Unterrichtsvorhabens formuliert. Diese Aufgabe muss offen formuliert sein, so dass ein Erreichen dieser Aufgabe auf unterschiedlichen Wegen möglich ist. Nur so kann diese im Sinne eines inklusiven Unterrichts den gemeinsamen Lerngegenstand bilden. Ausgehend von dieser Lernaufgabe erfolgt die Planung des Unterrichtsvorhabens. Die Kompetenzerwartungen stehen im Fokus und finden durch die basalen Entwicklungschancen eine wichtige Ergänzung für einen inklusiven Fachunterricht. Im Sinne des Modells für einen inklusiven Fachunterricht, welches den Entwicklungsarbeiten in der QUA-LiS NRW zugrunde liegt, ermöglicht ein Zusammenspiel verschiedener Planungselemente einen Fachunterricht, der im Rahmen des Gemeinsamen Lernens einer leistungsmäßig heterogenen Schülerinnen- und Schülergruppe eine Arbeit an einem gemeinsamen Lerngegenstand, der auf unterschiedlichen Erfahrens- und Erkenntniswegen erschlossen werden kann. Die Aufgaben sind curricular verankert und werden bestimmt durch die Kompetenzbereiche des Faches. Die Arbeit daran ist eingebettet in eine Lernumgebung, die eine entsprechende Struktur vorhält, die neben fachlich-curricularen Aspekten auch entsprechend sonderpädagogischer Förderpraxis individuell-entwicklungsbezogene Aspekte berücksichtigt. Lernumgebungen, die möglichst allen Lernern bestmögliche Lern- und Entwicklungsbedingungen ermöglichen, bieten herausfordernde Inhalte und Aufgabenarrangements zum Kompetenzerwerb. Prinzipien der Differenzierung und Variationen in der Aufgabengestaltung unterstützen diesen Anspruch. Bei der Gestaltung von Aufgaben und der Strukturierung der Lernumgebung werden die möglichen Entwicklungschancen aus den basalen Entwicklungsbereichen, wie sie von der Kultusministerkonferenz (KMK). für die inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen beschrieben werden, berücksichtigt. Entsprechend der Lern- und Entwicklungsplanung werden fachliche Kompetenzerwartungen und Entwicklungschancen individuell gewichtet und durch vereinbarte Maßnahmen unterrichtlich eingebunden. Fachliche und sonderpädagogische Beiträge zur Unterrichtsplanung können in der Planung einer solchen Lernaufgabe von unterschiedlichen Professionen zusammengeführt werden. Die Nutzung des Modells oder Teilbereiche des Modells können als Schablone, über die ein gemeinsamer Austausch stattfindet, für eine Unterstützung einer gemeinsamen Unterrichtsplanung dienen (Roters/Gerlach/Eßer, 2018, 20)
Die Funktion dieser Lernaufgaben ist es, eine Arbeit an einem gemeinsamen Lerngegenstand zu ermöglichen. Sie eröffnet Möglichkeiten
- an Vorwissen anzuknüpfen und Möglichkeiten zu schaffen, Kompetenzen kumulativ auszubauen,
- kooperatives Arbeiten zu fördern,
- selbstständiges Lernen auszubauen,
- individuelle Lernwege auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus und vielfältige Darstellungsmöglichkeiten zu unterstützen.
Durch die Authentizität dieser Lernaufgabe wird eine lernförderliche handlungs- und prozessorientierte Gestaltung von Unterricht möglich. (vgl. Körber, A. 2019; Eßer, S.; Roters, B.; Gerlach, D., 2018, 16) Entsprechend den Anforderungen, die die Lernaufgabe stellt, werden Aufgaben bzw. Übungen vorgesehen, die allen Lernenden eine erfolgreiche Bearbeitung der Lernaufgabe ermöglichen. Kleinschrittige, hoch differenzierte und gelenkte Aufgaben, die passgenau zugeschnittenen sind, dienen „als unterstützende Angebote, die helfen, mit der grundsätzlich komplexen Aufgabe umzugehen, Materialien zu erschließen, eigene (Be-)Deutungen zu formulieren, mit anderen über das Thema und das eigene Denken zu kommunizieren.“ (Körber 2019) Die Absolvierung einer komplexen Lernaufgabe stellt hohe Ansprüche an die Schülerinnen und Schüler, den eigenen Lernprozesses selbstständig zu gestalten. Für Schülerinnen und Schüler, die in einem zieldifferenten Bildungsgang unterrichtet werden, ist die Förderung der Lernentwicklung ein wichtiger Baustein. Entsprechend müssen in einem selbstständig gestalteten Lernprozess Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, damit alle Schülerinnen und Schüler eine entsprechende Förderung erhalten. Für eine umfassende und flexible Planung und Gestaltung von Lernumgebungen werden u.a. verschiedene Dimensionen des classroom management und Kriterien zum Scaffolding berücksichtigt. Das classroom management bietet Orientierungspunkte zur Rahmung des Unterrichts, wodurch Handlungssicherheit für alle Beteiligte geboten wird. In Ergänzung dazu lassen sich aus dem Konzept des Scaffolding konkrete Hilfestellungen für die Bereitstellung fachlicher Inhalte auf unterschiedlichen Niveaus ableiten. Diesen Konzepten liegt ein Verständnis von Unterricht zugrunde, der angeregt durch kooperative Lernprozesse auf eine Entwicklung größtmöglicher Eigenverantwortung der Lernenden abzielt. Auch wenn Arbeitspläne differenziert werden, ist eine individuelle personale Unterstützung für Lernende notwendig, um Handlungssicherheit zu gewährleisten. Die Aufgabe der Lehrkraft besteht darin, aufgrund der Diagnose des Lernstandes einzelne Schülerinnen und Schüler bei der Ausgestaltung der Lernaufgabe zu unterstützen. Auch Lernpaten/Buddys könnten zur Unterstützung eingesetzt werden
Das Inhaltsfeld Beruf und Arbeitswelt wird dort folgendermaßen strukturiert (in dieser Planung weniger berücksichtige Aspekte sind ausgegraut): Inhaltliche Schwerpunkte:
- Arbeit und ihre Bedeutung für das Individuum: Existenzsicherung und Sinnstiftung
- Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft:
Arbeitsteilung, Wertschöpfung,sozialer Frieden Care-Arbeitund Ehrenamt- Berufswahl als Entscheidungsprozess
- Berufsfelder und ihre Anforderungsprofile
Schulische und betriebliche Ausbildungssysteme in Deutschland- Der Arbeitsmarkt und Arbeitsformen im Wandel
- E
xistenzgründung: Voraussetzungen, Formen und Strategien Chancen und Herausforderungen unternehmerischer Selbstständigkeit
SachkompetenzDie Schülerinnen und Schüler
- beschreiben ihre Stärken, Interessen und Fähigkeiten als Grundlage ihres beruflichen Orientierungsprozesses,
- stellen auch unter Berücksichtigung der
Gender-Perspektiveund Inklusion unterschiedliche Berufe, Bildungs- und Ausbildungswege sowie deren Anforderungsprofile und Einkommensmöglichkeiten dar, - beschreiben die auch infolge
nachhaltiger Politikund der digitalen Transformation sich wandelnde Arbeitswelt und den Arbeitsmarkt, beschreiben die Vielfalt selbstständiger Berufe und Grundlagen unternehmerischer Tätigkeit.
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler …
- diskutieren die Bedeutung von bezahlter und unbezahlter Arbeit für den Menschen und für die Gesellschaft,
- diskutieren das Verhältnis von Arbeit und Freizeit,
- erörtern kriterienorientiert die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt,
- bewerten Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelnen im Hinblick auf die eigene Berufswahl,
- beurteilen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung der Arbeitswelt,
- be
urteilen in Grundzügen Chancen und Risiken unternehmerischer Selbstständigkeit
Neben den Kompetenzerwartungen des Bildungsganges „Gesamtschule-Sekundarstufe der Sekundarstufe I“ werden im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitswelt zuzuordnen sind. Wobei die Kompetenzerwartungen beider Inhaltsfelder deckungsgleich sind.
Hinweise zu den Kompetenzerwartungen im zieldifferenten Bildungsgang Lernen
Die Planung und die exemplarisch dargestellten differenzierten Aufgaben orientieren sich an den im Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) genannten Kompetenzen. Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die im zieldifferenten Bildungsgang Lernen unterrichtet werden, bilden keine homogene Gruppe. Für den Erwerb eines dem Hauptschulabschluss (nach Klasse 9) gleichwertigen Abschlusses (§ 35 Abs. 3 AO-SF) bilden die Kompetenzerwartungen des Kernlehrplanes Hauptschule die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung. Gemäß Paragraf 17 der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (AO-SF) erfolgt mindestens einmal jährlich durch die Klassenkonferenz eine Überprüfung dahingehend, ob der festgestellte Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. Die Lern- und Entwicklungsplanung legt die individuelle Zielerreichung fest. Hinsichtlich der fachlichen Ziele ist sie am Kernlehrplan Wirtschaft und Arbeitswelt für die Hauptschule orientiert. Die Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (AO-SF) macht in Paragraf 32 zur Leistungsbewertung folgende Ausführungen:
§ 32 Leistungsbewertung
(1) Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden auf der Grundlage, der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens sowie die individuellen Anstrengungen und Lernfortschritte.
(2) Die Schulkonferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 oder ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen von Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Noten möglich ist. Dies setzt voraus, dass die Leistung den Anforderungen der jeweils vorhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule oder der Hauptschule entspricht. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen
Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die im zieldifferenten Bildungsgang Geistige Entwicklung unterrichtet werden, bilden keine homogene Gruppe. Gemäß Paragraf 17 der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (AO-SF) erfolgt mindestens einmal jährlich durch die Klassenkonferenz eine Überprüfung dahingehend, ob der festgestellte Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung und der festgelegte Förderschwerpunkt weiterhin bestehen. Die Lern- und Entwicklungsplanung legt die individuelle Zielerreichung fest. Die Verordnung über die sonderpädagogische Förderung, den Hausunterricht und die Schule für Kranke (AO-SF) macht in den Paragrafen 38 und 40 zum Unterricht bzw. der Leistungsbewertung folgende Ausführungen:
§ 38 Unterricht
Der Unterricht fördert Kompetenzen in den Entwicklungsbereichen Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Sozialisation und Kommunikation. Er erstreckt sich auf die Aufgabenfelder Sprache und Kommunikation, Mathematik und naturwissenschaftlichen Unterricht, Arbeitslehre, Bewegungserziehung/Sport, musisch-ästhetische Erziehung und Religiöse Erziehung/Ethik. Die Gewichtung der unterrichtlichen Angebote richtet sich nach den Bildungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler.
§ 40 Leistungsbewertung
Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden ohne Notenstufen auf der Grundlage der im Förderplan festgelegten Ziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens sowie die individuellen Anstrengungen und Lernfortschritte.
„Inklusiver Fachunterricht unterbreitet fachbezogene Bildungsangebote für alle Schülerinnen und Schüler und ermöglicht individuelle Lernfortschritte und subjektiv sinnvolle Teilhabe an gemeinschaftlich erlebten Unterrichtsangeboten.“ (Musenberg & Riegert 2015: 24) Eine differenzierte Unterrichtsgestaltung setzt fachdidaktische Ansprüche des Unterrichtsfaches in Beziehung zu individuellen Kenntnissen, Kompetenzen, Perspektiven und Interessen (ebd.). Mögliche Entwicklungschancen werden markiert, die – abhängig vom Lern- und Entwicklungsplan der Schülerinnen und Schüler – individuelle Berücksichtigung für Einzelne oder Gruppen finden können. Eine Konkretisierung bezüglich der Verknüpfung von fachlichen Kompetenzerwartungen und Entwicklungschancen erfolgt durch Absprachen zwischen der Fachlehrkraft und der Förderschullehrkraft. Die Entscheidung, ob die Entwicklungschancen im Klassenunterricht oder in speziellen Fördersettings (Kleingruppen- oder Einzelförderung) in ausreichendem Maß zum Tragen kommen können, kann ebenfalls nur in Abhängigkeit vom Lern- und Entwicklungsprofil einer Schülerin/eines Schülers sowie den organisatorischen Gegebenheiten der jeweiligen Schule getroffen werden. Unabhängig von der Fragestellung der zieldifferenten Bildungsgänge spielt auch im Gemeinsamen Lernen die Unterstützung zielgleich geförderter Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf durch Nachteilsausgleich eine Rolle.
Die gesamte Lernaufgabe gliedert sich in drei Module. Damit werden inhaltliche Schwerpunkte des Inhaltsfeldes 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) Jahrgangsstufen 7-10 abgebildet:
- Arbeit und ihre Bedeutung für das Individuum: Existenzsicherung und Sinnstiftung
- Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft:Wertschöpfung
- Ehrenamt
- Berufswahl als Entscheidungsprozess
- Berufsfelder und ihre Anforderungsprofile
- der Arbeitsmarkt und Arbeitsformen im Wandel
Die drei Module sind:
1) Welche Wünsche habe ich an meine Zukunft nach der Schule? Die Rolle als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer reflektieren – Warum arbeiten Menschen?
2) Welche Ansprüche werden an mich gestellt, welche Ansprüche habe ich? Welche Erwartungen und Fähigkeiten bringe ich mit? – Einen Ausgleich zwischen Wünschen, Potenzialen und Berufsprofil anstreben.
3) Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? - Ausgestaltung eines Portfolio-Beitrages zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Die drei Module können auch abhängig von den Bedürfnissen der Lerngruppe individuell ausgewählt und gestaltet werden. Das dritte Modul könnte auch zu einer separaten Lernaufgabe ausgebaut werden
Ausführliche Darstellungen der einzelnen Module finden sich in einem Extradokument. Dort werden exemplarische Übungen bzw. Aufgaben dargestellt und entsprechende Differenzierungsmöglichkeiten erläutert. Die Darstellung der Übungen bzw. Aufgaben erfolgt in Form einer zweispaltigen Tabelle:
a. Kurzdarstellung der Übung bzw. Aufgabe
b. Impulse zur Binnendifferenzierung/zum zieldifferenten Lernen.
Einzelne exemplarische Aufgaben bzw. Übungen und Materialien können im Menüpunkt „Materialien zur Lernaufgabe“ angesteuert werden und stehen zum Download bereit
Differenzierte bzw. individualisierte Zugänge ermöglichen ein selbstständiges Arbeiten vor dem Hintergrund der individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler in ihren jeweiligen Bildungsgängen. Die Absolvierung dieser Lernaufgabe stellt hohe Ansprüche an die selbstständige Gestaltung des eigenen Lernprozesses und die zielführende Gestaltung sozialer und kommunikativer Handlungssituationen. Für Schülerinnen und Schüler, die in einem zieldifferenten Bildungsgang unterrichtet werden, ist die Förderung der Lernentwicklung ein wichtiger Baustein. Entsprechend müssen Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, damit Schülerinnen und Schüler eine entsprechende Förderung erhalten. Auch wenn Aufgaben bzw. Übungen differenziert angeboten werden, ist zusätzliche individuelle personale Unterstützung notwendig, um Handlungssicherheit zu gewährleisten. Die Aufgabe der Lehrkraft besteht darin, aufgrund der Diagnose des Lernstandes einzelne Schülerinnen und Schüler bei der Ausgestaltung der Lernaufgabe zu unterstützen. Eine gut strukturierte Hinführung und eine durchgängige Begleitung und Strukturierung der Schülerinnen und Schüler durch die Lehrkraft können unterstützend wirken. Die Unterrichtsplanung berücksichtigt folgende Differenzierungsmöglichkeiten (u.a. unter Berücksichtigung von Kriterien aus dem Universal Designs for Learning UDL)
• durch Material (z.B. mit unterstützenden Visualisierungen)
• nach Arbeitsstruktur (z.B. ritualisierter Ablauf, differenzierte Arbeitsschwerpunkte, wechselnde Sozialformen)
• durch Unterstützungsstrukturen (z.B. Veränderung der Aufgaben in Form und Inhalt, verschiedene Übungsvarianten, ein Hilfetisch mit weiteren Unterstützungsmöglichkeiten)
Auf der Basis des individuellen Lern- und Entwicklungsplans und den darin festgelegten zu fördernden Kompetenzen erfolgt eine gezielte Auswahl der Impulse für den Unterricht. Diese werden als individuelle Maßnahmen gestaltet und entsprechend im Lern- und Entwicklungsplan dokumentiert. Die exemplarisch dargestellten Aufgaben veranschaulichen einige Möglichkeiten der Differenzierung, auch unter Berücksichtigung der zieldifferent Lernenden. Weitere Möglichkeiten der differenzierten Gestaltung von Aufgaben und deren Einbettung in unterstützende Lernumgebungen
Entsprechend den Erfordernissen der Lerngruppe und/oder einzelner Schülerinnen und Schüler können Elemente des Classroom Management zur Gestaltung einer lern- und entwicklungsförderlichen Lernumgebung eingesetzt werden.
Kooperation der Schülerinnen und Schüler: Welches Maß können die Schülerinnen und Schüler selbstständig leisten? – Wo ist Einzelarbeit notwendig/hilfreich?
Unterrichtliche Klarheit z. B. durch Visualisierung des Ablaufs, der Inhalte
Struktur der Lernumgebung z. B. durch Einrichten eines Hilfetisches mit zusätzlichem/alternativem Material, wie den Hilfekarten, Planung der Sitzordnung, Berücksichtigung von Entwicklungschancen, Scaffolds für ausgewählte Aufgaben z.B. der Wortspeicher.
Ritualisierte Verfahrensweisen z. B. durch ein abgestimmtes System der Kooperation bzw.
Hilfestellung der Schülerinnen und Schüler und Begleitung im Unterricht. Weitere Elemente finden sie hier
Sonderpädagogische Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote können beim einzelnen Kind oder Jugendlichen eine spezifische Ausprägung in bestimmten Bereichen haben, wodurch sich Schwerpunkte der Förderung ergeben. Entsprechend können fachliche Anforderungen, die in der Lernaufgabe verortet sind, für manche Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung, für andere wiederum eine Überforderung darstellen kann. Umso wichtiger ist es, über die Eröffnung von Entwicklungschancen für Lernende spezifische Felder zu öffnen und damit ein gemeinsames Lernsetting zu ermöglichen. Im zieldifferenten Lernen kann sowohl ein Zugang über das fachliche Lernen als auch über die Entwicklungschancen gelegt werden. Eine Darstellung möglicher Entwicklungschancen ist jeweils in der Darstellung der einzelnen Module verortet
Der Advance Organizer zur Lernaufgabe: „Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“ - Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt bietet Struktur, Übersicht, Orientierung und Zieltransparenz für alle Schülerinnen und Schüler. Er umfasst alle Inhalte der geplanten Module, beschreibt Kompetenzanforderungen des Faches und markiert den Kern des Themas. Die Lehrkraft führt mit Hilfe des Advance Organizers in die Lernaufgabe ein. Dieser bleibt in allen Stunden, die der Bearbeitung der Lernaufgabe dienen, präsent. Damit erhalten die Schülerinnen und Schüler bereits zu Beginn der Lernaufgabe einen strukturierten Überblick. Abhängig von der Lerngruppe und ihren Lernvoraussetzungen können die Lerner in diesen Prozess miteinbezogen werden bzw. gestalten sie den Advance Organizer mit. Dabei erfolgt der Überblick nicht chronologisch. Stattdessen versucht die Lehrkraft, Zusammenhänge verschiedener Aspekte für die Schülerinnen und Schüler deutlich zu machen. Im Sinne der Verantwortungsübernahme der Schülerinnen und Schüler für ihren eigenen Lernprozess ermöglicht der Advance Organizer auch eine Transparenz der anzustrebenden Kompetenzen
„Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“ Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Eine Lernaufgabe bestehend aus drei Modulen mit Impulsen zur Binnendifferenzierung / zum zieldifferenten Lernen (Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) – Jahrgangsstufen 7-10)
Hinführung
Die Hinführung bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die Lernaufgabe vor bzw. bietet durch die Anlehnung an die Methode Concept Cartoon einen motivierenden Einstieg in diese. Es ist davon auszugehen, dass die dort gezeichneten Situationen aus dem Tagesablauf eines exemplarischen Schülers von ihnen aufgrund ihrer Alltagserfahrungen bzw. ihres Alltagswissens nachvollzogen werden können und zum spontanen Austausch einladen.
Das Prinzip der Lernaufgabe beruht auf dem Grundsatz, verschiedene Kompetenzbereichedurch mehrere im Anspruchsniveau differenzierte, inhaltlich aufeinander aufbauendeAufgaben bzw. Übungen in ein möglichst passgenaues Unterrichtsangebot zu integrieren. Indiesem Verständnis ist die Lernaufgabe als ein zu erreichendes Ziel, als ein Endprodukt desgesamten Unterrichtsvorhabens formuliert. Diese Aufgabe muss offen formuliert sein, sodass ein Erreichen dieser Aufgabe auf unterschiedlichen Wegen möglich ist. Nur so kanndiese im Sinne eines inklusiven Unterrichts den gemeinsamen Lerngegenstand markieren.
Ausgehend von dieser Lernaufgabe erfolgt die Planung des Unterrichtsvorhabens.Die hier dargestellte Lernaufgabe besteht aus dem Erstellen eines Portfolios zuWünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt unterder Fragestellung: „Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“.
Dieses Produkt markiert das Ziel, welches die Schülerinnen und Schüler im Rahmen diesesUnterrichtsangebots erreichen sollen.
Die Lehrkraft berücksichtigt dabei sowohl die Kompetenzen des Kernlehrplans als auch die individuell vereinbarten Kompetenzen derLern- und Entwicklungsplanung sowie den Grad der Progression.
Die Lernaufgabe besteht aus drei Modulen:
1)Welche Wünsche habe ich an meine Zukunft nach der Schule? Die Rolle als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer reflektieren – Warum arbeiten Menschen?
2)Welche Ansprüche werden an mich gestellt, welche Ansprüche habe ich? WelcheErwartungen und Fähigkeiten bringe ich mit? – Einen Ausgleich zwischen Wünschen,Potenzialen und Berufsprofil anstreben.
3)Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? - Ausgestaltung eines Portfolio-Beitrageszu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Die Planung ist verortet im Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe IGesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch)Jahrgangsstufen 7-10. Im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens werdenKompetenzerwartungen des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule
angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitsweltzuzuordnen sind. Wobei die Kompetenzerwartungen beider Inhaltsfelder deckungsgleichsind.Durch die Verknüpfung von möglichen anzusteuernden Kompetenzen sowohl im FachWirtschaft-Politik als auch in den basalen Entwicklungsbereichen eröffnen sich Entwicklungschancen , die für zieldifferent Lernende entsprechendihres Lern- und Entwicklungsplanes genutzt werden können.
Eine auf das Individuumbezogene Planung kann hierdurch eher fachliche oder entwicklungsbezogene Zugänge fürden Unterricht definieren. Ein gemeinsames Lernsetting kann dadurch unterstützt werden.Diese exemplarische Planung muss jeweils an die spezifische Lerngruppe und deren Vorwissen und Lernstand angepasst werden
Die hier angebotenen zwei Cartoons sind mit ungefüllten Sprech- bzw. Gedankenblasen versehen, die die Schülerinnen und Schüler füllen und auch ergänzen können. Sie können so ihre eigenen Erfahrungen, Vorstellungen und Meinungen zum Ausdruck bringen und in der Gruppe miteinander in den Austausch treten.Das sehr persönliche Thema dieser Lernaufgabe, berufliche Möglichkeiten als Beitrag zur persönlichen Lebenszufriedenheit für sich zu erarbeiten, soll mit einem möglichst offenen Anfangspunkt gestartet werden. Die beiden kontrastierenden Cartoons laden ein, über die gezeichneten Situationen, zu denen die Schülerinnen und Schüler einen Alltagsbezug herstellen können, in den Austausch zu treten. Leere Gedanken- und Sprechblasenvorlagen können angeboten werden, die von den Schülerinnen und Schülern mit Text gefüllt werden. Diese können den Cartoon vervollständigen. Dieser Austausch unter den Schülerinnen und Schülern könnte durch eine Gruppenarbeit, die dem Austausch im Plenum vorgeschaltet würde, intensiviert werden. In den Gruppen würde jeweils ein Cartoon mit Sprach- und Gedankenblasen vervollständigt. Anschließend werden diese ins Plenum eingebracht und ein argumentativer Austausch über die unterschiedlichen Aussagen der Cartoons könnte stattfinden. Die Lerngruppe hat so einen gemeinsamen Ausgangspunkt für die Arbeit an den einzelnen Modulen der Lernaufgabe. In der Plenumsphase bietet es sich an, dass die in der Curriculumanalyse von Weber aufgeführten allgemeinen und spezifischen Ziele aus dem Bereich „Arbeit – Beruf – Unternehmen“ benannt und besonders hervorgehoben werden.
Können durch die leeren Cartoons Schülervorstellungen erhoben werden und zu einer Diskussion anregen, ermöglichen ausgefüllte Concept Cartoons durch die bildlich und insbesondere die sprachliche Darstellung Zusammenhänge zwischen dem alltäglichen Leben und wissenschaftlichen Fachkonzepten herzustellen (vgl. Buchberger, Eigler, Kühberger 2020, S. 8).
Concept Cartoons verfolgen den Hauptzweck, den anschließenden Lehr- und Lernprozess zu unterstützen. Weitere Informationen bietet z.B. das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen, Salzburg: Concept Cartoons - Methoden für Politisches Lernen - Geschichtsdidaktik Politikdidaktik Standort SalzburgAls Material stehen zwei „Concept Cartoons“ zur Verfügung:
Modul 2 Welche Ansprüche werden an mich gestellt, welche Ansprüche habe ich? Welche Erwartungen und Fähigkeiten bringe ich mit? - Einen Ausgleich zwischen Wünschen, Potenzialen und Berufsprofil anstreben.
In diesem Modul erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich mit beruflichen Ansprüchen und Erwartungen, die die Arbeitswelt an Auszubildende stellt, auseinanderzusetzen und mit ihren Stärken und Fähigkeiten abzugleichen. Dabei ist es möglich, die individuellen Erkenntnisse der Potentialanalyse erneut aufzugreifen und diese in einen konkreten Kontext zu setzen. Dem Modul liegt ein Verständnis einer beruflichen Orientierung zugrunde, das auf einen Leitgedanken sozioökonomischer Bildung fokussiert: „Berufsorientierung in der sozioökonomischen Bildung ist in erster Linie den Lernenden verpflichtet und sieht ihre Aufgabe in der sozialwissenschaftlichen Aufklärung als Grundlage von Mündigkeit – auch bei der Berufswahl.“ (Zurstrassen 2019, S. 150)
Das Prinzip der Lernaufgabe beruht auf dem Grundsatz, verschiedene Kompetenzbereiche durch mehrere im Anspruchsniveau differenzierte, inhaltlich aufeinander aufbauende Aufgaben bzw. Übungen in ein möglichst passgenaues Unterrichtsangebot zu integrieren. In diesem Verständnis ist die Lernaufgabe als ein zu erreichendes Ziel, als ein Endprodukt des gesamten Unterrichtsvorhabens formuliert. Diese Aufgabe muss offen formuliert sein, so dass ein Erreichen dieser Aufgabe auf unterschiedlichen Wegen möglich ist. Nur so kann diese im Sinne eines inklusiven Unterrichts den gemeinsamen Lerngegenstand markieren. Ausgehend von dieser Lernaufgabe erfolgt die Planung des Unterrichtsvorhabens (siehe Hinweise zur Planung). Die hier dargestellte Lernaufgabe besteht aus dem Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt unter der Fragestellung: „Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“. Dieses Produkt markiert das Ziel, welches die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieses Unterrichtsangebots erreichen sollen. Die Lehrkraft berücksichtigt dabei sowohl die Kompetenzen des Kernlehrplans als auch die individuell vereinbarten Kompetenzen der Lern- und Entwicklungsplanung sowie den Grad der Progression.
Die Lernaufgabe besteht aus drei Modulen:
Welche Wünsche habe ich an meine Zukunft nach der Schule? Die Rolle als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer reflektieren.
– Warum arbeiten Menschen? Welche Ansprüche werden an mich gestellt, welche Ansprüche habe ich? Welche Erwartungen und Fähigkeiten bringe ich mit?
- Einen Ausgleich zwischen Wünschen, Potenzialen und Berufsprofil anstreben. Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?
- Ausgestaltung eines Portfolio-Beitrages zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Die Planung ist verortet im Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) Jahrgangsstufen 7-10. Im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens werden die Kompetenzerwartungen des Bereiches des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule (bitte ein i einfügen: Der Lehrplan für die Hauptschule wird hier als Referenzdokument eingefügt, da gemäß der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung (AO-SF) der § 32.2 zur Leistungsbewertung im zieldifferenten Bildungsgang Lernen zu beachten ist: (2) Die Schulkonferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 oder ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen von Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Noten möglich ist. Dies setzt voraus, dass die Leistung den Anforderungen der jeweils vorhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule oder der Hauptschule entspricht. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen.) angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitswelt zuzuordnen sind. Durch die Verknüpfung von möglichen anzusteuernden Kompetenzen sowohl im Fach Wirtschaft-Politik als auch in den basalen Entwicklungsbereichen eröffnen sich Entwicklu inklusiver-fachunterricht/entwicklungsbereiche/index.html,ngschancen die für zieldifferent Lernende entsprechend ihres Lern- und Entwicklungsplanes genutzt werden können. Eine auf das Individuum bezogene Planung kann hierdurch eher fachliche oder entwicklungsbezogene Zugänge für den Unterricht definieren. Ein gemeinsames Lernsetting kann dadurch unterstützt werden. Diese exemplarische Planung muss jeweils an die spezifische Lerngruppe und deren Vorwissen und Lernstand angepasst werden.
Im Modul 2 werden den Schülerinnen und Schülern drei fiktive Stellenanzeigen (M2.1) für einen Ausbildungsberuf sowie zwei potenzielle Bewerber und eine potenzielle Bewerberin (M2.2) vorgestellt. Zentral für die Bearbeitung soll zunächst eine Gruppenarbeitsphase sein, in der die Schülerinnen und Schüler die Steckbriefe und Stellenanzeigen lesen und anschließend überlegen und entscheiden sollen, welche Person aufgrund ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten zu welchem Ausbildungsberuf passt. Hierzu kann zunächst in Einzelarbeit die Tabelle (M2.4) genutzt werden, in der die Erwartungen der Betriebe den Fähigkeiten und Eigenschaften der Bewerber und der Bewerberin gegenübergestellt werden können. Die bearbeitete Tabelle kann anschließend als Grundlage zum Austausch in einer Partnergruppe dienen. Dabei soll gemeinsam das Venn-Diagramm (M2.5) bearbeitet werden, indem am Beispiel eines Bewerbers und einer Stellenanzeige überprüft wird, inwiefern persönliche Vorstellungen sowie das eigene Qualifikationsprofil zu den Stellenanforderungen passen. Diese Methode können die Schülerinnen und Schüler auch zukünftig nutzen, um das eigene Profil mit Erwartungen von Praktikums- und/oder Ausbildungsbetrieben abzugleichen, sowie Chancen und Risiken zu erkennen (weitere Ausführungen zum Venn-Diagramm: siehe Informationen zur Methode). Hierbei muss beachtet werden, dass es nicht nur darum geht, dass die Bewerberin und die Bewerber entsprechende Qualifikationen mitbringen, welche Unternehmen (in dem Beispiel die drei fiktiven Ausbildungsbetriebe) sich von zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschen, sondern dass auch – wie in dem ersten Modul thematisiert - die eigenen Bedürfnisse und Wünsche aufseiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (in dem Beispiel die zwei Bewerber und die eine Bewerberin) berücksichtigt werden. Die Stellenanzeigen und Steckbriefe sind bewusst so gestaltet, dass sie keine eindeutigen Zuordnungen zulassen. Somit wird deutlich, dass es bei der Bearbeitung der Aufgabe kein „richtig“ oder „falsch“ gibt und es v.a. darum geht, dass die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sowohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeitnehmerseite aus unter Umständen Kompromisse auszuhandeln sind. Die Lehrkraft ermöglicht dieses, indem sie den Lernprozess und die Erkenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den Fokus rückt und auf der Metaebene mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert. Die Zusammenstellung der Partnergruppen sollte möglichst heterogen sein, damit sie sich gegenseitig unterstützen und helfen können. In einer weiteren Unterrichtsphase kann erneut ein leeres Venn-Diagramm (M2.5) genutzt werden, das jeder Schüler bzw. jede Schülerin mit den eigenen Kompetenzen und Wünschen ausfüllt (evtl. unter Zuhilfenahme der eigenen Potenzialanalyse), um diese dann mit einer Stellenbeschreibung abzugleichen. Dies kann eine der drei fiktiven Stellenbeschreibungen sein, oder aber konkrete Stellenangebote aus dem Lebenskontext der Schülerinnen und Schüler . Sie bekommen somit erneut eine Möglichkeit, kriteriengeleitet über ihre berufliche Zukunft nachzudenken und die nächsten Schritte im Prozess der individuellen beruflichen Orientierung zu planen. Die Arbeit an dem Modul kann mit einem reflexiven Rückblick auf die gesamte komplexe Lernaufgabe und einer Überleitung auf das dritte Modul anhand des Advance Organizers
Das ausgefüllte eigene Venn-Diagramm (M2.5) aus Modul 1 und 2 bietet eine möglicheGrundlage zur weiteren Reflexion. Den Schülerinnen und Schülern sollte deutlich werden,dass die eigenen Erwartungen und Fähigkeiten nicht immer deckungsgleich sind mit denender Unternehmen.
Ein Venn-Diagramms kann im Unterricht in Bezug auf die Intention der Lernaufgabe unterschiedlich genutzt werden. So ist es möglich, dass im Sinne des Kooperativen Lernens die Schülerinnen und Schüler arbeitsgleich zunächst „ihr“ Feld bearbeiten, um dann anschließend nach einer gegenseitigen Vorstellung ihrer notierten Erkenntnisse und Gedanken in die Schnittmenge, inhaltliche Gemeinsamkeiten herausstellen und aufschreiben. In der vorliegenden Lernaufgabe ist das Ausfüllen und die individuelle Bearbeitung einer Tabelle (M2.4) vorgelagert, damit mithilfe von Kategorien Ansprüche und Erwartungen auf der einen, Stärken und Wünsche auf der anderen Seite erarbeitet werden. Das Venn-Diagramm dient anschließend der Visualisierung, inwiefern sich die eigenen Stärken und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler mit den Ansprüchen und Erwartungen von Unternehmen an Ihre Bewerberinnen und Bewerber decken. Es ist möglich, das Venn-Diagramm (M2.5) auf einem Din-A3-Bogen (oder größer), oder als digitale Vorlage zur Verfügung zu stellen. –bitte ein i einfügen: Weitere Ausführungen und Einsatzmöglichkeiten der Methode „Venn-Diagramm“: siehe Mattes 2011, S. 60f
Folgende Materialien sind exemplarisch als konkrete Aufgaben/Übungen ausgearbeitet und stehen zur Verfügung:
• Drei Bewerbersteckbriefe (M2.2)
• Tabelle „Was wird erwarten, was bringe ich mit?“ (M2.4)
für die gesamte komplexe Lernaufgabe (M1.0) Im Fokus dieser Lernaufgabe stehen Kompetenzerwartungen aus dem Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) Jahrgangsstufen 7-10. Im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens werden Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule (bitte ein i einfügen: Der Entwurf des Lehrplans für die Primarstufe wird hier als Referenzdokument eingefügt, da gemäß der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung (AO-SF) der § 32.2 zur Leistungsbewertung im zieldifferenten Bildungsgang Lernen zu beachten ist: (2) Die Schulkonferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 oder ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen von Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Noten möglich ist. Dies setzt voraus, dass die Leistung den Anforderungen der jeweils vorhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule oder der Hauptschule entspricht. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen.) angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitswelt zuzuordnen sind. Wobei die Kompetenzerwartungen beider Inhaltsfelder deckungsgleich sind.
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Modul 3 Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? - Ausgestaltung eines Portfolio-Beitrages zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt.
Im Modul 1 haben sich die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage einer Aktualisierung ihres Stärken-Schwächen-Profils, u.a. auch unter eventuellem Rückgriff auf die Potenzialanalyse, mit beruflichen Vorstellungen und möglichen Tätigkeitsfeldern auseinandergesetzt. Durch die Weiterführung im Modul 2 haben sie persönliche Vorstellungen, ein persönliches Qualifikationsprofil mit Stellenanforderungen in Beziehung gesetzt und dadurch herausgearbeitet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Aushandlungsprozesse zu gemeinsamen Vereinbarungen kommen können. Unter der Perspektive, dass berufliche Orientierung eine kontinuierliche Entwicklungsaufgabe ist, wird in diesem Modul der Wandel in der Arbeitswelt als ein wichtiger Punkt im Berufsplanungsprozess thematisiert. Durch ein Verständnis hinsichtlich dieses Wandels und seiner Auswirkungen können die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen dieses Wandels gesamtgesellschaftlich und individuell beurteilen und werden in die Lage versetzt, diesen auch mitzugestalten. (vgl. Weber.2019) Dieses Modul könnte auch zu einer eigenständigen Lernaufgabe ausgebaut werden.
Das Prinzip der Lernaufgabe beruht auf dem Grundsatz, verschiedene Kompetenzbereiche durch mehrere im Anspruchsniveau differenzierte, inhaltlich aufeinander aufbauende Aufgaben bzw. Übungen in ein möglichst passgenaues Unterrichtsangebot zu integrieren. In diesem Verständnis ist die Lernaufgabe als ein zu erreichendes Ziel, als ein Endprodukt des gesamten Unterrichtsvorhabens formuliert. Diese Aufgabe muss offen formuliert sein, so dass ein Erreichen dieser Aufgabe auf unterschiedlichen Wegen möglich ist. Nur so kann diese im Sinne eines inklusiven Unterrichts den gemeinsamen Lerngegenstand markieren. Ausgehend von dieser Lernaufgabe erfolgt die Planung des Unterrichtsvorhabens (siehe Hinweise zur Planung). Die hier dargestellte Lernaufgabe besteht aus dem Erstellen eines Portfolios zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt unter der Fragestellung: „Was kann der Beruf zu meiner Lebenszufriedenheit beitragen?“. Dieses Produkt markiert das Ziel, welches die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieses Unterrichtsangebots erreichen sollen. Die Lehrkraft berücksichtigt dabei sowohl die Kompetenzen des Kernlehrplans als auch die individuell vereinbarten Kompetenzen der Lern- und Entwicklungsplanung sowie den Grad der Progression. Die Lernaufgabe besteht aus drei Modulen: 1) Welche Wünsche habe ich an meine Zukunft nach der Schule? Die Rolle als Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer reflektieren – Warum arbeiten Menschen? 2) Welche Ansprüche werden an mich gestellt, welche Ansprüche habe ich? Welche Erwartungen und Fähigkeiten bringe ich mit? – Einen Ausgleich zwischen Wünschen, Potenzialen und Berufsprofil anstreben. 3) Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? - Ausgestaltung eines Portfolio-Beitrages zu Wünschen und Planungen vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt. Die Planung ist verortet im Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) Jahrgangsstufen 7-10. Im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens werden Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule (bitte ein i einfügen: Der Lehrplan für die Hauptschule wird hier als Referenzdokument eingefügt, da gemäß der Ausbildungsordnung Sonderpädagogische Förderung (AO-SF) der § 32.2 zur Leistungsbewertung im zieldifferenten Bildungsgang Lernen zu beachten ist: (2) Die Schulkonferenz kann beschließen, dass ab Klasse 4 oder ab einer höheren Klasse die Bewertung einzelner Leistungen von Schülerinnen und Schülern zusätzlich mit Noten möglich ist. Dies setzt voraus, dass die Leistung den Anforderungen der jeweils vorhergehenden Jahrgangsstufe der Grundschule oder der Hauptschule entspricht. Dieser Maßstab ist kenntlich zu machen.) angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitswelt zuzuordnen sind. Wobei die Kompetenzerwartungen beider Inhaltsfelder deckungsgleich sind. Durch die Verknüpfung von möglichen anzusteuernden Kompetenzen sowohl im Fach Wirtschaft-Politik als auch in den basalen Entwicklungsbereichen eröffnen sich Entwicklungschancen, die für zieldifferent Lernende entsprechend ihres Lern- und Entwicklungsplanes genutzt werden können. Eine auf das Individuum bezogene Planung kann hierdurch eher fachliche oder entwicklungsbezogene Zugänge für den Unterricht definieren. Ein gemeinsames Lernsetting kann dadurch unterstützt werden. Diese exemplarische Planung muss jeweils an die spezifische Lerngruppe und deren Vorwissen und Lernstand angepasst werden
In diesem Modul beziehen die Schülerinnen und Schüler in ihre Planungen zur Lebens- und Berufsperspektive Aspekte des Wandels in der Arbeitswelt mit ein. Um sie hinsichtlich der Notwendigkeit dieser erweiterten Planungsperspektive zu sensibilisieren, wird die zweite Abbildung des Concept Cartoons aus der Hinführung noch einmal aufgegriffen. Der Rückgriff auf diese Darstellung kann für Schülerinnen und Schülern eine weitere Struktur, die der Orientierung innerhalb der Lernaufgabe dient, bieten. Diese Abbildung wird in eine Power-Point-Präsentation eingebunden, so dass durch das Einblenden von zentralen Begriffen, die mit dem Wandel in der Arbeitswelt verbunden sind, deutlich wird, dass Peter seinen Plan um die Perspektive des Wandels erweitern muss. Die abschließende Folie, die ihn fragend grübelnd zeigt, kann als Einstieg in ein Unterrichtsgespräch zunächst in Gruppen und anschließend im Plenum genutzt werden (M3.0). In der sich anschließenden Gruppenarbeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage eines oder mehrerer Texte nähere Informationen zu zentralen Begriffe des Wandels in der Arbeitswelt. Im Material M3.1 wird dazu ein Text der Bundeszentrale für politische Bildung mit Impulsen zur Binnendifferenzierung/zum zieldifferenten Lernen vorgestellt. Hier werden auch Möglichkeiten der Hinzunahme weiterer Texte aufgezeigt. Die Gruppen gestalten jeweils ein Plakat, welches die zentralen Begriffe zum Wandel in der Arbeitswelt ausweist. Nach einer Präsentation der Plakate, z.B. mit der Methode Staffelstabpräsentation (siehe Erläuterungen im Abschnitt „Informationen zu den Methoden“) bilden sich zu zentralen Begriffen Gruppen, die mit der Methode Placemat (siehe Erläuterungen im Abschnitt „Informationen zu den Methoden“), erarbeiten, welche Erwartungen, Wünsche, Ansprüche an Arbeitnehmer hinsichtlich Wandels in der Arbeitswelt, bezogen auf den gewählten Begriff, gerichtet werden. In einer sich anschließenden Plenumsphase werden die Ergebnisse der Placemets zusammengetragen und nach Übereinstimmungen untersucht. Diese werden ggf. noch gewichtet und auf einem gemeinsamen Plakat, welches zentral ausgehängt wird, festgehalten. Dieses Plakat wird abschießend von den Schülerinnen und Schülern benötigt, um auf einer Blanko-Vorlage eines Venn-Diagramms zunächst in den linken Kreis ihre Erwartungen, Wünsche, Fähigkeiten, Stärken (die auf der Grundlage der Arbeit in diesem Modul erweitert werden können) einzutragen. Dazu können sie ihr Venn-Diagramm aus dem Modul 2 (M2.5) für die Eintragungen im linken Kreis nutzen. In den rechten Kreis werden (alle) Begriffe aus der Placemat-Analyse übertragen. Die Schnittmenge in der Mitte wird unter der Überschrift „Das bringe ich mit“ gefüllt. Für diese Arbeitsphase bietet sich eine Partner- oder Gruppenarbeit mit vertrauten Mitschülerinnen/Mitschülern an. Gemeinsam kann dieser geschützte Rahmen für gemeinsame Überlegungen und gegenseitiges Feedback genutzt werden Die Arbeit an dem Modul kann mit einem reflexiven Rückblick auf die gesamte komplexe Lernaufgabe anhand des Advance Organizer abgeschlossen werden
Staffelstabpräsentation Die Staffelstabpräsentation ermöglicht eine fokussierte Präsentation von Arbeitsergebnissen. Das Motto lautet: „Wir reichen den Staffelstab für bekräftigende, ergänzende oder gegenläufige Aspekte weiter.“ Eine Person beginnt mit der Präsentation und wird abgelöst von der Person, die einen Aspekt direkt ergänzen oder einen bereits genannten Aspekt bekräftigen bzw. direkt weiterführen kann. Eine Ablösung kann auch durch eine Person erfolgen, die ein Gegenargument zu einem bereits genannten Aspekt anbringen kann. Kann eine Präsentation nach diesem Modus nicht weitergeführt werden, startet eine Person mit einem neuen Aspekt und der Staffelstab wird wieder entsprechend weitergereicht. Diese Form der Präsentation aktiviert eine Gruppe, da von allen Beteiligten ungeteilte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Wichtig ist, dass die Gruppe in der Methode der Präsentation bleibt und noch keine Diskussion erfolgt.5 Schritte: 1. Die Lernenden schreiben in ihr Schreibfeld. Es findet kein Austausch untereinander statt. 2. Der Reihe nach stellen sich die Gruppenmitglieder ihre Gedanken vor und die anderen hören ohne Unterbrechung zu. Oder Das Placemat wird im Uhrzeigersinn herumgedreht und alle Gruppenmitglieder lesen ohne Kommentar die Gedanken der anderen. 3. Auf der Grundlage der Inhalte aller Schreibfelder wird in der Gruppe diskutiert, argumentiert, abgewogen und entschieden, was als Gruppenergebnis präsentiert werden soll. 4. Das Gruppenergebnis wird im Innenfeld festgehalten. 5. Die Inhalte des Innenfeldes finden Berücksichtigung in einer folgenden Präsentation und einer entsprechenden Weiterarbeit.
Folgende Materialien sind exemplarisch als konkrete Aufgaben/Übungen ausgearbeitet und stehen zur Verfügung:
• Impulse zum Einsatz von Textmaterial zum Wandel in der Arbeitswelt (M3.1)
• Ausgefülltes Venn-Diagramm aus dem Modul 2 (M2.5)
• Advance Organizer für die gesamte komplexe Lernaufgabe (M1.0)
Im Fokus dieser Lernaufgabe stehen Kompetenzerwartungen aus dem Inhaltsfeld 12: Beruf und Arbeitswelt im Kernlehrplan Wirtschaft-Politik, eingebettet in den Kernlehrplan Gesellschaftslehre für die Sekundarstufe I Gesamtschule/Sekundarschule, Abschnitt B: Wirtschaft-Politik (fachspezifisch) Jahrgangsstufen 7-10. Im Hinblick auf die Ermöglichung zieldifferenten Lernens werden Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans „Wirtschaft und Arbeitswelt“ für die Hauptschule angesteuert und Kompetenzen aufgegriffen, die dem Inhaltsfeld 6: Beruf und Arbeitswelt zuzuordnen sind. Wobei die Kompetenzerwartungen beider Inhaltsfelder deckungsgleich sind.
Im zieldifferenten Lernen kann sowohl ein Zugang über das fachliche Lernen als auch über die Entwicklungsbereiche gelegt werden. In diesem Unterrichtssetting können auf der Grundlage der individuellen Lern- und Entwicklungsplanung -- bitte direkt verlinken: https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/inklusive-schulische-bildung/lern…----- schwerpunktmäßig folgende Entwicklungschancen zum Tragen kommen:
