Im Handlungsfeld wird sowohl auf weitere präventive Angebote seitens der QUA-LiS NRW als auch auf Angebote im NRW- und bundesweiten Netzwerk verwiesen.
Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches, facettenreiches Phänomen, das auch unmittelbar den Lern- und Lebensort Schule betrifft. Daher kommt der Institution Schule eine besondere Bedeutung zu, Phänomene aufzugreifen und diesen mit im Schulprogramm verankerten Angeboten präventiv entgegen zu wirken. Dabei geht es nicht immer um konkrete, bedarfsorientierte Maßnahmen sondern z.B. auch darum, die fachspezifische, inner- und außerschulische Netzwerkarbeit gezielt in den Blick zu nehmen und der Schulgemeinschaft transparent zu machen. Besondere Formen von Gewalt an Schulen sind z.B. sexualisierte Gewalt, Gewalt in Medien und Cybergewalt, Mobbing und Extremismus.
Präventive Angebote gegen Gewalt an Schulen umfassen u.a. Aspekte wie die Persönlichkeitsentwicklung, Förderung von Lebenskompetenzen, Diversitätssensibilisierung, Werteerziehung, Partizipation, Beratung und Begleitung sowie Medienerziehung und sexuelle Bildung. Ziel ist grundsätzlich, das Schulklima nachhaltig zu verbessern und das friedliche Miteinander der Schulgemeinschaft zu fördern.
Das Ministerium für Schule und Bildung NRW stellt den Schulen den Notfallordner "Hinsehen und Handeln" zur Verfügung. Neben dem nicht öffentlichen Teil zur Krisenintervention können Schulen online das Handbuch zur Krisenprävention einsehen. Hier werden auch die besonderen Aufgaben eines Schulischen Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention beschrieben.
Weitere Informationen
Nachfolgend werden in alphabetischer Reihenfolge Institutionen genannt, die eine NRW weite Bedeutung haben. Ebenso werden (Material-)Hinweise zu kostenlosen Angeboten gegeben. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
- Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle NRW e. V. (AJS) ist eine landesweit tätige Fachstelle zur Förderung des erzieherischen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes. Sie bietet Material und Fortbildungen u. a. zum Thema Gewalt an.
- Die Grüne Liste für Präventionsangebote bietet eine Übersicht zu vielen unterschiedlichen Programmen und Projekten im Bereich der Gewaltprävention an Schulen.
- herzfroh 2.0 bietet Info-Materialien zu Körper, Liebe und Sexualität für Jugendliche und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Das Webangebot ist vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit (HSLU).
- Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW bietet Vernetzungsstrukturen im Themenfeld Jungenarbeit, aber auch Materialien und Praxishilfen an.
- Die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit e.V. in NRW ist ein fachpolitisches Netzwerk. Die Landesarbeitsgemeinschaft bietet Informationen, Beratung, Projekte und Fortbildungen an.
- Die Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen (LPS) in Nordrhein-Westfalen, die vom Ministerium für Schule und Bildung gefördert wird, unterstützt Schulen systematisch in ihrem Engagement gegen Gewalt und Ausgrenzung.
- Auf bildung.loveline.de, einem Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), finden Sie kostenlos Informationen, Materialien und Methoden zur Sexualaufklärung für das Grundschul- und Jugendalter sowie die Förderpädagogik.
- Das MSB NRW hat Informationen zum Thema "Gewalt gegen Lehrkräfte" zusammengestellt.
- Im Rahmen des lokalen Kooperationsnetzwerks stellt die Polizei NRW eine wichtige Anlaufstelle für das Handlungsfeld Schule dar. Hier sind je nach kommunalen Strukturen unterschiedliche Kontaktstellen eingerichtet. So sind beispielsweise speziell beauftragte Jugendkontaktbeamte (JuCops) als Ansprechpersonen sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Mitarbeitende ansprechbar. Informationen hierzu finden sich auf den offiziellen Seiten der örtlichen Polizeipräsidien.
- Über die Website Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes finden Sie Materialien und weitere Angebote zu vielfältigen Präventionsthemen wie z. B. Jugendkriminalität, Gewalt oder sexuellem Missbrauch von Kindern.
- Streitschlichtung für Schülerinnen und Schüler: Grundlagen für dieses Programm sind die Ziele und Verfahren der Mediation und Vermittlung im Konflikt.
- „Schule der Vielfalt“ ist ein inklusives Antidiskriminierungsprojekt mit dem Ziel, die Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Identitäten im Schulalltag anzuerkennen.
- „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist ein Programm für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen.