Im Handlungsfeld werden Informationen zu den Bereichen Medienkompetenz, Beratung und Kinder- und Jugendmedienschutz gegeben.
Medien, insbesondere digitale Medien, spielen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle. Medienkompetenz ist deshalb heute eine unverzichtbare Schlüsselqualifikation. Die KMK-Strategie „Lernen in der digitalen Welt“ (Dezember 2016) definiert das Lernen dazu im Kontext der zunehmenden Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt sowie das kritische Reflektieren darüber als integrale Bestandteile des Bildungsauftrages von Schule.
Das Potenzial digitaler Medien zur Entwicklung und zum Einsatz neuer Lehr- und Lernprozesse kann dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler individuell besser zu fördern.
Verschiedene außerschulische Partner unterstützen das digitale Lernen in Schule. Ebenso gibt es Beratungsstellen, die den Umgang mit digitalen Medien und deren Chancen und Risiken thematisieren.
Das Ministerium für Schule und Bildung NRW gibt auf seiner Website eine Übersicht über den Themenbereich der digitalen Bildung. Im Februar 2023 wurde ein Handlungsleitfaden zum Umgang mit textgenerierenden KI-Systemen veröffentlicht.
Im Juni 2026 wurde die Erklärung der Bildungsministerkonferenz zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich veröffentlicht (Beschluss der Bildungsministerkonferenz vom 12.06.2026 für die Kultusministerkonferenz).
Diese Podcastepisode der Reihe „Schulkultur aufs Ohr“ wirft eine Perspektive auf das Thema des Aufwachsens im digitalen Zeitalter.
Nachfolgend werden Aspekte der Medienerziehung gebündelt und ohne Anspruch auf Vollständigkeit dargestellt:
I Medienkompetenz
Allen Kindern und Jugendlichen sollen Schlüsselqualifikationen wie ein sicherer, kreativer und verantwortungsvoller Umgang mit Medien vermittelt werden, um ihnen auch in der digitalen Welt, Partizipation und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In diesem Abschnitt werden exemplarisch Angebote rund um das Thema des kompetenten Umgangs mit digitalen Medien vorgestellt.
NRWspezifische Angebote:
Die AJS NRW ist eine landesweit tätige Fachstelle zur Förderung des erzieherischen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutzes. Die AJS arbeitet zu allen Themen des Kinder- und Jugendschutzes, so auch zum Thema Medien. Sie bietet eine Vielzahl an Materialien und Informationen rund um den Jugendmedienschutz. Ziel ist dabei, die Kinder und Jugendlichen in der Entwicklung einer starken Persönlichkeit und in der Ausbildung ihrer individuellen Medienkompetenz zu stärken.
Mit dem Online-Test können Nutzerinnen und Nutzer herausfinden, wie fit sie im Umgang mit digitalen Medien sind. Darüber hinaus finden sich Informationen zu Fortbildungen und Material für die Wissensvermittlung.
Die Fachstelle für Jugendmedienkultur bietet verschiedene praxisbezogene Formate zur Unterstützung der Medienpädagogik an.
Die Landesanstalt für Medien NRW hat als Aufsichtsbehörde u.a. den gesetzlichen Auftrag, ein demokratisches Mediensystem zu schützen, indem sie u.a. Schulen Wissen vermittelt und konkrete Materialien zur Verfügung stellt.
Die Landespräventionsstelle bietet Schulen u.a. Veranstaltungen an zu Themenbereichen wie Gewaltprävention, Cybergewalt und Cybermobbing und Medienbildung.
Der Medienkompetenzrahmen NRW greift unterschiedliche Kompetenzbereiche auf, die in Schule vermittelt werden, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu ermöglichen. Daneben bietet die Plattform auch Informationen über Veranstaltungen und unterstützt bei der Erstellung des Medienkonzeptes, zu dem die Schulen in NRW verpflichtet sind.
Das Projekt Medienscouts fördert Medienkompetenz über den Ansatz der Peer-Education. Geschulte Schülerinnen und Schüler, die sogenannten Medienscouts, vermitteln Kindern und Jugendlichen vielfältige Informationen rund um das Thema Mediennutzung und werden dabei von einer ebenfalls geschulten Lehrkraft unterstützt.
Bundesweite Angebote:
Das Webangebot bündelt umfangreiche Angebote zu Themen rund um Mediennutzung. Es möchte Kindern und Jugendlichen eine unbeschwerte Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen.
Dieses Webangebot bietet Kindern, Lehrkräften und Eltern Informationen rund ums Thema Internet, so z. B. Unterrichtsmaterialien (u. a. „Surf-schein“) und Praxishilfen. Es bietet zudem digitale Lernmodule an.
Klicksafe ist eine europäische Initiative zur Förderung der Online - Medienkompetenz. Die Plattform bietet eine Reihe von Materialien und Broschüren z. B. mit Tipps zur Internetsicherheit, zu Computerspielen, zur Abzocke im Internet, zu Urheberrecht oder zum Chatten. Für die Organisation von Elternabenden und die Suche nach passenden Referierenden gibt es diese Informationsseite.
Der digitale Wegweiser beinhaltet u.a. eine Liste mit wissenschaftlich geprüften Programmen zur Entwicklungsförderung und Gewaltprävention, die nachweislich wirksam sind. Verantwortlich für das Angebot sind der Landespräventionsrat Niedersachsen und die Medizinischen Hochschule Hannover.
II Beratung
Das Leben und Lernen in einer sich rasant entwickelnden digitalen Welt ist sowohl für Kinder und Jugendliche als auch die Erwachsenen eine Herausforderung. Ziel der hier aufgeführten Institutionen ist es z.B. Einzelpersonen, Familien oder Schulen in diesem Themenbereich zu unterstützen.
Die Medienberatung NRW unterstützt die Digitalinitiativen und Maßnahmen des Ministeriums für Schule und Bildung NRW zur Digitalisierung des Lehrens und Lernens in Schulen. Zu den Angeboten gehören z.B. die Bildungsmediathek, der Medienkompetenzrahmen, Informationen zu Datenschutz und Urheberrecht und die Medienberaterinnen und -berater.
Juuuport ist eine bundesweite Online-Beratungsplattform für junge Menschen. Ehrenamtlich tätige Jugendliche und junge Erwachsene beraten und helfen vertraulich zu Problemen im Netz, z.B. bei Cybermobbing, Abzocke, Belästigung. Darüber hinaus finden sich Ratgeber und aktuelle Informationen zu Onlinethemen.
Schau hin ist ein Medienratgeber für Familien. Hier finden sich umfangreiche Informationen zu aktuellen Themen aber auch Tipps zum Umgang mit Medien (social media, Gaming, Medienzeiten, Handynutzung, etc.) für Eltern und Erziehende.
ZEBRA ist eine kostenfreie Online-Beratungsplattform, welche von der Landesanstalt für Medien NRW getragen wird und Hilfestellungen zu Themen rund um digitale Medien gibt.
III Kinder- und Jugendmedienschutz
Das Jugendschutzgesetz formuliert deutliche Ziele und Aufgaben im Bereich des Kinder- und Jugendmedienschutzes, worunter auch die Förderung der Medienerziehung und somit der präventive Ansatz des Schutzes fällt.
Die Landesanstalt für Medien NRW als Aufsichtsbehörde für privaten Rundfunk und Telemedien hat einen gesetzlichen Auftrag, dem Schutz eines demokratischen Mediensystems. Sie gehen gegen Hass und Gewalt in digitalen Medien vor, klären über Gefahren auf und stellen umfangreiche Materialien zu Verfügung.
Seit 2006 setzen sich die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), die Deutsche Telekom AG und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) gemeinsam für die Förderung der Internetkompetenz von Eltern ein. Sie werden u. a. mit Aktionen wie „Kinder sicher im Netz“ dabei unterstützt, ihre Kinder bei einem sicheren Umgang mit Medien zu begleiten
„Jugendschutz.net“ handelt als gemeinsames Kompetenzzentrum aller Bundesländer mit gesetzlichem Auftrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Das Netz wird auf Gefahren für Kinder und Jugendliche untersucht. Schwerpunkt dabei sind Themen wie Selbstgefährdung, Extremismus, sexualisierte Gewalt und Cybermobbing. Ebenso werden Einstellungen von social media Kanälen geprüft. Verstöße werden dementsprechend gemeldet. Diese Möglichkeit besteht auch über ein Kontaktformular auf der Website.