Im Handlungsfeld sind Informationen und Kontakte zu Hintergrundwissen, Materialien, Fortbildungsmöglichkeiten und Beratungsstellen zu unterschiedlichen Süchten hinterlegt.
Schule als Lern- und Lebensort ist für die suchtpräventive Arbeit ein wichtiger Ort, an dem Kinder und Jugendliche und deren Eltern und Erziehungsberechtigte direkt erreicht werden können. Eine kontinuierliche Unterstützung und Begleitung durch schulische Bezugspersonen wie z. B. Klassen- und Fachlehrkräfte, Beratungslehrkräfte, Fachkräfte der Schulsozialarbeit sowie des Ganztags ist möglich.
Sucht wird dabei vom Bundesgesundheitsministerium definiert als „…nicht nur die Abhängigkeitserkrankungen (…), sondern die Gesamtheit von riskanten, missbräuchlichen und abhängigen Verhaltensweisen in Bezug auf Suchtmittel (legale wie illegale) sowie nichtstoffgebundene Verhaltensweisen (wie Glücksspiel und pathologischer Internetgebrauch) …“
Suchtpräventive Arbeit kann durch Wissensvermittlung, Beratung und Begleitung geleistet werden. Es gilt, Suchtverhalten möglichst früh zu erkennen und darauf zu reagieren, um Einfluss auf individuelle Haltungen nehmen zu können und darüber im besten Falle den Einstieg in den Konsum zu verhindern oder hinauszögern (vgl. Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit).
Das Ministerium für Schule und Bildung NRW informiert über rechtliche Rahmenbedingungen und bietet eine Sammlung an Materialien und Verlinkungen zu Programmen für Schulen an. Gesundheitsförderung und das Thema Suchtprävention als Aufgabe von Schule findet sich z.B. im Runderlass 18-02 Nr. 2.
Weitere Informationen
Nachfolgend werden in alphabetischer Reihenfolge Institutionen genannt, die eine NRW weite Bedeutung haben. Ebenso werden (Material-)Hinweise zu kostenlosen Angeboten gegeben. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
- Die ginko Stiftung ist Träger der Landesfachstelle Prävention der Suchtkooperation NRW. Sie führt Projekte und Kampagnen durch, mit denen persönliche Kompetenzen gestärkt werden, die die Grundlage für ein suchtfreies Leben bilden. Zielgruppen sind neben Schulgemeinschaften z.B. auch Betriebe und berufliche Aus- und Weiterbildungsstätten.
- Keine Macht den Drogen fördert seit vielen Jahren die Gesundheitsfürsorge von Kindern und Jugendlichen durch erfolgreiche, ganzheitliche Suchtpräventionsarbeit. Hierzu zählen Angebote für Schulen, Freizeitprogramme oder auch Schulungen für Multiplikatoren.
- „Kinder stark machen“ ist eine Mitmach-Initiative für frühe Suchtvorbeugung und die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung ab dem 4. Lebensjahr und richtet sich an alle Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (früher u.a. BZgA) bietet für diese wichtige Aufgabe umfangreiche Unterstützung, Informationen und Mitwirkungsmöglichkeiten.
- Die Landesfachstelle für Suchtprävention NRW unterstützt vielfältige Programme und Fortbildungsformate für unterschiedlichste Zielgruppen aus Schulen zu den Themen Suchtverhalten allgemein, Alkohol, Nikotin, Cannabis, Medien und psychische Gesundheit und verweist auf der Website auf diese und weitere Angebote.
- Die Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW ist ein Teil der Suchtkooperation NRW. Neben der Vermittlung von Wissen, Vernetzung und Darstellung von Anlaufstellen bietet diese auch das Präventionsprogramm „GLÜXXIT“ an. Multiplikatoren und Multiplikatorinnen auch aus Schule werden hierbei zum Thema Glücksspielsucht informiert und sensibilisiert.
- Auf der Seite des LVR Landesjugendamt Beratungskompass finden Kinder und Jugendliche, die selbst in einer Abhängigkeit sind oder auch abhängige Familienmitglieder haben Infos, Adressen und Beratungsstellen.
- Die Suchtkooperation NRW stellt ebenfalls eine Übersicht an Anlaufstellen wie Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder stationäre Einrichtungen zu Verfügung.
- Auf dem Wegweiser Grüne Liste finden Sie eine Liste an geprüften Programmen zur Entwicklungsförderung und Gewaltprävention, die nachweislich wirksam sind. Verantwortlich für das Angebot sind der Landespräventionsrat Niedersachsen und die Medizinischen Hochschule Hannover.