In diesem Podcast wird jeweils eine für die Schulpraxis relevante wissenschaftliche Studie vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren erläutern ihren Forschungsansatz und erklären und kommentieren die zentralen Ergebnisse ihrer Studie. Anschließend wird im gemeinsamen Gespräch ausgelotet, welche Schlussfolgerungen daraus für die Schulpraxis gezogen werden könnten. Ein Podcast nicht nur für Schulleitungen und Lehrkräfte, sondern für alle, die sich für aktuelle Fragen aus dem Bereich der Bildungsforschung interessieren.
Folge 8: Wie lässt sich das Wohlbefinden von Kindern in der Schule fördern? Im Gespräch mit Linda Wirthwein
Kinder lernen besser, wenn sie sich wohlfühlen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das subjektive Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern. Dr. Linda Wirthwein von der TU Dortmund erforscht, wie es darum bestellt ist und welche Rolle den Lehrkräften dabei zukommt. Sie stellt zentrale Ergebnisse ihrer Studie vor und zeigt, was diese für den Schulalltag bedeuten. Die Studie "Socioemotional and sociodemographic determinants of subjective well-being in school during childhood and adolescence" von Helene Eckert, Ricarda Steinmayr und Linda Wirthwein finden Sie hier.
Infos zum Projekt Mind-Out finden Sie hier.
Folge 7: Wie kann man Schulentwicklung sinnvoll und zugleich ressourcenschonend gestalten? Im Gespräch mit Stephan Gerhard Huber
In dieser Sonderfolge steht dieses Mal keine empirische Studie im Mittelpunkt, sondern das BIO+S-Modell von Prof. Stephan Gerhard Huber.
BIO+S steht für Bewährtes bewahren (B), Neues innovieren (I), Vorhandenes optimieren (O) und wenig Nutzbringendes sistieren (+S), sich also zu fragen, welche Strukturen, Prozesse oder Projekte, die aufwändig sind, aber wenig Nutzen generieren, (vorübergehend) eingestellt, unterbrochen oder ganz weggelassen werden können.
Stephan Gerhard Huber erklärt sein Modell mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Schulpraxis und erläutert, inwiefern es gerade aus pädagogischer Perspektive die Arbeit mit dem "Referenzrahmen Schulqualität NRW" bereichert. Auch mit Blick auf das neu eingeführte "Schülerfeedback" in NRW bietet es viele Chancen.
Informationen finden Sie hier.
Weitere Texte.
Folge 6: Was tun bei Unterrichtsstörungen? Im Gespräch mit Nina Jansen
Welche Kinder stören besonders häufig den Unterricht und warum? Wie sollten Lehrkräfte angemessen reagieren, und welche Strategien sind eher kontraproduktiv? Diesen Fragen widmet sich Nina Jansen von der Universität Wuppertal. Sie hat mit Jasmin Decristan Unterrichtsstörungen während gemeinsamer Unterrichtsgespräche in Grundschulklassen untersucht. Jansen verdeutlicht, dass auch sogenannte passive Unterrichtsstörungen nicht unterschätzt werden sollten. Sie zeigen sich weniger durch auffälliges Verhalten, als durch fehlende Beteiligung und mangelnde Aktivität und können den Lernprozess ebenso stark beeinträchtigen.
Die Studie "Aktive und passive Störungen von Schüler*innen während des gemeinsamen Unterrichtsgesprächs in der Grundschule" von Nina Jansen und Jasmin Decristan erschien 2025 in der Zeitschrift "Unterrichtswissenschaft“ und ist hier abrufbar:
Der im Podcast angesprochene Verweis auf Hans-Peter Nolting bezieht sich auf die Publikation: Nolting, H.-P. (2017). Störungen in der Schulklasse: Ein Leitfaden zur Vorbeugung und Konfliktlösung (14., vollständig überarbeitete Auflage). Weinheim: Beltz.
Folge 5: Datennutzung in der Schule – sinnvoll oder überfordernd? Im Gespräch mit Patrick Hawlitschek
Wie nutzen Lehrkräfte Leistungsdaten, z.B. die der VERA-8-Untersuchungen? Können sie tatsächlich dabei helfen, Schülerinnen und Schüler gezielter zu fördern und den Unterricht zu verbessern? Patrick Hawlitschek vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin nimmt Stellung zu dieser Frage und erläutert die Bedeutung von VERA-Daten, die ein Baustein für eine produktive datengestützte Schulentwicklung sind. Außerdem erläutert Hawlitschek die Rolle der Schulleitung für eine positive Datennutzungskultur und zieht weitere mögliche Konsequenzen aus seiner Studie für die Schulpraxis. "The relationship between teachers' and principals' use of results from nationwide achievement tests: The mediating role of teacher attitudes and data use culture von Patrick Hawlitschek, Sofie Henschel, Dirk Richter und Petra Stanat erschien 2024 in der Fachzeitschrift "Studies in Educational Evaluation".
Folge 4: Lernt man besser mit Sketchnotes? Im Gespräch mit Laura Ohmes
Sketchnotes sind kleine comichafte Skizzen, die man anfertigt, um Informationen besser zu verarbeiten. Laura Ohmes hat zusammen mit Dr. Juliane Schlesier und Prof. Dr. Barbara Moschner von der Universität Oldenburg untersucht, wie sich Lernemotionen verändern, wenn sich Schülerinnen und Schüler Grammatikinhalte mit Hilfe der Sketchnoting-Methode erschließen. Die Ergebnisse klingen vielversprechend: Negative Lernemotionen wie Langeweile und Frustration sind zurückgegangen, während Freude zugenommen hat. Laura Ohmes stellt die zentralen Ergebnisse vor und gibt Tipps, wie Lehrkräfte diese Methode in ihrem Unterricht nutzen könnten. Die Ergebnisse sind in der Studie von Laura Ohmes, Juliane Schlesier und Barbara Moschner abrufbar. Das von Ohmes empfohlene Buch übers Sketchnoting von Mike Rohde heißt: "Das Sketchnote Handbuch: Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen" und ist 2013 in Heidelberg (u.a.) erschienen.
Folge 3: Wie geht erfolgreiches Klassenmanagement? Im Gespräch mit Markus Spilles
Halten sich Kinder besser an Unterrichtsregeln, wenn sie eine gute Beziehung zur Lehrperson haben? Was sollte eine Lehrkraft mitbringen, um eine Klasse gut zu führen? Und warum gilt der "strenge" Unterrichtsstil immer noch als der beste? Zu diesen Fragen gibt Dr. Markus Spilles in unserem Gespräch Antworten. Er kennt die Studienlage zu diesen Fragen bestens und forscht über die Thematik. Seine Studie, die im Mittelpunkt dieser Podcastfolge steht, hat er gemeinsam mit Christian Huber, Kai Kasper und Thomas Hennemann verfasst und heißt: „Die Bedeutung der von Grundschulkindern wahrgenommenen Beziehung zu ihrer Klassenlehrkraft für deren Einhaltung von Klassenregeln“.
Folge 2: Ist es besser, wenn Lehrkräfte Kinder überschätzen? Im Gespräch mit Jessica Gnas
Ist es motivierender und in pädagogischer Hinsicht von Vorteil, wenn Lehrkräfte Kinder eher überschätzen, als sie akkurat einzuschätzen? "Ja", sagt Dr. Jessica Gnas, die das in ihrer Studie herausgefunden hat. Worum es genau in dieser Studie ging und welche Schlussfolgerungen daraus für die Schulpraxis gezogen werden können, erfahren Sie in dieser Podcastfolge. Ergänzend dazu die Studie zum Nachlesen und Informationen zu dem im Interview angesprochenen LUPE-Koffer.
Folge 1: Wem soll man glauben? Im Gespräch mit Roman Abel
Im Gespräch mit Dr. Roman Abel geht es um die Frage, wie Schülerinnen und Schüler besser lernen können, ob Informationen aus dem Internet – z.B. auf Social Media – als eher mehr oder weniger vertrauenswürdig einzuschätzen sind. Dies untersuchten Dr. Roman Abel, Prof. Dr. Julian Roelle und Prof. Dr. Marc Stadtler in ihrer Studie: „Whom to Believe? Fostering Source Evaluation Skills with Interleaved Presentation of Untrustworthy and Trustworthy Social Media Sources. Für QUA-LiS NRW führen das Gespräch Dr. Johanna Gesang und Dr. Oliver Geister.